In Crimson Desert will ich viel lieber mit Damiane und Oongka losziehen, aber das Spiel kettet mich an Kliff - und verschenkt dabei großartige Möglichkeiten

In Crimson Desert können wir neben Kliff auch Damiane und Oongka spielen. Samara hatte sich darauf gefreut, ist jetzt aber aus gutem Grund doch fast nur mit Kliff unterwegs.

Durch Oongka und Damiane könnte das Spiel noch viel besser werden, wenn sie nur auch mal mitmischen dürften. Durch Oongka und Damiane könnte das Spiel noch viel besser werden, wenn sie nur auch mal mitmischen dürften.

Als ich im Vorfeld des Releases erfahren habe, dass ich in Crimson Desert neben Kliff noch zwei weitere Charaktere spielen kann, bin ich aus allen Wolken gefallen. Schließlich war lange Zeit stets nur der Kämpfer mit der blauen Gesichtsbemalung zu sehen.

Auf die beiden zusätzlichen Figuren habe ich mich auch sofort gefreut, da ich mehr Auswahl immer schätze und mir die Demeniss-Adlige Damiane und der Ork Oongka sogar spannender vorkamen als Kliff. Jetzt bin ich aber schon rund 60 Stunden fast nur mit Letzterem unterwegs, weil mir das Spiel andernfalls ständig Steine in den Weg legt.

Samara Summer
Samara Summer

Samara hat dann Spaß mit Open World-Spielen, wenn spannende Geheimnisse an jeder Ecke warten -und wenn sie diese erkunden darf, ohne zu sehr an die Hand genommen zu werden. Auf Crimson Desert trifft das zu. Liebend gerne würde sie aber mehr davon mit Damiane und Oongka erkunden, aber darauf ist das Spiel einfach nicht ausgelegt.

Ich dachte, jetzt spiele ich nur noch Damiane, hab es aber sofort wieder sein lassen

In Kapitel 3 darf ich beim Aufbau des Camps von Kliffs Graumähnen-Truppe erstmals Damiane spielen und war auf Anhieb begeistert. Im Gegensatz zu Kliff, der sich eher wie ein behäbiger Traktor steuert, ist sie nämlich super agil, was meinem Spielstil entgegenkommt und besser zum hohen Tempo einiger Bosse passt.

Auch davon abgesehen hoffte ich auf etwas Abwechslung, da Kliff als Charakter ganz schön blass bleibt. Schnell habe ich aber gemerkt, dass Damiane da auch keine Abhilfe schafft, weil sie wirklich nur in ganz bestimmten und rar gesäten eigenen Missionen gut integriert ist.

Die Hauptgeschichte bleibt ohnehin fast ausschließlich Kliff vorbehalten, grundsätzlich kann ich aber meistens mit Damiane losreiten, erkunden und Nebenmissionen absolvieren. Allerdings bin ich dabei sehr schnell und häufig an Grenzen gestoßen. 

So kann sie beispielsweise nicht mit bestimmten NPCs reden und viele Hindernisse in der Spielwelt bleiben für sie unüberwindbar.Ihr fehlen nämlich Kliffs spezielle Kräfte, die an manchen Stellen nützlich, an anderen sogar unverzichtbar sind. Unter anderem kann sie nicht mit der Kraftfaust auf Dinge eindreschen und allein deswegen einige Rätsel gar nicht lösen.

Video starten 0:19 Wir zeigen euch, wie ihr in Crimson Desert mit dem Pferd driftet - und auch, wie ihr es nicht machen solltet!

War ich also mit Damiane unterwegs, wurde ich ständig ausgebremst und musste doch wieder zu Kliff wechseln. Der stand dann auch noch sonstwo in der Gegend herum, sodass ich erneut zu meinem Zielort latschen oder reiten musste. 

Das war so umständlich, dass ich Damiane ganz schnell komplett links liegen gelassen habe. In der Geschichte wird sie überhaupt erst ab Kapitel 8 richtig relevant. Oongka ist bei mir aktuell, in der Mitte von Kapitel 6, noch nicht einmal zur Stelle.

Auch als Companions bleiben die beiden völlig unter ihren Möglichkeiten

Nachdem ich es aufgegeben hatte, Damiane selbst zu spielen, wollte ich sie zumindest via Companion-Feature mitnehmen. Dank dem kann ich sie alternativ zumindest an Kliffs Seite rufen. Sie reitet dann KI-gesteuert mit und prügelt sogar auf Gegner ein. 

Aber auch das habe ich inzwischen komplett aufgegeben. In allen Storymissionen und auch einigen Nebenmissionen verschwindet die flinke Kämpferin nämlich einfach. Und auch wenn ich sie später erneut rufe, ist sie meist nicht sofort da, da sie erst mal zum nächsten angesteuerten Punkt reisen muss. 

Ich finde, dass in beiden Komponenten richtig viel verschenktes Potenzial steckt, also sowohl beim Spielen der anderen Charaktere, als auch in den gemeinsamen Ausflügen. Mit Damiane und Oongka ganz andere Kampfstile zu nutzen, könnte Bosskämpfen eine neue Dimension verleihen.

Und auch das Companion-Feature könnte viele Vorteile haben, wenn es für mehr oder gar alle Missionen funktionieren würde. Generell vermittelt es mir gemütliche Vibes, nicht alleine, sondern mit einer Party zu erkunden. Darüber hinaus hätte Pearl Abyss es sich womöglich sogar sparen können, einige Bosse zu nerfen, wenn Damiane und Oongka optional als schlagkräftige Unterstützung verfügbar wären. So wäre die Schwierigkeit dann auch gleich anpassbar.

Wenn Kliff dann noch ab und an mit seinen Gefährt*innen auf dem Weg plaudern würde, würde das den gemeinsamen Missionen das Sahnehäubchen aufsetzen. Schließlich könnte ihm das mehr Charakter verleihen.

Ich bin gespannt, ob Pearl Abyss Damiane und Oongka in künftigen Updates mehr Möglichkeiten gibt. Immerhin hört der Entwickler auf Communitywünsche und hat beispielsweise in Rekordgeschwindigkeit legendäre dauerhafte Mounts nachgeliefert. 

Aktuell wirken die beiden Zusatz-Charaktere aber noch ein bisschen lieblos draufgeklatscht, wie um einfach noch ein zusätzliches Feature zu bieten. Und das ist richtig schade bei allem, was mit den beiden möglich wäre.

Spielt ihr regelmäßig die anderen Figuren oder bleibt ihr auch lieber gleich bei Kliff?


Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GamePro
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.