Pokémon-Spiele sorgen seit Jahren für Diskussionen: technisch angestaubt, spielerisch oft konservativ – und trotzdem ein garantierter Verkaufsschlager. Die aktuellen Verkaufszahlen von Nintendo zeigen nun erneut, wie groß die Kluft zwischen öffentlicher Kritik und kommerziellem Erfolg wirklich ist.
Viel Kritik und doch ein Hit
Laut Nintendos Finanzbericht hat sich Pokémon Legends: Z-A inzwischen über 12 Millionen Mal verkauft. Rund 8,4 Millionen Einheiten entfallen auf die Switch-Version, weitere knapp 3,9 Millionen auf die Switch-2-Edition.
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Das ist bemerkenswert, denn Pokémon Z-A stand zum Release stark in der Kritik. Fans monierten vor allem die technische Präsentation, die vergleichsweise einfache Open World und das Gefühl, dass Nintendo trotz neuer Ideen nicht weit genug geht.
Die Verkaufszahlen erzählen jedoch eine andere Geschichte: Pokémon bleibt eine der stärksten Marken der Spieleindustrie – unabhängig davon, wie laut die Diskussionen rund um Qualität und Innovation ausfallen.
Kritikerliebling, aber eben nicht für alle
Ganz anders fällt der Vergleich mit Clair Obscur: Expedition 33 aus. Das Rollenspiel wurde von Presse und Community gefeiert, räumte zahlreiche Auszeichnungen ab und gilt für viele als eines der besten Spiele des letzten Jahres. Trotzdem liegt der Titel mit rund fünf Millionen Verkäufen – was immer noch beeindruckend ist – deutlich hinter Pokémon Z-A, obwohl er spielerisch und atmosphärisch deutlich mehr Lob erhält.
Das wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich, ist es aber nicht. Clair Obscur ist eine neue Marke mit klarer künstlerischer Ausrichtung und höherer Einstiegshürde. Pokémon hingegen erreicht ein riesiges Publikum, spricht mehrere Generationen an und ist für viele Spieler ein fester Begleiter – Kritik hin oder her.
Eine Marke mit eigener Logik
Der Vergleich zeigt vor allem eines: Pokémon folgt eigenen Marktregeln. Die Marke ist so etabliert, dass sie auch dann enorme Verkaufszahlen erzielt, wenn die öffentliche Diskussion kritisch ausfällt. Für viele Spieler gehört ein neues Pokémon schlicht zum Jahresrhythmus dazu.
Gleichzeitig ist gut möglich, dass die lautstarke Kritik vor allem einen Teil der Community widerspiegelt. Ein großer Teil der Spielerschaft scheint mit den Titeln zufrieden zu sein – sonst ließen sich diese Zahlen kaum erklären.
Haltet ihr die Kritik an Legenden: Z-A für übertrieben?
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