Unsere Enttäuschungen 2018 - Von diesen Spielen haben wir uns mehr erhofft

Im Jahr 2018 gab es etliche Top-Titel, doch nicht alles Spiele konnten uns überzeugen. Und oft mussten wir feststellen, dass die Titel, auf die wir uns gefreut haben, zu wünschen übrig lassen.

von Redaktion GamePro,
30.12.2018 10:00 Uhr

Das sind unsere Enttäuschungen des Jahres.Das sind unsere Enttäuschungen des Jahres.

Nicht jedes Spiel kann ein Gewinner sein. Manchmal muss das nicht einmal heißen, dass es sich um ein schlechtes Spiel handelt. Manchmal bedeutet es schlicht, dass es uns aus dem ein oder anderen Grund kalt gelassen oder unsere Hoffnungen und Erwartungen nicht erfüllt hat.

Während wir zwar 2018 einige echte Highlights hatten (dazu morgen mehr), gab es auch Spiele, die nicht so waren, wie wir es uns gewünscht hätten. Wir sind daher in uns gegangen und haben je drei Spiele oder Gaming-Momente des Jahres ausgewählt, die uns enttäuscht zurückgelassen haben.

Hannes hatte sich mehr erhofft von Kirby Star Allies

Hannes
@Treibhausaffekt

Ich weiß auch nicht, was ich mir von Kirby Star Allies erhofft hatte. Ich bin seit meiner Kindheit ein großer Fan der pinken Knutschkugel und erinnere mich gern an abgedrehte und charmante Jump'n'Run-Action, die vollgepackt ist mit einsaugbaren Fertigkeiten. Und obwohl das Nintendo Switch-Debüt von Kirby mit dickem Koop-Fokus und schicker Optik daherkam, hat mir etwas gefehlt.

Alles war irgendwie etwas zu simpel, etwas zu geradlinig und etwas zu oberflächlich. Vielleicht bin ich einfach nicht mehr die Zielgruppe von Kirby, aber ich hatte auf einfallsreiches Level-Design und kreative Mechaniken gehofft, wie man sie oft bei neueren Mario-Ablegern sieht. Aber die gab es leider nicht. Kirby Star Allies war bestenfalls in Ordnung und das hat ein bisschen weh getan. War Kirby etwa schon immer so? Nein, Hannes, lass dir nichts erzählen..

Außerdem: Fallout 76, Swords of Ditto

Rae wird noch immer wütend, wenn sie an Detroit: Become Human denkt

Rae
@freakingmuse

Es gibt ja diese beiden Sätze "Ich bin nicht wütend. Ich bin einfach nur enttäuscht." Bei Detroit: Become Human und mir ist es genau anders herum: Ich bin sauer. Enttäuschung reicht hier nicht aus. Meine Wut darüber, was aus der eigentlich tollen Idee gemacht wurde wird nur überschattet von der Wut, die ich verspüre, wenn ich daran denke, wie es mit Kara umgegangen wurde.

Kara, wegen der Detroit überhaupt erst existiert. Kara, die die Hauptfigur hätte sein sollen. Kara, die letztendlich völlig überflüssig für die Geschichte war. Kara, die abseits ihrer emotional manipulativen Mutterrolle keinerlei Existenzberechtigung in den Augen von Quantic Dream hätte. Ich könnte noch ewig weiterschreiben, aber das ist nicht gut für meinen Blutdruck.

Außerdem: Red Dead Online, Monster Hunter World

Ann-Kathrin ist nicht wütend, sondern einfach enttäuscht von Far Cry 5

Ann-Kathrin
@casual_kuhls

Als ich den ersten Teaser-Trailer von Far Cry 5 gesehen habe, war ich total fasziniert! Ein religiöser Kult in Montana? Endzeitpropheten gegen Hillbillies? Das klang meiner Meinung nach großartig!

Und dann war es das irgendwie doch nicht. Klar, Montana ist so wunderschön gemacht, dass ich am liebsten dort Urlaub machen würde. Aber irgendwie konnte mich das Spiel nicht bei der Stange halten, die Story lief mir dann doch zu schematisch ab. Kaum hatte ich in einem Ort genug Unruhe gemacht, wurde ich betäubt, eingesackt und mit einem der irren Geschwister konfrontiert. Ich kam frei, und das gleiche passierte wieder. Und wieder. Und wieder.

Und ich muss sagen, dass mich sehr gestört hat, dass es dort keine Pferde gab. Montana ist für seine Pferde bekannt, es ist der Staat, in dem der Pferdeflüsterer spielt! Da hätte ich schon das ein oder andere Hottehü im Spiel erwartet.

Außerdem: Sea of Thieves, Titan Quest

Kai ist unterwältigt von God of War

Kai
@GamePro_de

Ich liebe, liebe, LIEBE die God of War-Reihe, aber der PS4-Neubeginn ist nicht das, was ich mir unter dem Titel vorstelle. Nennt mich ewiggestrig, aber ich vermisse die schnelle Arcade-Action der früheren Teile und den stets zornigen Spartaner, der alles ohne zu überlegen in Fetzen haut. God of War (2018) ist mir zu lahm, zu unspektakulär, zu gezähmt und tatsächlich bei den Fähigkeiten auch zu überladen. Ich habe es bis heute nicht durchgespielt, weil ich merkte, dass ich mich zwingen musste, weiterzumachen. Und das mag ich nicht. Hashtag: #notmykratos

Außerdem: PlayStation Classic, Neo Geo Mini

Dennis würde gerne ein ernstes Wörtchen mit Frau Croft wechseln


Dennis
@RecaBlog

Was hab ich die ersten beiden Teile der Reboot-Trilogie von Tomb Raider geliebt. Speziell Rise of the Tomb Raider ist im Bereich der Action-Adventures ein absolutes Highlight, das sich vor keinem Abenteuer von Schatzsucher Nathan Drake verstecken muss. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen und um es gleich klarzustellen, Shadow of the Tomb Raider ist kein apokalyptischer Weltuntergang, die Rätselgräber sogar ein echtes Highlight.

