Bereits vor dem Launch der PS5 Pro hat Sony angekündigt, dass der exklusive KI-Upscaler der Konsole namens PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR) ähnlich wie die Konkurrenz aus dem Hause Nvidia und AMD kontinuierlich verbessert wird.
Seitdem gab es immer wieder Anzeichen, dass es 2026, also knapp ein Jahr nach dem Release des Mid-Gen-Refreshs, ein erstes großes Upgrade geben wird. Und das steht jetzt kurz vor der Tür beziehungsweise könnt ihr es schon ab heute unter die Lupe nehmen.
PSSR 2 soll vollumfänglich im März an den Start gehen
In einem Blog-Posting hat Sony ein PSSR-Upgrade im Zuge eines kommenden Firmware-Updates in Aussicht gestellt. Zur Erinnerung: Die KI-basierte Technik skaliert Spiele, die in niedriger Auflösung gerendert werden, auf bis zu 8K hoch. PSSR lässt sie also schärfer erscheinen, obwohl eigentlich viel weniger Pixel berechnet werden.
Die neue Version sei laut Sony aus einer 'Project Amethyst' genannten Kooperation mit AMD heraus entstanden, genau wie FSR 4 auf dem PC. Im März soll das System-Update erscheinen und dann ein neue Option in den Bildschirmeinstellungen hinzufügen: Enhance PSSR Image Quality
Den Slider wird es wohl geben, um die Kompatibilität zu älteren Spielen zu gewährleisten, da es zu störenden Bildartefakten kommen könnte.
Es werden aber nicht alle Spiele von dem Upgrade profitieren: Laut Sony müssen bisher mit PSSR erschienene Titel auf das neue Modell aktualisiert werden. Welche darunter fallen, wird aber nicht verraten.
Ein Spiel hat offenbar schon jetzt PSSR 2 erhalten
Im Zuge des Resident Evil Requiem-Release gab es jede Menge Verwirrung um den verwendeten Upscaling-Algorithmus. Und das wohl aus gutem Grund: Niemand hat geahnt, dass Capcom einfach mal klammheimlich die komplett neue PSSR-Version einbauen würde.
Laut dem Blog-Eintrag wurde das aber offenbar gemacht. Resi 9 wird als erstes Spiel mit dem PSSR-Upgrade genannt und das erklärt dann auch, weshalb der Horror-Titel, trotz einer eigentlich sehr niedrigen Auflösung von 1080p, so angenehm scharf aussieht.
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Resident Evil Requiem: Leon kehrt im TGA-Trailer zurück
Im Blog-Post sind auch zwei Vergleichsbilder zu sehen, die den Unterschied deutlich machen. Die Haarsträhnen von Grace lösen viel feiner auf und verschwimmen nicht zu einer matschigen Masse:
Vor allem die Haare erhalten mit dem neuen PSSR mehr details, aber auch Grace' Wimpern und Augenbrauen zeichnen sich besser erkennbar ab. (Die Bild wurde von uns aufgehellt, damit die Unterschiede besser erkennbar sind.)
PSSR 2 könnte nicht alle Probleme der Vorgänger-Version fixen
PSSR1 liefert zwar ebenfalls sehr scharfe Bilder, kam aber nicht mit allen Effekten in Spielen zurecht. Bei Schatten konnte es zu schimmernden Skalierungsartefakten kommen, insbesondere wenn sie via Ray-Tracing erzeugt wurden, wie hier in Dragon's Dogma 2:
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Schatten flimmern in Städten von Dragon's Dogma 2 mit PSSR zum Teil sehr stark
Wie sieht das bei PSSR 2 aus? Requiem ist ein nahezu stockfinsteres Spiel mit Ray-Tracing-Spiegelungen sowie einer Beleuchtung, die ebenfalls um die aufwendige Lichttechnik erweitert wurde. Und uns sind beim Spielen auch nur wenige störende Bildartefakte aufgefallen, die auf den KI-Skalierer schließen lassen.
Etwa bei diesen Vorhängen, die am linken Rand des Bildausschnitts zu flimmern beginnen:
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Im PS5 Pro-RT-Modus weisen einige Schatten in Resident Evil Requiem ein Schimmern auf
Zudem ist uns bei nahen Metallobjekten ein Ghosting-Effekt ins Auge gesprungen. Hier erkennt ihr beispielsweise die Silhouette des Revolvers in der Metallstrebe und am Griff:
So ganz hat Sony die Technik also noch nicht in den Griff bekommen, zumindest sofern sie denn definitiv schon in Requiem enthalten ist. Um wirklich sicher zu gehen, haben wir bei dem Konsolenhersteller noch einmal nachgefragt, warten derzeit aber noch auf eine Antwort.
Was erwartet ihr von der neuen PSSR-Version? Ist das Feature für euch überhaupt ein wichtiger Kaufgrund für die PS5 Pro?
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