Star Wars: Battlefront 2 - Spieler haben überreagiert & Vollpreis-Spiele sind zu billig, sagt Analyst

Dass sich die Fans so über die In Game-Käufe, Mikrotransaktionen, das Fortschritts- und das Lootbox-System in Star Wars: Battlefront 2 aufregen, sei eine Überreaktion, glaubt ein Analyst. Die Spiele sind seiner Meinung nach zu billig.

von David Molke,
21.11.2017 13:00 Uhr

Star Wars: Battlefront 2 sieht sich massiver Kritik ausgesetzt, die laut einem Analysten eine Überreaktion sein soll. Star Wars: Battlefront 2 sieht sich massiver Kritik ausgesetzt, die laut einem Analysten eine Überreaktion sein soll.

Star Wars: Battlefront 2 hätte ein Geniestreich werden können, steht sich mit Pay to Win-Mikrotransaktionen, dem Fortschrittssystem und Loot Crates aber selbst im Weg. Die Fans rebellieren, und zwar offenbar mit Erfolg: EA hat alle In Game-Käufe vorerst deaktiviert, um das Ganze zu überarbeiten.

Wall Street-Analysten fürchten bereits, dass sich die Kontroverse negativ auf die Verkäufe auswirkt – und die ersten Zahlen sehen tatsächlich nicht unbedingt vielversprechend aus. Der Videospiel- und eSports-Analyst Evan Wingren bezeichnet die Reaktion der Fans allerdings als Überreaktion und argumentiert, dass Spiele einfach zu billig seien.

Mehr:Star Wars: Battlefront 2 - Kontroverse um Mikrotransaktionen schadet Verkaufszahlen, fürchten Analysten

"Das Handling des Star Wars: Battlefront 2-Launchs von EA war schwach; abgesehen davon sehen wir die Aussetzung von Mikrotransaktionen kurzfristig als ein vorübergehendes Risiko an. Gamer zahlen nicht zu viel, sie zahlen zu wenig (und wir sind Gamer) ... Diese Saga war ein perfekter Sturm für Überreaktionen, weil sie EA, Star Wars, reddit und einige puristische Journalisten/Outlets umfasst, die Microtransaktionen nicht mögen."

"Wenn du einen Schritt zurück machst und dir die Daten anschaust, ist eine Stunde Videospiel-Inhalt immer noch eine der billigsten Formen der Unterhaltung. Quantitative Analysen zeigen, dass Videospiel-Publisher Spielern tatsächlich relativ billig davonkommen lassen und wahrscheinlich ihre Preise erhöhen sollten."

"Trotz der Ungemütlichkeit für das aktuelle Presse-Narrativ: Wenn du Star Wars magst und Videospiele durchschnittlich schnell spielst, bist du sehr viel besser dran, wenn du den Film überspringst und das Spiel spielst, um das meiste aus deinem Geld zu machen."

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Mit dieser Einstellung und Sichtweise ist der Analyst nicht allein: Auch viele Entwickler beziehungsweise Publisher stoßen immer wieder in dieses Horn. Die Standard-Preise für Spiele haben sich tatsächlich seit geraumer Zeit nicht groß verändert, während die Produktionskosten – gerade für AAA-Blockbuster – massiv gestiegen sind. Ob diese Argumentation ausreicht, um die Art der Implementierung von Echtgeld-Käufen in Star Wars: Battlefront 2 zu rechtfertigen, bleibt jedem selbst überlassen.

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Wie seht ihr das? Und wie viel Geld wärt ihr bereit, für ein AAA-Spiel ohne Echtgeld-Käufe zu bezahlen?

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