Die Arc Raiders Community ist so außergewöhnlich, dass ein Kriminologe Entwickler Embark kontaktiert hat, um darüber zu reden

Dass die Arc Raiders Community derart friedliebend ist, hat nicht nur das Entwicklerteam überrascht, sondern sorgt auch abseits der Gamingwelt für Aufsehen.

Die Raiders sind erstaunlich friedliebend und das überrascht nicht nur das Studio. Die Raiders sind erstaunlich friedliebend und das überrascht nicht nur das Studio.

Geschichten darüber, dass Spielende in Koop-Matches trollen und sich nicht kollegial verhalten, gibt es wie Sand am Meer. Der Extraction-Shooter Arc Raiders sorgt aber seit Release mit dem genauen Gegenteil für Aufsehen: Wer sich in die gefährliche, Robo-verseuchte Welt stürzt, soll es eigentlich nicht nur mit Killermaschinen, sondern auch mit anderen Fans aufnehmen. Nur, dass die sich meist lieber zusammentun und sich gegenseitig helfen – oder auch mal eine Party feiern.

Die Verhaltensweise der Arc Raiders-Community ist so besonders, dass Forschende aufmerksam werden

Auch für Entwicklerteam Embark war das Verhalten der Community eine Überraschung, und zwar eine positive, wie sie deutlich klarstellen. Aber das Phänomen hat längst weit größere Wellen geschlagen. Die Entwickler berichten jetzt darüber, dass sogar Forschende beim ihnen anklopfen, um mehr darüber herauszufinden.

Video starten 1:06:34 ARC Raiders hat die besten Videospiel-Storys, die nie geschrieben wurden

Executive Producer Aleksander Grøndal berichtet dem Guardian, dass er kürzlich von einem Kriminologen (einem Forscher, der sich mit Kriminalität und Prävention befasst) kontaktiert wurde und verrät, dieser war "wirklich fasziniert davon, wie Spieler miteinander interagieren".

Wir haben nachgehakt, wie das Gespräch mit dem Kriminologen verlaufen ist und werden es euch wissen lassen, falls wir weitere Details von den Devs in Erfahrung bringen können.

Arc Raiders scheint sich mehr und mehr zu einem sozialen Experiment zu mausern. Patrick Söderlund, der CEO von Embark, wurde auch bereits von einem Freund, der Neurologie-Professor ist, auf die Community angesprochen. Bei ihrem Gespräch ging es darum, was wir von der unerwartet friedlichen Spielerschaft über menschliche Verhaltensweisen lernen können.

Die Entwickler haben dann auch gleich eine sehr schöne Erklärung für das Phänomen parat:

Ich glaube, die Menschen suchen Kontakt zu anderen Spielern, und vielleicht ist das in der realen Welt nicht mehr so einfach, weil alle ständig mit ihren Mobiltelefonen beschäftigt sind. Vielleicht haben wir ganz zufällig einen Ort geschaffen, an dem Menschen sich miteinander verbinden können.

Grøndal glaubt zudem, dass die Sessions mit zufällligen Mitspieler*innen eine besonders gute Möglichkeit für Kontakt ohne eine zu große Erwartungshaltung bieten. Wir haben übrigens bereits mehrfach darüber berichtet, was die Community im Spiel so anstellt, anstatt sich einfach nur über den Haufen zu ballern:

Natürlich gibt es aber trotz der vielen friedlichen Interaktionen trotzdem auch in Arc Raiders eine Playerbase, die sehr wohl Interesse an PvP hat. Grundsätzlich nutzen viele Fans auch den Voice Chat, um ihre Absichten deutlich zu machen, wenn sie friedlich spielen wollen. Personen, die alleine unterwegs sind, ballern weit seltener schon bei Sichtkontakt los, als es bei solchen der Fall ist, die schon in Gruppen losziehen.

Zockt ihr selbst Arc Raiders? Und wenn ja, wie war euer Spielerelebnis bisher?


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