Uncharted - Verfilmung soll ein "Anti-Indiana Jones" werden

In einem ausführlichen Gespräch mit Collider verriet Drehbuchautor Joe Carnahan viele Details zur geplanten Uncharted-Verfilmung. Dabei sprach er auch über seine Vorliebe für Indiana Jones und warum er sich Nathan Drake trotzdem ganz anders vorstellt.

von Christopher Krizsak,
02.11.2016 11:45 Uhr

Der Uncharted-Film soll vieles anders machen Der Uncharted-Film soll vieles anders machen

Die Uncharted-Verfilmung nimmt Fahrt auf. Nachdem vor einigen Tagen bekannt wurde, dass der lange Zeit vakant gebliebene Regiestuhl nun vom Stranger Things-Regisseur Shawn Levy besetzt wird, meldet sich Drehbuchautor Joe Carnahan (Smokin' Aces, The A-Team, The Grey) zu Wort. Im Gespräch mit Collider versprach dieser, dass der Film selbst für eingefleischte Fans einige Überraschungen bereithalten wird.

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So soll die Adaption sich nur indirekt auf die Handlung der Spiele beziehen und ansonsten ein eigenständiges Kapitel aus dem Abenteuerleben des Protagonisten Nathan Drake erzählen. Um einen großartigen Film abzuliefern, so Carnahan weiter, müsse man bereit sein, mit den Traditionen zu brechen. Auch sollen einige aus den Spielen bekannte Figuren eine Neuinterpretation erfahren.

"Ich denke, es wird etwas sein müssen, dass die Summe seiner einzelnen Teile übersteigt, wenn du verstehst, was ich meine. Es funktioniert einfach nicht als bloße Übertragung eines Videospiels."

Dabei verglich Carnahan sein Vorhaben mit Watchmen von Zack Snyder. Obwohl er den Film mochte, habe dieser darunter gelitten, dass er dem Ausgangsmaterial stellenweise zu treu geblieben sei. Snyder hätte seiner Meinung nach einen großartigen Film abliefern können, wenn er nicht so sehr darauf geachtet hätte, dass alle Wünsche der Fans erhört werden.

Dennoch vertritt Carnahan die Ansicht, dass auch Spieler der Uncharted-Reihe mit der Verfilmung durchaus zufrieden sein dürften. So sollen wichtige Plot-Elemente wie der Siegelring oder Nathan Drakes Familiengeschichte auf jeden Fall aufgegriffen werden. Auch Sully wird eine entscheidende Rolle spielen.

Über den Regisseur Shawn Levy zeigte sich Joe Carnahan voll des Lobes:

"Shawn ist ein unglaublich kluger, unglaublich geübter, talentierter Typ. Du setzt dich mit ihm fünf Minuten hin und verstehst, warum er so viel Erfolg hat. "

Beide sind große Fans des ersten Indiana Jones-Films Jäger des verlorenen Schatzes, doch schwebe ihnen für die Uncharted-Adaption eine ganz andere Hauptfigur vor:

"Was ich geschrieben habe, ist sehr anti-Indy in dem Sinn, dass dieser Typ Museen liebt und all diese Artefakte bewahren will. Aber er nicht! Er ist ein Dieb und Trickbetrüger, ein Plagegeist. Er und Sully gehören nicht zu den guten Jungs, aber sie sind besser als die bösen Jungs. "

Die beiden haben sich natürlich auch Gedanken über die Besetzung gemacht, und dabei sehr schnell einen Favoriten für die Rolle von Nathan Drake gefunden:

"Shawn und ich haben über ein paar Kerle gesprochen, aber noch ist es sinnlos sie zu nennen, weil wir nicht wissen, wo jeder [bei Beginn der Produktion] sein wird. In einer perfekten Welt wäre es Nolan North! Den würde ich gerne Nathan Drake spielen sehen. Das wäre das perfekte Casting, aber ich weiß nicht. "

Im englischen Original der Uncharted-Spiele leiht Nolan North dem Helden Nathan Drake seine Stimme. Ansonsten kennen Spieler ihn noch als Desmond Miles aus der Assassin's Creed-Reihe sowie in Nebenrollen aus zahlreichen anderen Spielen. Mit seinen 46 Jahren dürfte North allerdings etwas zu alt für die Rolle sein, was Carnahans Vorbehalt erklärt.

Einen genauen Release-Termin hat die Uncharted-Verfilmung noch nicht.

Was haltet ihr von Joe Carnahans Überlegungen zum Uncharted-Film?

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