Hazelight Studios hat im letzten Jahr mit Split Fiction einen weiteren Koop-Knaller veröffentlicht und den Erfolg und die hohen Wertungen hat sich das Spiel auch redlich verdient!
Aber was wäre, wenn ich euch sage, dass es noch ein weiteres hervorragendes Koop-Spiel gegeben hat, das mich fast genauso begeistert hat und ihr es womöglich nicht einmal kennt? Ich rede nämlich von Popucom, einem kunterbunten Koop-Shooter mit Puzzle- und Plattform-Elementen.
Darum geht es in Popucom
In Popucom schlüpfen wir in die Rolle von zwei namenlosen Held*innen, die von ihrem Roboter-Freund und Wissenschaftler Yolkie beauftragt werden, die bösartige Kreaturen aufzuhalten – die Pomus.
Um den Oberboss der Pomus zu besiegen, müssen wir allerdings zuerst eine Rakete bauen und diese dann auf ihn abfeuern. Das Problem: Die dafür benötigten Goodiebots sind durch den Einmarsch der Pomus überall auf dem Planeten verstreut. Bevor wir die Rakete überhaupt bauen können, müssen wir diese Roboter also erst einmal retten und einsammeln.
Hier könnt ihr euch den Trailer zum Spiel anschauen:
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Popucom könnte genau das Richtige für alle sein, die Koop-Spiele wie It Takes Two lieben
Das Spielprinzip, die Koop-Mechaniken und die Spezialfähigkeiten
Die Welt von Popucom ist in unterschiedliche Areale und Levels eingeteilt, die in verschiedene Plattform-Rätsel und Bosskämpfe aufgeteilt sind, die die beiden Spieler*innen meistern müssen. Abseits der Kampagne können Spieler*innen auch zu viert, Kämpfe und knifflige Plattform-Rätsel zusammen lösen.
Das grundlegende Spielprinzip von Popucom ist bewusst simpel gehalten. Es erinnert an das Retro-Spiel Bubble Pop, bei dem mehrere farbige Kugeln angeordnet werden müssen, um sie aufzulösen. In Popucom sind die Pomus diese Kugeln lebendig – und dementsprechend lebendig.
Die Kampagne kann nur zu zweit bewältigt werden und jede*r Spieler*in kann zwischen zwei Farben wechseln, wobei pro Level insgesamt vier Farben zum Einsatz kommen. Um die Herausforderungen zu meistern, ist echte Zusammenarbeit gefragt – alleine kommt man hier nicht voran.
Immerhin können die einzelnen Herausforderungen nur zu zweit im Koop gelöst werden, da ein Spieler nicht alle Farben zur Verfügung hat oder bestimmte Areale nicht ohne Hilfe überqueren kann.
Zur Auswahl stehen dabei jede*r Spieler*in vier unterschiedliche Fähigkeiten zur Verfügung, die im Spiel ständig miteinander kombiniert werden:
- eine magnetische Hand, mit der ihr ein spezielles Prisma-Dreieck zu euch ziehen, mit ihm die Plätze tauschen oder euch durch die Luft schwingen könnt
- ein Roboter-Kran, mit dem sich Objekte anheben und neu platzieren lassen
- ein Schild, den ihr vor oder über euch halten könnt – zum Schutz oder als Plattform für euren Mitspielenden
- Verwandlung in einen Explosionsball, mit dem ihr an bestimmten Wänden hochrollen, sowie Gegner weg- und Wege frei sprengen könnt
Warum mich Popucom so begeistert hat und es für mich eines der besten Koop-Spiele 2025 ist
Popucom hat mich vor allem mit seinem kreativen Level-Design überzeugt. Obwohl mein Partner und ich absolute Plattform-Nieten sind – besonders beim Einschätzen von Sprungdistanzen – hat uns das Spiel von Anfang bis Ende großen Spaß gemacht. Zu keinem Zeitpunkt wurde es frustrierend, sondern fühlte sich immer fair an.
Die Rätsel sind nicht immer sofort lösbar und verlangen oft ein wenig Knobelei – das habe ich aber stets als angenehm und nie als besonders schwer oder nervig empfunden. Durch den Einsatz von Farbkombinationen und sogar Perspektivwechseln – von Third-Person-Gameplay zu 2D-Sidescroller-Passagen – bleibt das Spiel zudem durchgehend abwechslungsreich.
Dazu kommen Level-Designs, die thematisch perfekt zur jeweiligen Umgebung (Wüste, Fabrik, Tundra und so weiter) passen und auch nicht zu lang sind. Im Durchschnitt dauert ein Durchlauf des Spiels nur 7-9 Stunden – wenn ihr nicht alle Goodiebots und Trophäen sammeln wollt.
Besonders gut hat mir das Areal gefallen, in dem wir mit unseren magnetischen Händen gemeinsam ein Prisma-Dreieck über tiefe Schluchten werfen mussten, während eine Person im exakt richtigen Moment mit dem Prisma die Position tauschte. Solche Koop-Momente fühlen sich einfach unglaublich befriedigend an ,wenn man sie gemeinsam meistert.
Auch die Bosskämpfe sind klasse inszeniert und variantenreich. Jeder Boss bringt eigene Mechaniken mit und wir mussten unsere Strategie immer wieder anpassen. In einem Kampf mussten wir etwa unsere Schilde im richtigen Farbton und im passenden Timing vor oder über uns platzieren, um Angriffen zu entgehen oder dem anderen eine Plattform bieten, um dem Boss von oben eins auf die Mütze zu geben.
Mein Fazit: Die Charaktere sind niedlich gestaltet, die Level kreativ und die Spielmechanik sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Mit einer Spielzeit von etwa 9 bis 10 Stunden ist Popucom angenehm umfangreich. Remote Play Together – es reicht also, wenn nur eine Person das Spiel besitzt.
Für mich zählt Popucom gemeinsam mit Split Fiction und It Takes Two zu den besten Koop-Spielen überhaupt. Hier macht man nicht einfach “das Gleiche nebeneinander oder miteinander“, sondern arbeitet wirklich zusammen. Popucom lässt sich nur gemeinsam beenden – und genau das macht es so stark.
Habt ihr von Popucom gehört und welche Koop-Geheimtipps habt ihr für mich auf Lager?
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