Red Dead 2 - Nach Kritik: Rockstar äußert sich zu 100-Stunden-Woche der Mitarbeiter

100 Stunden in der Woche arbeiten? Die Aussage hatte für Kritik gesorgt. Jetzt erklärt Rockstar: Nur einige wenige Mitarbeiter haben das getan und das auch freiwillig.

von David Molke,
16.10.2018 10:27 Uhr

Keine Zeit zum Füße hochlegen: In einem Interview hieß es, Rockstar-Mitarbeiter hätten 100 Stunden pro Woche an Red Dead Redemption 2 gearbeitet. Keine Zeit zum Füße hochlegen: In einem Interview hieß es, Rockstar-Mitarbeiter hätten 100 Stunden pro Woche an Red Dead Redemption 2 gearbeitet.

Red Dead Redemption 2 sprengt jetzt schon in vielerlei Hinsicht den Rahmen bisheriger Videospiele. Mehr Dialogzeilen, mehr Skriptseiten, mehr Animationen: Das alles muss auch irgendwer bewerkstelligen.

In einem Interview hieß es, an Rockstars Western-Epos hätten die Mitarbeiter teilweise 100 Stunden in der Woche gearbeitet.

Crunchtime steht in der Kritik

Derartige, sogenannte Crunchtimes kurz vor Release oder bestimmten Deadlines bilden in der Videospiel-Industrie leider keine Ausnahme.

Allerdings regt sich immer mehr Kritik daran, und zwar zu Recht: 100 Stunden in der Woche, das wären 14 Stunden am Tag (ohne Wochenende) oder 20 Stunden pro Tag in einer 'normalen' 5-Tage-Woche.

Red Dead Redemption 2 ist ein Mammutprojekt mit über 500.000 Dialogzeilen sowie über 300.000 einzelnen Animationen. Red Dead Redemption 2 ist ein Mammutprojekt mit über 500.000 Dialogzeilen sowie über 300.000 einzelnen Animationen.

Rockstar relativiert die Aussage zur 100 Stunden-Woche

Nur wenige Senior-Mitarbeiter & freiwillig: Laut Dan Houser trifft die Aussage nicht auf alle Mitarbeiter zu, die an Red Dead Redemption 2 beteiligt waren.

Die 100 Stunden pro Woche sollen sich lediglich auf ihn sowie das Autoren-Team bezogen haben. Das besteht aus vier Mitarbeitern: Dan Houser selbst, Mike Unsworth, Rupert Humphries und Lazlow Jones.

Crunch bei Red Dead Redemption 2 - Videodiskussion: Braucht es 100-Stunden-Arbeitswochen für ein Meisterwerk? 23:00 Crunch bei Red Dead Redemption 2 - Videodiskussion: Braucht es 100-Stunden-Arbeitswochen für ein Meisterwerk?

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Warum die Größe der Map nicht entscheidend ist

Keine Erwartung & kein Zwang

Vor allem sollen alle freiwillig so viel Zeit investiert haben. Vom restlichen Team werde in keinster Weise erwartet, derartige Schichten zu schieben.

Gegenüber Kotaku erklärt Dan Houser, es sei darum gegangen, wie Narrativ und Dialoge in Red Dead Redemption 2 entstanden sind.

Er und seine drei Autoren-Kollegen hätten dann auch nur die drei letzten Wochen sehr intensiv gearbeitet, um alles fertig zu bekommen. In erster Linie aus Leidenschaft.

"Aber diese zusätzliche Anstrengung ist eine Wahl und wir bitten niemanden darum und erwarten von niemandem, so zu arbeiten. [...] Niemand, egal ob senior oder junior, wird jemals dazu gezwungen, hart zu arbeiten."

Würdet ihr freiwillig 100 Stunden in der Woche arbeiten?

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