Pearl Abyss hat es in kürzester Zeit geschafft, das Spielerlebnis in Crimson Desert enorm zu verbessern – und damit hat sich auch die allgemeine Meinung zum Open World-Titel verschoben.
Gab es anfangs viel Kritik für fehlende Features, beziehungsweise ungenutztes Potenzial, hat der südkoreanische Entwickler in Rekordzeit mit einem Patch nach dem anderen nachgebessert. PR und Marketing Director Will Powers erklärt das Vorgehen dabei in einem Interview näher.
Pearl Abyss ist es wichtig, auf Community-Feedback zu hören
Powers hat mit der Washington Post gesprochen, wobei unter anderem auch der regelmäßige Patch-Support aufkam. Dabei stellte er klar, dass das Feedback der Fans an erster Stelle steht und das Team daher erst mal keine klassische, langfristige Roadmap für Updates zementieren wollte.
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Powers erklärt:
Alles, was Patches und Content angeht, haben wir in Echtzeit auf der Basis von Feedback angepasst. Wenn du eine Roadmap festlegst, gehst du von Annahmen aus. Wir legen uns nicht auf Annahmen fest, bei dem, was die Spieler wollen.
Genau der Ansatz hat sich bislang auch bemerkbar gemacht und für Pearl Abyss voll ausgezahlt. 84% der weltweiten Bewertungen auf Steam fallen inzwischen positiv aus, während es zu Release noch ganz anders aussah. Lob gab's auch schon von Kollege Stephan:
Pläne für die Updates hat der Entwickler zwar trotzdem vorab geteilt, aber dabei handelte es sich eben im Gegensatz zu klassischen Roadmaps um eine kurzfristige Planung, die von der Community gewünschte Features beinhaltet.
Darunter waren beispielsweise Schwierigkeitsgrade oder mehr Endgame-Inhalte für alle, die die Map bereits leergeräumt hatten sowie zahlreiche Quality of Life-Features. Über die Bereitschaft, Community-Feedback direkt ins Spiel aufzunehmen, sagt Powers:
Wir sind nicht so streng und sagen, dass Ideen, die nicht von uns sind, nicht im Spiel sein können. Ich glaube, [andere Unternehmen sind] oft zu sehr Ego-gesteuert, um die Ideen anderer zu akzeptieren. Das ist fast Silicon Valley-mäßig. Eine gute Idee kann von überall her kommen.
Laut Powers hat Crimson Desert von Black Desert Online profitiert
Auch das Thema der schnellen Umsetzung, beziehungsweise die Bedenken, dass Pearl Abyss auf Crunch setzt, um Patches derart flott rausfeuern zu können, kommt auf. Powers sagt dazu, dass Letzteres nicht der Fall sei und erinnert an den Vorgängertitel Black Desert Online.
Das MMO habe im ersten Jahr Updates im wöchentlichen Rhythmus erhalten. Obwohl aus Crimson Desert letztendlich eine Singleplayer-Erfahrung wurde, setzt der Entwickler hier auf eine ähnliche Strategie. In unserem Ticker könnt ihr noch mal nachlesen, was sich bei Crimson Desert alles seit Release getan hat:
Letztendlich lässt sich die PR-Aussage natürlich nicht so leicht überprüfen. Zumindest ist aber durchaus plausibel, dass Pearl Abyss genug Erfahrung im Live-Service-Bereich mitbringt und damit bereits langfristig geplant hat.
Was haltet ihr von der Update-Strategie des Entwicklers? Welche Features aus den Patches machen für euch einen Unterschied und welche vermisst ihr noch?
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