The Last of Us 2: Warum Joel nie wie Iron Man enden sollte

The Last of Us 2 spielt in einer harten, unerbittlichen Welt. Da kann es keine heroischen Momente wie im Marvel Cinematic Universe geben, erklärt Neil Druckmann.

von David Molke,
29.04.2021 16:32 Uhr

Wie wir alle wissen, lässt The Last of Us 2 Joel mit der Zeit zum klassischen Zombie mutieren, weshalb er langsam vor sich hin siecht und äußerst ungesund aussieht, also genau wie bei Iron Man (okay, war nur Spaß). Wie wir alle wissen, lässt The Last of Us 2 Joel mit der Zeit zum klassischen Zombie mutieren, weshalb er langsam vor sich hin siecht und äußerst ungesund aussieht, also genau wie bei Iron Man (okay, war nur Spaß).

The Last of Us 2 liefert viel Stoff für angeregte Diskussionen. Unter anderem mit einigen Story-Entscheidungen, die gemeinsam von den am Spiel Beteiligten getroffen wurden. Eine ganz bestimmte davon wird nun noch einmal in einem Podcast thematisiert und Neil Druckmann zieht Vergleiche zu Marvels Kino-Universum im Allgemeinen sowie Iron Man im Speziellen.

ACHTUNG! Es folgen SPOILER!

The Last of Us 2 funktioniert ganz anders als Marvel-Filme

Worum geht's? In The Last of Us 2 stirbt Joel auf ziemlich unrühmliche Art und Weise. Viele Fans stört offenbar, dass der Hauptcharakter aus dem ersten The Last of Us keinen heldenhafteren Abgang hinlegt. Es gibt wohl viele Stimmen, die ein Ende mit großem Knall und gleichzeitiger Aufopferung oder Ähnlichem besser gefunden hätten.

Neil Druckmann und Halley Gross vom TLOU2-Entwicklerstudio Naughty Dog erklärten nun im Script Apart-Podcast, wie es dazu gekommen ist, dass Joel keinen Untergang mit wehenden Fahnen bekam: Es hätte einfach nicht zur Atmosphäre, Story und Welt des kompletten Franchises gepasst.

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Joel ist nicht Iron Man

Es sei von Anfang an klar gewesen, dass Joels Tod nicht mit Glanz und Gloria ablaufen könne. The Last of Us sei einfach nicht diese Art von Geschichte. Im Gegenteil. Die Story sei viel bodenständiger und spiele sich in einer brutalen Realität ab.

In einer solchen Welt sterben die Menschen einfach so, im Bruchteil einer Sekunde. Vielleicht durch eine plötzlich ausgelöste Explosion, weil sie zufällig von einem Querschläger erwischt werden oder von einem Gebäude stürzen.

"Ich wollte nicht, dass es heroisch ist. Ich wollte nicht, dass er Iron Man ist, der mit den Fingern schnippst und die Welt rettet. Oder dass er gebissen wird und Ellie rettet."

"Ich weiß auch, dass das viele Leute wollten und ich verstehe, warum sie es wollen. Ich habe auch andere Geschichten erlebt, die sehr befriedigend waren, es war aber einfach nicht das, worauf wir aus waren."

Das komplette The Last of Us 2-Franchise sei von Neil Druckmann nie so gesehen worden. Ebenfalls interessant wirken die Aussagen dazu, dass viele Entscheidungen zu zentralen Themen wie zum Beispiel die finale Begegnung zwischen Ellie und Abby gemeinsam bei Brainstorming-Sessions getroffen wurden.

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The Last of Us 3 soll sich zwar noch nicht in der Entwicklung befinden, die Story steht aber wohl schon mehr oder weniger fest. Zumindest sagte Neil Druckmann, dass die groben Eckpunkte schon zu Papier gebracht worden seien.

Findet ihr Joels Ende passt zum Ton der The Last of Us 2-Story oder hättet ihr euch auch ein heroischeres Ende gewünscht?

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