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Pokémon Schwert & Schild: Der Pokérus-Virus ist das beste, was euch passieren kann

Auch in Pokémon Schwert und Schild können sich eure Taschenmonster den Pokérus-Virus einfagen. Aber was steckt dahinter und wie bricht er aus?

von Linda Sprenger,
04.12.2019 10:44 Uhr

Pokémon können von einem Virus befallen werden? Ja! Und das ist ganz wunderbar. Pokémon können von einem Virus befallen werden? Ja! Und das ist ganz wunderbar.

"Mein Pikachu hat sich den Pokérus-Virus eingefangen! Leidet das arme Monster jetzt an einer gefährlichen Krankheit, die es langsam dahinrafft? Oder schlimmer noch: Ist mein Spiel von einem gefährlichen Bug befallen, der sich wie ein Parasit durch den Code frisst und dabei mehr und mehr Pokémon infiziert?".

Als ich im Kindesalter in den Pokémon-Editionen Gold und Silber das erste Mal mit dem Pokérus konfrontiert wurde, begleiteten mich sorgenvolle Gedanken wie diese. Über zwanzig Jahre später weiß ich zum Glück, dass die "Krankheit" gar nicht so schrecklich ist wie ich damals dachte.

In Wirklichkeit ist der Pokérus nämlich verdammt nützlich - und mit ein wenig Glück können Trainer auch in Schwert und Schild davon profitieren.

Was bewirkt der Pokérus?

Um es vereinfacht auszudrücken: Er gewährt dem jeweiligen infizierten Monster einen kräftigen Trainingsboost, sodass es bei einem Level-Up höhere Status-Werte (Angriff, Initiative etc.) bekommt und seine Potenziale voll ausschöpfen kann.

Konkret werden hierbei die Fleißpunkte (EVs) verdoppelt. Was sich dahinter verbirgt, erkläre ich aber weiter unten im Artikel, sonst wird's zu kompliziert.

Der Pokérus gewährt einen Trainigsboost auf die Werte eines Monsters. Der Pokérus gewährt einen Trainigsboost auf die Werte eines Monsters.

Das Coole am Pokérus? Ein infiziertes Monster kann den Virus auf andere Monster im Team übertragen. Und werden infizierte Pokémon wieder geheilt, bleibt Trainingseffekt sogar bestehen.

Dank des Virus könnt ihr euch ein richtig starkes Pokémon-Team heranzüchten, mit dem ihr auf kompetitiver Ebene, also im Kampf gegen Freunde oder andere Trainer, entscheidende Vorteile haben werdet.

Wie bekomme ich den Pokérus in Schwert und Schild?

Der Pokérus wurde erstmals in Gold, Silber und Kristall eingeführt und zieht sich seitdem durch jede Pokémon-Generation. In Schwert und Schild könnt ihr euch den Virus ebenfalls einfangen.

Und zwar indem ihr ein wildes Pokémon bekämpft und besiegt, das den Virus in sich trägt.

Die Wahrscheinlichkeit, den Pokérus über ein wildes Pokémon zu bekommen, ist jedoch geringer als ein Shiny zu fangen. Sie liegt laut Pokéwiki gerade einmal bei 3:65536. Ihr braucht also ein Quäntchen Glück.

Ihr könnt euch außerdem mit dem Pokérus anstecken, indem ihr infizierte Taschenmonster über den Link- oder Zaubertausch erhaltet. Aber auch das dürfte extrem selten auftreten. Ihr benötigt ja erst einmal einen Tausch-Partner, der das Glück hatte, sich den Virus einzufangen.

Wie erkenne ich den Pokérus?

Der Pokérus wird links unten im Statusmenü angezeigt (gelb umkreist). Der Pokérus wird links unten im Statusmenü angezeigt (gelb umkreist).

Habt ihr ein infiziertes Monster geschnappt, dann wird es unten Links im Status-Menü mit einem Pokérus-Symbol gekennzeichnet (siehe Bild oben). Sobald ihr ein Pokémoncenter betretet, wird euch außerdem Schwester Joy darüber informieren:

"Dein Pokémon scheint vom Pokérus befallen zu sein. Über den Pokérus ist noch wenig bekannt, außer dass es ein Mikroorganismus ist, der Pokémon befällt. Sind deine Pokémon infiziert, wachsen sie besonders gut."

Wird ein infiziertes Pokémon wieder geheilt? Ja, nach circa vier Tagen - aber nur dann, wenn sich das jeweilige Monster in eurem Team befindet. Platziert ihr ein Pokérus-Monster hingegen in der Box, bleibt das Virus bestehen.

Werden infizierte Pokémon wieder geheilt, kann es nicht erneut angesteckt werden und logischerweise keine anderen Monster mehr anstecken. Allerdings bleibt - wie oben bereits erwähnt - der Trainingseffekt bestehen.

Wie stecke ich andere Pokémon an? Ganz einfach, indem ihr eure gesunden Monsterchen im Team neben das infizierte Biest setzt. Wer die Krankheit effizient verbreiten will, sollte sein Pokérus-Biest am besten an die 3. oder 4. Stelle im Team setzen.

Was der Pokerus genau bewirkt

Was sind EVs und IVs?

Die komplizierte Variante: Wird ein Pokémon vom Pokérus befallen, dann steigen seine Fleißpunkte (Evs) um die doppelte Anzahl. EVs? Lasst es mich erklären.

Pokémon auf dem gleichen Level sind nicht gleich stark, sondern unterscheiden sich in ihren Werten. Das liegt an den sogenannten EVs und IVs, die die Werte bestimmen.

Was IVs sind: IV steht für Individual Value. Sie sind ein möglicher Bonus, der den Grundwerten (Angriff, Verteidiging, etc) des Pokémons hinzugerechnet wird und so dessen konkrete Anfangswerte bilden, quasi seine Gene.

Was EVs sind: Effort Values, auf deutsch Fleiß-Punkte zeichnen nach, wie wir unsere Pokémon trainiert haben. Denn neben den sichtbaren Erfahrungspunkten für jeden Kampf erhalten wir im Falle eines Sieges auch die besagten EVs.

Welche EVs wir einsacken, hängt vom jeweiligen Gegner ab. Ein Sieg gegen ein Taubsi belohnt uns in Sonne und Mond beispielsweise (nicht sichtbar) mit einem Punkt auf Initiative, während ein Sieg gegen Wuffels uns einen Angriffs-EV einbringt.

Diese EVs werden dann bei einem Level-Up im Hintergrund verrechnet: Je vier EVs in einem Statuswert bedeutet den Anstieg um einen Punkt. Und welche Statuswerte steigen, werden letztendlich nach jedem Level-Anstieg angezeigt. Pfiffige Trainer, insbesondere die, die kompetitiv kämpfen, nutzen dieses Wissen um die versteckte Mechanik aus, um Pokémon gezielt auf bestimmte Werte hin zu trainieren (EV-Training).

Mit dem Pokérus erhaltet ihr dann schließlich die doppelte Anzahl an EVs: Bekommen wir beispielsweise von einem Pokémon ursprünglich zwei Fleißpunkte, so sind es mit Pokérus vier. Ein guter Deal.

Ihr wollt noch mehr ins Spiel eintauchen?


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