Doch abseits davon bietet das Spiel kaum Neuerungen, präsentiert eine zunächst interessante, dann aber stark nachlassende Geschichte (Paititi), ein größtenteils eintöniges Setting und gipfelt in unnötiger Sammelei. Daher meine Bitte zu mehr Mut und Abwechslung für zukünftige Abenteuer, Frau Croft.

Außerdem: Fallout 76, Detroit: Become Human

Für Markus gibt es im Westen zu wenig Neues

Markus
@kargbier

Wie viele, viele Spieler habe ich seit GTA 3 jeden Titel von Rockstar Games durchgespielt. Und jedes Mal war ich begeistert. Von der Spielwelt, von der Story, von den Charakteren, und natürlich auch vom Spiel selbst. Zu großen Teilen gilt das auch für Red Dead Redemption 2. Die Spielwelt ist der Hammer, die Charaktere toll usw. etc. pp.

Aber spielerisch tritt das Teil für mich auf der Stelle wie ein Muli an der Wasserpumpe. Im Grunde mache ich nichts anderes als damals bei GTA 3, nur dass diesmal die Wege deutlich länger sind und ich ein Pferd habe, statt einem Auto. Dazu kommen unausgegorene Spielelemente wie Arthurs Ruf oder der stets übervolle Geldbeutel. Hut ab, Rockstar Games, für diese tolle Spielwelt mit ihren irren Details. Aber beim nächsten mal bitte mehr Mühe ins eigentliche Spiel stecken, statt in schrumpfende Pferdeklöten und Lagerfeuerlieder.

Außerdem: PlayStation Classic, Darksiders 3

Heiko wurde zu Land, zu Wasser und in der Luft enttäuscht

Heiko
@HeikosKlinge

Das erste The Crew mag nicht als Rennspiel-Meilenstein in die Geschichte eingegangen sein, hat bei mir mit den komplett befahrbaren USA aber dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich fand es einfach enorm faszinierend, ohne Ladepause von Miami nach Seattle zu düsen und dabei allerlei Rennspiel-Blödsinn anzustellen.

Und dann kündigte Ubisoft für The Crew 2 neben den Autos noch Boote und Flugzeuge samt eines fliegendes Wechsels zwischen den Untersätzen an - was sollte da noch groß schief gehen? Die ernüchternde Antwort: nahezu alles! Denn was nützt der fliegende Wechsel zwischen Auto, Boot und Flugzeug, wenn er nur in einem Bruchteil der Events zum Einsatz kommt? Und was bringt die nach wie vor gigantische Spielwelt, wenn es keine Gründe gibt, sie zu erkunden, weil ich mich einfach zu jedem Event direkt hinteleportiere?

Dass zum Release wichtige Spielelemente wie PvP-Rennen fehlten und erst nachgeliefert wurden war ebenfalls alles andere als hilfreich. Es würde mich deshalb sehr wundern, wenn The Crew von Ubisoft noch eine dritte Chance bekommt. Schade drum.

Außerdem: Wreckfest, Sea of Thieves

Tobi würde Sea of Thieves gerne kielholen

Tobi
@FrischerVeltin

Ich hatte sie tatsächlich. Die Hoffnung, dass Sea of Thieves wirklich das nächste große Ding des ehemals so strahlenden Entwicklers Rare werden könnte. Schließlich waren die Voraussetzungen außerordentlich gut: Eine große offene Seeräuber-Welt, Multiplayer-Fokus, die Aussicht auf gemeinsame Bootstouren, Seeschlachten und Schatzsuchen, da malte ich mir im Vorfeld der Veröffentlichung richtig coole virtuelle Abenteuer aus.

Und Spaß hatte ich mit Sea of Thieves anfangs auch, nicht nur wegen des phänomenal gut aussehenden Wassers. Doch die Fassade des vemeintlichen Piratensandkastens bröckelte schnell, als klar wurde, dass es bis auf ein paar sich immer wiederholende Aktivitäten schlicht nichts in dieser schicken Welt zu tun gibt. Content-technisch wurde mittlerweile zwar nachgebessert, das ändert aber nichts daran, dass Sea of Thieves meine Enttäuschung 2018 ist.

Außerdem: The Crew 2, Metal Gear Survive

Linda schummelt und ist von keinem Spiel, sondern von einem Genre enttäuscht

Linds
@lindalomaniac

2018 wird für mich als das Jahr der nicht vorhandenen Konsolen-Rollenspiele in die Geschichte eingehen. Mit Monster Hunter World, Octopath Traveler oder Dragon Quest 11 gab es natürlich eine Handvoll richtig guter (J)RPGs - aber nichts Spannendes für mich.

Dem JRPG-Genre bin ich zwar grundsätzlich nicht abgeneigt, aber ich bin dann eben doch zu wählerisch. Mittlerweile reizen mich westliche RPGs wesentlich mehr, und als Fan von The Witcher 3 und Skyrim habe ich dieses Jahr ein großes westliches Singleplayer-Open World-Abenteuer mit komplexen RPG-Mechaniken auf der Konsole schmerzlich vermisst.

2019 verspricht aber Rettung: Mit The Outer Worlds kommt das neue Obsidian-Projekt auf uns zu, dass mir genau die Rollenspielerfahrung verspricht, nach der ich mich sehne.

Spiele-Enttäuschungen: Fallout 76, Red Dead Online-Beta (bis jetzt)


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