Bei der Entwicklung von Assassin's Creed 4: Black Flag stand Ubisoft damals vor einem Problem: Die Gegenwartshandlung rund um Desmond Miles war mit Teil 3 abgeschlossen. Irgendwie sollte die Rahmenhandlung, die all die verschiedenen Assassinen und Settings durch den Animus verknüpft, aber erhalten bleiben. Das Ergebnis waren kontrovers ausgenommene Abschnitte, die für das Remake AC Black Flag Resnyced nun über Bord geworfen wurden. Dafür haben sich die Entwickler*innen aber etwas Neues ausgedacht.
Die meisten Black Flag-Spieler*innen wollten schnell raus aus dem Abstergo-Office
Die Modern Day-Story der AC-Spiele spaltet die Community seit jeher. Die einen lieben es, die anderen hassen es, wenn wir aus dem Animus steigen und so eine Pause von der historischen Geschichte machen, um die Verknüpfungen davon in der Gegenwart zu erforschen. Es gehört erzählerisch eigentlich fest dazu, da wir die Assassinen nur durch die Erinnerungen im Animus erleben, aber es unterbricht eben auch das eigentliche Geschehen.
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Assassin’s Creed Black Flag Resynced im Direktvergleich: So viel hat sich seit dem Original getan!
Im Fall von Black Flag störten sich viele an den namen- und gesichtslosen Mitarbeiter von Abstergo Entertainment, der durch sterile Büroräume rennt und quasi "Hausaufgaben" erledigen muss – ein immersiver und langweiliger Bruch. In erster Linie war das etwas für eingefleischte Fans, die auf Lore-Futter aus sind.
Je nachdem, wie ihr zu der Gegenwarts-Geschichte der Reihe steht – insbesondere zu der aus Teil 4 –, haben wir eine gute oder eben schlechte Nachricht für euch: Die Modern Day-Abschnitte, wie wir sie aus Black Flag kennen, wird es so nicht im Remake geben. Dafür soll es alternativen, völlig neuen Content geben: die sogenannten Rifts (Risse).
Optionale Rifts statt klassischer Modern Day-Story
Während eines Anspielevents konnte ich leider keinen dieser Rifts entdecken. Wie sie im Detail funktionieren, kann ich euch also noch nicht sagen. In einem Interview hat Game Director Richard Knight mir aber mehr darüber erzählt.
Es gibt die sogenannten Risse (Rifts), die wir in der Open Welt entdecken können, wenn wir das denn wollen. Denn sie sind komplett optional. In diesen Rifts erwarten uns dann 'Was-wäre-wenn'-Abschnitte:
"Wir haben also diese Risse, die eine Art kleine „Was-wäre-wenn“-Geschichten sind, während du darin bist – was wäre, wenn Edward oder einer seiner Freunde eine andere Entscheidung getroffen hätte und wie hätte das die Dinge beeinflusst?"
In einem Interview zwischen GameStar und Ubisoft war auch von informativen Texten (z.B. Mails) und Cinematic-Clips die Rede. Ob wir aber in den Rifts selbst aktiv werden, also selbst steuern, wird sich noch zeigen müssen. So oder so sollen wir durch die Rifts mehr über Edward erfahren, als es noch im Original der Fall war.
Richard Knight denkt übrigens, dass einige Fans diese Änderung sicher kritisieren werden. Für das Entwicklerteam ergab es aber einfach mehr Sinn, hier einen neuen Weg einzuschlagen. Resynced sei zwar ein Remake, aber eben auch "das nächste AC", was für ihn auch bedeutet, die Gegenwartshandlung fortzuführen:
"Wir wussten schon früh, dass wir, um künftig Teil dieser Kontinuität zu sein, etwas von der Gegenwarts-Handlung fortführen müssen, die Shadows hat. Und wir wollten auch, dass es etwas ist, das mit Edwards Geschichte verbunden ist. Denn wenn es nicht mit Edwards Geschichte verbunden ist, warum machen wir es dann? Also wollten wir diese beiden Dinge. Wir wussten schon früh, dass es für uns keinen Sinn macht, Desmonds Storyline irgendwo im Nirgendwo fortzusetzen."
Ein bisschen erinnert das an die Rift aus Assassin's Creed Shadows. Das ist kein Zufall, da Ubisoft sich bewusst an dem letzten Ableger orientiert hat, um Resynced modern zurückzubringen. Der Animus Hub mit seinen Projekten und anderen optionalen Inhalten wird daher ebenfalls vom Remake unterstützt.
Damit ersetzt Ubisoft also den "Abstergo-Büro-Walking-Simulator" durch kleine, neue Inhalte. Ob das eine gute oder schlechte Nachricht für euch ist, hängt mit von euch ab, aber in jedem Fall bringt es Abwechslung rein.
Aber was denkt ihr darüber? Ist das ein guter Kompromiss für AC Black Flag Resynced? Oder hättet ihr euch die alten Modern Day-Abschnitte zurückgewünscht, eventuell etwas angepasst?
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