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Fazit: God of War im Test - Gott sei Dank generalüberholt

Fazit der Redaktion

Ann Kathrin Kuhls

Ann-Kathrin Kuhls
(@casual_kuhls)

Ich war großer Fan der God of War-Reihe. Ich schreibe "war", weil Ascension mich damals einfach nicht überzeugt hat. Das Spielprinzip war zwar immer noch super, aber ich kannte alles schon von früher. Griechische Götter, wütender Kratos, riesige Gegner, zwei Chaosklingen und sehr viele Truhen. Das wars. Der erste Trailer zum neuen God of War hat mich dann aber wirklich neugierig gemacht. Skandinavien, ein neues Kampfsystem und ein Sohn? Das wollte ich mir unbedingt ansehen.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Welten sind wunderschön, das Kampfsystem macht durchgehend Spaß, und die Geschichte bleibt spannend. Mir hat jede Figur gefallen, die ich getroffen habe. Es gibt einen tollen Bösewicht, Atreus mag ich lieber als die meisten Kinder morgens in der U-Bahn, und Kratos ist einfach Kratos. Einsilbig, badass, aber jetzt eben auch Papa.

Ich kann Feinden den Schädel zerquetschen, gleichzeitig bekomme ich aber auch eine wirklich spannende Geschichte über die skandinavischen Götter, Rache, Vergebung sowie über Kratos und Atreus selbst. Übrigens mit ein paar Twists am Ende, die ich nicht vorausgesehen hätte, aber die verrate ich natürlich nicht.

Hannes Rossow

Hannes Rossow
(@Treibhausaffekt)


God of War ist nicht mehr das, was es einmal war, und das ist auch gut so. Das große Comeback von Kratos sieht manchmal zwar noch aus wie zu besten Hack&Slay-Zeiten, doch wenn es um das eigentliche Spielgefühl geht, hat sich das Franchise gleich bei mehreren Videospieltrends der Moderne bedient. Hier ein bisschen Naughty Dog, dort ein bisschen Open World-Feeling und dann natürlich noch Crafting und Loot-Spiralen. Es muss ein Werk der Götter sein, dass am Ende alles so wunderbar ineinander passt.

Ich hätte nicht erwartet, dass in God of War derart viel zu tun ist. Die ohnehin schon umfangreiche Kampagne, in der wir einen verletzlichen, melancholischen Kratos (schon wieder) einen mystischen Berg hinauf scheuchen, wird durch zahlreiche Nebenaufgaben, Schatzsuchen und Collectible-Jagden angereichert. Und ich würde nicht einen Schritt in den nächsten Abschnitt der Hauptmission wagen, wenn ich nicht sicher wäre, die Spielwelt vollständig erkundet und alle Geheimnisse entdeckt zu haben.

Die nordische Mythologie ist zwar im God of War-Kontext noch echtes Neuland, aber in der allgemeinen Popkultur werden wir immer mal wieder mit Odin, Thor, Walküren, Walhalla und Co. konfrontiert. Doch kein anderes Spiel zuvor hat mich derart tief in die Sagen, Götter-Verwandtschaften und Verästelungen des Yggdrasil-Baums hineingezogen. God of War ist reichhaltig, emotional, wunderschön und letztlich dann doch noch so brutal und chaotisch wie die Vorgänger. Ein Singleplayer-Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

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