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Salt and Sanctuary im Test - Das Salz in der Soulslike-Suppe

Salt and Sanctuary will euren Tod. Dabei kommt das gnadenlose Action-RPG zwar nicht ganz an sein Vorbild Dark Souls heran, erweist sich auf der Switch aber dennoch als spaßige Herausforderung.

von Linda Sprenger,
10.08.2018 13:30 Uhr

Salt and Sanctuary im Test für Nintendo Switch.Salt and Sanctuary im Test für Nintendo Switch.

Sterben ist in den meisten Videospielen gar nicht cool. Da steht man so kurz vor dem nächsten Level, so nah am Ziel und muss dennoch vorher den Löffel abgeben, weil man unvorsichtig war, irgendwo runtergefallen ist oder von einem stärkeren Gegner abgemurkst wurde.

Dark Souls-Fans haben sich jedoch an den Bildschirmtod als stetigen Begleiter gewöhnt. Sie akzeptieren ihn, weil er ein unverzichtbarer Teil des Spielprinzips der Action-RPG-Reihe von From Software ist. Sie lernen aus dem Tod, machen es mit jedem Versuch ein kleines bisschen besser und erfahren schlussendlich ungeahnte Glücksgefühle, wenn sie zunächst unmöglich erscheinendes doch überwinden.

Mittlerweile sind es nicht nur die Spiele von FromSoftware, die nach dieser Formel funktionieren. Gefühlt erscheint jede Woche ein sogenanntes Souls-Like mit einem ähnlichen Spielprinzip.

Salt and Sanctuary gehört eindeutig zu den besseren Vertretern dieses Sub-Genres. Das Action-RPG erschien im Jahr 2016 zuerst für PS4 und hat nun den Sprung auf die Nintendo Switch geschafft. Kann Salt and Sanctuary mit seinem großen Vorbild mithalten?

Nur eine Dark Souls-Kopie?

Großes Vorbild dürft ihr hier ruhig wörtlich nehmen. Salt and Sanctuary hat fast alle Elemente und Mechaniken von Dark Souls abgepaust und sie in eine düstere, wundervoll bedrückende 2D-Welt übertragen.

Die aus Dark Souls bekannten Leuchtfeuer heißen in Salt and Sanctuary Schreine. Hier leveln wir auf und greifen auf den Talentbaum zurück.Die aus Dark Souls bekannten Leuchtfeuer heißen in Salt and Sanctuary Schreine. Hier leveln wir auf und greifen auf den Talentbaum zurück.

Wie in Dark Souls startet ihr das Spiel im Charakter-Editor und bestimmt Aussehen und Klasse eures Helden. Wie in Dark Souls landet ihr in einer Welt, die ihr nicht versteht, weil sie sich nur kryptisch über Itembeschreibungen und Dialoge erklärt. Wie in Dark Souls schlagt ihr euch durch zusammenhängende Gebiete, bekämpft garstige Geschöpfe und riesige Bosse.

Und wie in Dark Souls bekommt ihr dabei oftmals mächtig eins auf die Fresse.

Doch keine Angst

Ganz so schwer wie Dark Souls ist Salt and Sanctuary aber nicht. Standard-Feinde werdet ihr in den meisten Fällen mit stumpfen Schwerthieben, Keulenschlägen oder Lanzenstichen los und müsst nicht erst geduldig ihre Angriffsmuster studieren.

Ein Großteil der insgesamt 20 Bosskämpfe bringt euch ebenfalls so ein eure Grenzen wie im großen Vorbild. Oft reicht es aus, den Charakter ein paar Level nach oben zu trimmen und ihr richtet genügend Schaden an, um die Lebensleiste von Obermotzen wie die unheilsame Königin des Lächelns nur mit einer Handvoll Angriffen auf Null zu prügeln.

Die Bosse in Salt and Sanctuary sind durch die Bank weg cool designt, kommt aber nicht an die Erhabenheit von Souls-Bossen wie Ornstein, Smough und Co. heran.Die Bosse in Salt and Sanctuary sind durch die Bank weg cool designt, kommt aber nicht an die Erhabenheit von Souls-Bossen wie Ornstein, Smough und Co. heran.

Das macht die Bosskämpfe aber noch lange nicht zu einem Spaziergang. Zumal ihr locker im Schnitt zehn Minuten konzentriert bleiben müsst. Anders als bei vielen Standard-Gegnern solltet ihr euch sehr wohl ihre Bewegungsabläufe einprägen und euch die richtige Taktik zurechtlegen.

Nicht aufgepasst, zu hastig gekämpft oder eine feindliche Attacke unterschätzt und ihr beißt hier schnell ins Gras, weil eure eigene Vitalitätsanzeige in der Regel schon nach wenigen Treffern flöten geht.

Salt and Sanctuary bleibt eine Herausforderung, die gemeistert werden will. Wer zuvor nie mit Souls- oder Souls-like-Titeln in Berührung gekommen ist, der steht hier erst recht vor einer knackigen Aufgabe.

Geduld wird belohnt

Die Spielwelt und ihre zahlreichen Gefahren gehen nämlich nicht gerade zimperlich mit euch um und bestrafen jeden Fehler sofort. Das müsst ihr euch als Einsteiger hinter die Ohren schreiben.

