Die Skyrim-Füchse führen uns wirklich zu Schätzen - aber anders als gedacht

Schon lange ist unter Skyrim-Fans das Gerücht bekannt, dass Füchse uns zu Schätzen führen. Dabei hat niemand sie so programmiert, wie ein Entwickler erklärt.

von Eleen Reinke,
21.08.2021 11:00 Uhr

Skyrim-Entwickler ?Joel Burgess? erklärt, woher die schatzsuchenden Füchse wirklich kommen. Skyrim-Entwickler ?Joel Burgess? erklärt, woher die schatzsuchenden Füchse wirklich kommen.

In The Elder Scrolls 5: Skyrim solltet ihr wilden Füchsen folgen, denn sie führen euch zu Schätzen - so oder so ähnlich hat das sicher schon so mancher Skyrim-Fan gehört. Das Gerücht von Füchsen, die einem Schatzkarten oder Höhleneingänge zeigen, gibt es schon beinah so lange, wie das Spiel selbst. Inzwischen ist es fast so etwas wie eine urbane Legende, die von Spielenden nie so ganz bewiesen oder widerlegt werden konnte.

Bis jetzt zumindest, denn nun hat sich ein Skyrim-Entwickler zu Wort gemeldet, um zu bestätigen, dass Füchse tatsächlich interessante Orte aufzusuchen. Allerdings war das so von den Entwicklern wohl nie beabsichtigt.

Skyrim-Entwickler klärt Mythos um Schatzfüchse auf

Joel Burgess war seinerzeit bei Bethesda an der Entwicklung des fünften The Elder Scrolls-Teils beteiligt. Auf Twitter hat er nun das Mysterium um die schatzsuchenden Füchse aufgeklärt. Demnach war das Entwicklerteam selbst überrascht, als nach Release des Spiels das Gerücht um "Schatz-Füchse" aufkam, denn niemand wollte dieses Verhalten programmiert haben.

Wie sich herausstellte, gibt es eine simple Erklärung. Verantwortlich dafür ist das programmierte Verhalten von Füchsen. Im Gegensatz zu anderen NPCs und Wesen, die ihr in der Welt von Skyrim trefft, müssen Füchse nicht entscheiden, wie sie auf Spieler*innen reagieren (ob sie etwa angreifen oder sich verstecken). Füchse können nämlich nur weglaufen.

"navmesh" bestimmt den Weg: Der interessante Teil kommt hier bei der Frage, wie die Füchse am besten ihren Weg durch das Terrain finden. Die Wegfindung der KI geschieht dabei über das sogenannte "navmesh", einer unsichtbaren 3D-Plane aus Dreiecken, die sich über den Boden der Spielwelt zieht. In kargen, detailarmen Gebieten ist das navmesh entsprechend simpel und besteht aus nur wenigen dieser Dreiecke. In detailreicheren Gebieten (Siedlungen oder Höhlen etwa) dagegen ist das navmesh weitaus komplexer, um etwa Kollisionen zu vermeiden und besteht somit aus mehr Dreiecken.

Und so entstehen Schatzfüchse: Wenn Füchse flüchten, versuchen sie nämlich nicht, 100 Meter von euch wegzukommen, sie wollen stattdessen 100 Dreiecke zwischen euch und sich bringen. Und am einfachsten finden sie diese Dreiecke in Gebieten mit komplexem navmesh - also Camps, Ruinen, Höhlen und Co. Und wie Skyrim-Fans wissen, sind diese Orte bestens dafür geeignet, Schätze zu finden.

Während die pelzigen Vierbeiner also nicht selbst auf die Suche nach Kostbarkeiten gehen, steuern sie zumindest gezielt auf Orte zu, die häufig reich an Schätzen sind. So oder so - es lohnt sich definitiv, Füchsen in Skyrim zu folgen.

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Skyrim Anniversary Edition für PS5 und Xbox Series X/S

Passend zum 10-jährigen Jubilkäum von Skyrim bekommt das Spiel am 11. November 2021 eine Anniversary Edition für PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series X/S. Die neue Edition soll neben dem Basisspiel auch die drei Erweiterungen Dawnguard, Hearthfire und Dragonborn beinhalten und zudem mit den 500 besten Fanmods des Creation Clubs bestückt sein.

Sogar ein neues Feature kommt hinzu: Erstmalig soll es möglich sein, in Skyrim mit der Angelrute Fische zu fangen. Wer die Special Edition von Skyrim bereits besitzt, bekommt die Anniversary Edition übrigens kostenlos.

Seid ihr Füchsen schon mal auf der Suche nach Schätzen gefolgt? Hab ihr an den Mythos geglaubt?

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