Ein Mass Effect-Spiel mit 'Han Solo'-Flair war für den Nintendo DS geplant

Der ehemalige BioWare-Producer Mark Darrah hat mit MinnMax über ein geplantes Mass Effect-Spin-Off für den Nintendo DS gesprochen und erklärt, warum daraus nichts wurde.

von Samara Summer,
02.07.2021 14:08 Uhr

Das Mass Effect-Spin-Off auf dem DS hätte sich von den Teilen der Hauptreihe stark unterschieden. Das Mass Effect-Spin-Off auf dem DS hätte sich von den Teilen der Hauptreihe stark unterschieden.

Mark Darrah, ein ehemaliger BioWare-Producer, hat in einem Interview mit MinnMax verraten, dass das Studio an einem Spiel namens Mass Effect: Corsair gearbeitet hat. Der Titel sollte ein Raumfahrt-Game mit Ego-Perspektive sowie einem Han Solo-mäßigen Protagonisten werden und auf dem Nintendo DS erscheinen. Wie sollte dieses Spiel aussehen und warum hat es nie das Licht der Welt erblickt?

So hätte das Nintendo DS-Mass Effect aussehen sollen

Darum geht es genau: Mark Darrah, ehemals Producer bei BioWare, erzählte in einem Interview auf dem YouTube-Kanal MinnMax von einem gescheiterten Projekt des Entwicklers.

Es handelte sich dabei um ein Mass Effect-Spin-Off für den Nintendo DS. Mass Effect: Corsair sollte ein Raumfahrt-Spiel mit Ego-Perspektive werden.

Über den Charakter, den wir gespielt hätten, verrät Darrah:

"Man wäre unabhängig gewesen. Man wäre eher ein Han Solo-Charakter gewesen, kein Spectre."

Wir wären laut dem Entwickler mit unserem Schiff in den gesetzlosen und noch nicht voll erforschten Regionen der Galaxie unterwegs gewesen, hätten Fracht eingesammelt, erkundet und der menschlichen Allianz Informationen verkauft. Die Entwicklung sei allerdings noch in einem frühen Stadium gewesen, als das Projekt scheiterte, erklärt der ehemalige BioWare-Mitarbeiter.

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Auf dem DS hätte uns eine Art Han Solo statt Shepard erwartet. Auf dem DS hätte uns eine Art Han Solo statt Shepard erwartet.

Daran scheiterte das Projekt

Als großen Stolperstein für das Projekt nennt Darrah die geringe Gewinnspanne bei Nintendo DS-Spielen. Grund dafür sind die hohen Kosten für Cartridges. Der Entwickler nennt einen Preis von rund 10 US-Dollar für eine Cartridge, bei einem Retail-Preis von 30 US-Dollar für Spiele.

Zudem sagte der Publisher Electronic Art voraus, dass sich die Verkaufszahlen auf nur etwa 50.000 Kopien belaufen würden. Daraus ergab sich laut Darrah ein zu niedriges Budget für die Entwicklung. Darrah berichtet, dass das Projekt deshalb aufgegeben und das Team abgezogen, um am Mobile-Game Mass Effect Infiltrator zu arbeiten.

Übrigens arbeitete auch BioWare Montreal, das Team, das letztendlich Hauptentwickler von Mass Effect Andromeda wurde, an einem Spin-Off, das eingestellt wurde. Das Spiel hatte den Codenamen Mass Effect: Team Assault.

Hättet ihr gerne eine Art Han Solo im Mass Effect-Universum gespielt?

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