Resident Evil Requiem ohne Horror!? Resident Evil 2 Director braucht "den ganzen gruseligen Kram nicht"

Resident Evil Requiem ist ein teilweise sehr gruseliges Horrorspiel. Aber Entwicklerlegende Hideki Kamiya wünscht sich sehnlich einen Modus, der weniger Angst und Schrecken verbreitet.

Resident Evil Requiem kann sehr furchteinflößend sein – zu sehr für den Resident Evil 2-Director. Resident Evil Requiem kann sehr furchteinflößend sein – zu sehr für den Resident Evil 2-Director.

Eigentlich sollte man meinen, dass der Game Director des Original-Resident Evil 2 nicht allzu zartbesaitet ist. Doch weit gefehlt! Beim Anspielen des neuen Resident Evil Requiem merkt die Entwicklerlegende an, dass sie eigentlich gern einen Modus komplett ohne die ganz gruseligen Passagen hätte.

Das wünscht sich der Resi 2-Director

Hideki Kamiya hat nicht nur maßgeblich am zweiten Resident Evil-Teil mitgewirkt, sondern auch an Spielen wie Devil May Cry oder Bayonetta. Wir haben es hier also wirklich mit einem versierten Videospiel-Veteranen zu tun. Der möglicherweise auf seine alten Tage dem Horror nicht mehr allzu wohlgesonnen ist.

Video starten 1:06:15 Dieser Moment verändert Resident Evil für immer | Resident Evil Requiem im Review-Talk

Resi 9 aka Resident Evil Requiem ist im Grunde genommen zweigeteilt: Die Passagen mit Grace funktionieren als richtig gruseliger Survival-Horror, in denen wir tendenziell eher hilflos sind, während die Abschnitte mit Leon als spielbarer Hauptfigur eher auf Action ausgelegt sind, wie es zum Beispiel in Resident Evil 4 war.

Das bedeutet, dass ihr nicht nur eine trashige, actionreiche Achterbahnfahrt erwarten solltet, sondern eben auch jede Menge für viele furchterregende Grusel-Eskapaden. Insbesondere diese Teile des neunten Resident Evil-Spiels dürften nichts für den Resi 2-Director sein.

Der hat gemeinsam mit anderen Mitarbeiter*innen seines 2024 neu gegründeten Entwicklerstudios Clovers (die an einem Okami-Sequel arbeiten und teils aus Leuten des ehemaligen Clover Studios bestehen) das neue Resident Evil-Spiel gezockt beziehungsweise dabei zugesehen:

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Hideki Kamiya wird hier augenzwinkernd als eine Person beschrieben, die "Horrorspiele hasst", was angesichts seiner Vergangenheit vielleicht überraschend wirkt, aber die folgenden Aussagen erklärt.

"Ich habe schon immer gesagt, dass sie einen nicht-gruseligen Modus machen sollten."

Dass das dann aber eigentlich das gesamte Konzept des Spiels zunichtemachen würde, lässt der Entwickler nicht gelten:

"Schau, ich will einfach nur die Rätsel genießen. Die Rätsel und die Kämpfe. Ich brauche den ganzen gruseligen Kram nicht."

Im Anschluss daran merkt er noch an, dass Leon in Requiem mittlerweile wohl auch nicht mehr der Jüngste sei. Kurz darauf fällt ihm auf, dass das wohl auch auf ihn selbst zutreffe und haut die alte Redewendung "wer im Glashaus sitzt" raus.

Wir hätten da übrigens eine Liste, die auch Hideki Kamiya gefallen dürfte:

Ganz so absurd ist das gar nicht

Es gibt durchaus auch Horrorspiele, bei denen sich der Grad an Gruseligkeit oder zumindest das Stresslevel einstellen lässt. Alan Wake 2 bekam ein Update, mit dem sich Jumpscares reduzieren lassen, in SOMA könnt ihr sämtliche Gegner entfernen und das Spiel so zu einer reinen Story-Erfahrung machen und auch Crow Country verfügt über eine Option, die Kämpfe abzuschalten.

Das ist natürlich nicht genau dasselbe wie das, was Hideki Kamiya für Resident Evil Requiem fordert, geht aber durchaus in eine ähnliche Richtung.

Oder glaubt ihr, Resident Evil Requiem würde als reines Story-, Rätsel- und Kampfspiel weniger Spaß machen?


Kommentare(2)
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