Schaut ihr beispielsweise im Dorf des Lächelns nicht richtig hin, tretet ihr in eine gemeine Bärenfalle, die verheerenden Schaden anrichtet. Merkt ihr euch ihren Standpunkt nicht, latscht ihr beim nächsten Mal sicher wieder drüber und bekommt erneut die Quittung. Selbst schuld.

Schön blöd: Es wäre klüger gewesen, jeden Gegner einzeln auszuschalten, als sich sofort mitten ins Getümmel zu stürzen. Überlebt haben wir hier deshalb nicht. Schön blöd: Es wäre klüger gewesen, jeden Gegner einzeln auszuschalten, als sich sofort mitten ins Getümmel zu stürzen. Überlebt haben wir hier deshalb nicht.

Noch viel schlimmer als der Tod: Nach dem Ableben verliert ihr euer gesammeltes Salz (das Äquivalent für Seelen) und müsst es euch zurückholen. Sterbt ihr vor dem Einsammeln ein weiteres Mal, verabschiedet sich euer Salz für immer, im schlechtesten Fall ein richtig dicker Sack. Also müsst ihr die gleiche Menge wieder ergattern, um euch aufzuleveln. Pech gehabt. Switch-Spieler kennen dieses Prinzip bereits aus Shovel Knight.

Das kann natürlich frustrieren. Die gute Nachricht: In Salt & Sanctuary könnt ihr jede Hürde überwinden, weil das Spiel an vielen Stellen zwar fies aber nie unfair ist.

Ihr benötigt allerdings genügend Geduld und Lernwillen.

Dann freut ihr euch aber umso mehr, ja sogar gewaltig, wenn ihr beispielsweise einen Boss nach zig gescheiterten Versuchen endlich bezwingt. Ganz wie in Dark Souls.

Was Salt and Sanctuary besonders macht

Allerdings unterscheidet sich Salt and Sanctuary neben der 2D-Perspektive noch in einigen Punkten von Dark Souls.

Das Spiel mischt das bekannte Souls-Prinzip nämlich mit Platforming-Elementen. Hier könnt ihr springen und das macht das Gameplay nicht nur vertikaler, sondern auch etwas flotter als in den From Software-Action-RPGs.

Mit dem Perspektivwechsel fällt allerdings das Umkreisen von Gegnern flach, wodurch Kämpfe wiederum etwas an Spannung einbüßen. Um auszuweichen müsst ihr entweder an euren Feinden vorbeirollen oder - wenn es nicht gerade haushohe Bosse sind - über sie hinweg hüpfen.

Der überladene und unübersichtliche Talentbaum lässt uns bei der Charakterentwicklung nicht sonderlich gut vorausplanen. Der überladene und unübersichtliche Talentbaum lässt uns bei der Charakterentwicklung nicht sonderlich gut vorausplanen.

Auch beim Fortschrittssystem findet Salt and Sanctuary einen eigenen Clou, verheddert sich dabei jedoch ein wenig. Anstatt die Werte unseres Recken wie in Dark Souls mit Seelen einzeln aufzustufen, hangelt ihr euch hier an den Ästen eines Talentbaumes entlang, auf dem ihr Werte wie Stärke, Geschicklichkeit oder Ausdauer festlegt.

Der Talentbaum ist jedoch alles andere als übersichtlich und erschwert die Charakterentwicklung dadurch unnötig. Das Problem: Ihr müsst oftmals erst nach eurem gewünschten Wert suchen oder könnt ihn gar nicht sofort aktivieren, weil ihr vorher erst einen anderen freischalten müsst.

Ein mörderisch guter Port

Salt and Sanctuary erweist sich dennoch eine gelungene Souls-Alternative. Und die passt auf die Switch wie die Axt auf den Untoten-Schädel.

Die Steuerung fühlt sich mit den Joy-con angenehm und präzise an, einen Pro Controller benötigt ihr nicht zwingend. Sowohl angedockt als auch im Handheld-Modus läuft das Spiel bis auf minimale Framedrops in einigen Levels flüssig. Ein entscheidendes Kriterium bei einem Spiel, das Präzision beim Springen, Angreifen und Ausweichen erfordert.

Ihr könnt auf der Switch sogar mit einem Freund losziehen, wenn ihr wollt. Salt and Sanctuary bietet einen lokalen Koop-Modus für maximal zwei Spieler. Zum gemeinsamen Spielen braucht ihr allerdings zwei Paar Joy-con oder zwei Pro Controller, weil das Abenteuer alle Knöpfe beansprucht.

Egal ob mit Freund oder auf eigene Faust, Salt & Sanctuary ist ein hervorragendes Souls-like. Zwar bleibt es im Schatten seines großen Vorbildes Dark Souls, dennoch lohnt sich der Ausflug in die düstere 2D-Welt. Natürlich nur, wenn ihr genügend Frustresistenz an den Tag legt und keine Angst vor dem Tod habt.

Salt and Sanctuary - Ankündigungs-Trailer zum brutalen Sidescroller 1:43 Salt and Sanctuary - Ankündigungs-Trailer zum brutalen Sidescroller

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