Fazit der Redaktion
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@aldred.bsky.social
Returnal gehört ohne Zweifel zu meinen liebsten Spielen aus der PS5-Generation und hat mich damals zum Release komplett kalt erwischt und förmlich weggeblasen. Ich konnte wirklich nicht genug von den dynamischen und aufreibenden Ballereien bekommen und habe mich über jeden einzelnen neuen Run mit Selene gefreut.
Saros hatte es bei mir deshalb anfangs schwer. Es dauerte ein paar Stunden, bis ich warm wurde, denn weder der neue Hauptcharakter, noch die Story zündeten sofort und der Schild als eine der neuen Kernmechaniken erforderte ein umfangreiches Umdenken in den Kämpfen.
Aber was soll ich sagen. Als es etwas später Klick gemacht hat, stellte sich die bekannte Begeisterung ein und Housemarque hat es tatsächlich geschafft, das Gameplay mit den neuen Mechaniken auf ein neues Level zu hieven.
Wenn alles ineinandergreift, entsteht ein Flow, der sich beim Spielen wie ein Rausch anfühlt. In Höchstgeschwindigkeit geht es durch die Level, während Adrenalin und Dopamin eine wilde Party in meinem Kopf feiern.
Letztlich hat mich auch die Story überzeugt – ich grüble sogar Stunden nach dem Abspann noch darüber nach – auch wenn sie für mich nicht ganz an die des Vorgängers heranreicht. Dafür punktet sie mit mutigen Themen und einigen Überraschungen.
Bei der Progression bin ich jedoch nicht restlos glücklich. Zwar sind die kurzen Runs ein Segen, doch die Meta-Upgrades fühlen sich oft zu belanglos an. Hier hätte ich mir mehr spürbare Belohnungen für den digitalen Tod gewünscht.
Trotzdem: Saros ist ein Action-Feuerwerk, das mehr Glückshormone ausschüttet als ein Kilo Schokolade. Wenn euch das Core-Gameplay packt, ist es egal, ob ihr 10 oder 100 Mal ins Gras beißt – ihr werdet (fast) jede Sekunde genießen.
Wenn ihr jedoch wenig Frusttoleranz besitzt und Wiederholungen hasst, werden euch auch die Story und die Panzermatrix nicht bekehren. Dann ist Saros schlicht kein Spiel für euch.
Dennis Müller
@demig0rgon.bsky.social
Nachdem mich das bockschwere Returnal bereits nach wenigen Stunden ausgespuckt hat wie einen nassen Lappen, war Saros etwas netter zu mir – wobei die Betonung hier klar auf "etwas" liegt.
Denn so rund sich die Runs spielen und so sehr die Action wortwörtlich ballert, ist das Roguelite über weite Strecken noch immer ein unbarmherziger Drecksack, der bereits ab dem zweiten Biom öfter komplett den Boden mit mir aufgewischt hat. Der Grund dafür ist simpel. Habt ihr euch nicht wie Kevin fürs Kugel-Ballet angemeldet und das Getanze durch die blauen, gelben und roten Kugeln klickt nicht zu 100 Prozent, dann kann Saros recht schnell, recht repetitiv und auch anstrengend werden.
Was mir dann aber zumindest in Teilen geholfen hat, ist die Aussicht darauf, stärker in den nächsten Versuch zu starten und ein abgeschlossenes Biom nicht noch einmal durchlaufen zu müssen – und auch mal einen Run vorzeitig pausieren zu können!
Der Schritt weg vom Roguelike hin zum Roguelite war für mich daher ein Segen, der es mir zumindest mit viel Wille ermöglicht hat, neue schicke Biome, coole Waffen wie die Armbrust und auch den ein oder anderen interessanten Story-Schnippsel zu erleben.
Saros wird für viele von euch eines der besten Actionspiele des Jahres sein, jede Wette. Geht ihr allerdings mit der falschen Erwartungshaltung an das Spiel oder merkt beim Zocken, dass die Sogwirkung beim Flitzen durch die Aliens nicht so recht einsetzen mag, kann das PS5-Exclusive auch zu einer frustigen Angelegenheit werden.
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