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Fazit: The Last of Us 2 im Test: Ein schonungsloses Meisterwerk

Fazit der Redaktion

Linda Sprenger
@lindalomaniac

Meine längste Spielsession betrug zwölf Stunden am Stück. Ich habe sogar von dem Spiel geträumt, bin morgens mit dem Gedanken aufgewacht, mich sofort wieder in diese Welt stürzen zu wollen. So sehr hat mich The Last of Us Part 2 in seinen Bann gezogen. Das erlebte ich in einem Videospiel in dieser Intensität zuvor noch nie.

In keinem anderen Spiel habe ich so sehr mit den Figuren mitgefiebert, mitgelitten, mitgeweint und mitgelacht. Kein anderes Spiel hat mich auch Tage später noch so sehr beschäftigt. Was Director Neil Druckmann und Co-Writer Halley Gross gemeinsam da aus dem Boden gestampft haben, ist im Triple-A-Segment einzigartig und wegweisend für zukünftige Blockbuster. Für mich entpuppt sich The Last of Us 2 als eine der emotionalsten Videospiel-Erfahrungen, die ich je gemacht habe - und letztendlich als eine der schönsten. Denn so kräftig wie mir das Spiel in die Magengrube tritt, so kräftig trifft es mich auch mitten ins Herz.

Kai Schmidt
@GamePro_de

The Last of Us Part 2 hat mich erschlagen und nachdenklich zurückgelassen. Eine solche Achterbahn der Emotionen habe ich selten zuvor erlebt. Schon gar nicht in einem Videospiel. Game Director Neil Druckmann erzählt eine meisterliche Geschichte über die verhängnisvolle Spirale der Rache und den Preis, den man dafür zahlt. Über die schönen Momente des Lebens. Über die Hässlichkeit von Gewalt. Anders als in vielen Spielen dient die beinahe unerträglich ausgewalzte Gewaltdarstellung hier nicht der Unterhaltung, sondern lässt mich angewidert zurück.

Das hier ist kein überspitztes Mortal Kombat 11, bei dem ich unbedingt jeden Fatality sehen möchte. Im Gegenteil versuche ich nach einiger Zeit sogar, Gewalt zu vermeiden, Gegner zu umgehen. Und wenn ich dann doch entdeckt werde, fluche ich leise, weil ich wieder töten muss. Wieder grausam ein Leben auslösche, das auf den ersten Blick Kanonenfutter sein mag, doch eine Familie haben könnte - Kinder, die später losziehen, ihre Eltern zu rächen, so wie ich mich gerade auf einer Rachemission befinde. Bin ich wirklich der/die Gute in dieser Story? Klingt absurd, nicht wahr? Aber glaubt mir, es ergibt Sinn. Immer wieder wird über Spiele gesagt, sie seien "erwachsen". Wenn ich je ein Spiel erlebt habe, das "erwachsen" ist, dann ist es The Last of Us Part 2. Für mich der wohl wichtigste Titel dieser Konsolengeneration.

Dennis Michel
@DemiG0rgon

Meine Erwartungen an Naughty Dog und The Last of Us Part 2 waren enorm hoch, schließlich zählt der Vorgänger zu meinen liebsten PlayStation-Spielen überhaupt. Es wäre jetzt ein Leichtes von mir zu behaupten, dass Part 2 meine Ansprüche durchweg von Beginn an oder gar in den ersten 10-15 Stunden erfüllt hat. Rein vom Gameplay, der offeneren Spielwelt, der Grafik, dem Audio-Design und dem diversen Cast wurde mir ein Action-Adventure auf absolutem Top-Niveau geboten. Eine klare Steigerung in diesen Punkten zur Reise von Joel und Ellie zu den Fireflys.

Aber eben noch kein Meisterwerk. Und das lag in erster Linie an seiner Geschichte.Ellies intensiver Rachefeldzug war nichts, was ich nicht schon in vielen Spielen und Filmen zuvor erlebt hatte. Zudem kam, dass ich durch das Crafting-System und die damit verbundene Loot-Spirale immer wieder von der Handlung abgelenkt wurde. Ein Kritikpunkt, der bis zum Abspann bestand hat. Doch an einer Stelle, die ich euch nicht näher beschreiben darf und will, hat es Klick gemacht. Klick und The Last of Us 2 formte sich von einem Spiel auf Top-Niveau zu einem schonungslosen Meisterwerk.

Es transformierte sich zu einem Spiel, das ich in der Form auf erzählerischer Ebene noch nie zuvor erlebt hatte. Ein Spiel, das einen mutigen und zugleich brutalen Weg bestreitet. Ähnlich wie Spec Ops: The Line führt mich Part 2 ab einem gewissen Punkt dazu, mein eigenes gewaltsames Handeln zu hinterfragen, lässt mir aber zugleich keine Möglichkeit, davor zurückzuschrecken. Naughty Dog lässt dabei keine Stufe der Gewalt aus und zeichnet ein düsteres Dilemma der Menschheit, das glaubhaft und real wirkt und das Leid der Figuren auf mich als Spieler überträgt. The Last of Us Part 2 ist in vielen Bereich ein sehr gutes Spiel, doch in puncto Storytelling hat es das Genre der Blockbuster-Action-Adventures neu definiert und hoffentlich einen Weg für andere Entwickler geebnet, von dem wir hoffentlich in der kommenden Konsolengeneration noch häufig profitieren werden.

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