Die Switch Lite im Check: Für wen sich der Kauf lohnt

Wir haben die Switch Lite, eine Handheld-only Variante der Nintendo Switch, genauer unter die Lupe genommen und sagen, für wen sich die Anschaffung lohnt und für wen nicht.

von Dennis Michel,
19.09.2019 17:00 Uhr

Die Nintendo Switch Lite im Start-Check. Die Nintendo Switch Lite im Start-Check.

Mit der Switch Lite kommt eine Handheld-only Version von Nintendo auf den Markt und wir haben sie uns genauer angeschaut. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um eine technische Analyse, es geht vielmehr darum, euch die Kaufentscheidung zu erleichtern. Hier ein kurzer Überblick darüber, was euch im Artikel erwartet.

  • Vor-und Nachteile der Switch Lite
  • Zusatzinfos
  • Für wen ist die Switch Lite geeignet

An die Community: Solltet ihr abseits der aufgeführten Punkte noch Fragen zur Lite haben, dann stellt sie uns gerne in den Kommentaren.

Die Vorteile

Zuerst wollen wir euch all die Punkte aufführen, in denen die Lite im Vergleich zur normalen Switch die Nase vorn hat.

Der Preis:

Die Lite bekommt ihr aktuell bei Online-Händlern bereits ab 219,99 Euro, was im Vergleich zur Hybrid-Version, die es für ca. 300 Euro gibt, einen Unterschied von 80 Euro ausmacht.

Größe & Gewicht:

Die Lite macht ihrem Namen alle Ehre und hat nicht nur an Größe im Vergleich zur herkömmlichen Switch verloren (siehe Bild), auch macht sich der Gewichtsverlust von ca. 30% von 398 Gramm (inklusive Joy-Cons) auf 275 Gramm bemerkbar. Speziell bei einem reinen Handheld, den ihr oft mit auf Reisen nehmen oder unterwegs verwenden wollt, ist das ein großer Vorteil.

Oben die "alte" Switch, unten die neue Switch Lite. Oben die "alte" Switch, unten die neue Switch Lite.

Haptik

Während sich die Rückseite der "alten" Switch glatt anfühlt und so mal leicht aus den Händen gleitet, ist die Beschichtung der Oberfläche der Lite matt. Haptisch haben wir so ein deutlich griffigeres Gefühl.

Die Nachteile

Kommen wir nun zu den Nachteilen. Hier zieht die Lite im Vergleich zur Hybrid-Version den Kürzeren.

Der Akku:

Zwar klingt die Laufzeit des Akku von ca. 3 bis 7 Stunden für Besitzer der ersten Switch nach einer kleinen Verbesserung, betrachten wir jedoch die Hardware-Revision beginnend mit der Modellnummer "HAD", dann sehen wir einen deutlich Unterschied. Hier können wir mindestens 4,5 Stunden und höchstens 9 Stunden spielen. Ein reiner Handheld hätte in diesem Punkt die Nase vorn haben sollen.

Drift-Problem:

Während unserer Testphase hatten wir bislang noch kein Problem mit den Analog-Sticks der Switch Lite. Da jedoch rein optisch und auch vom Spielgefühl keine Verbesserung vorgenommen wurde, können wir keine Entwarnung geben, dass der in letzter Zeit bei vielen Spielern aufgetretene Fehler behoben wurde.

Theoretisch könnte es sogar bei der Switch Lite noch größere Auswirkungen haben: Sollte es hier nämlich ebenfalls zum altbekannten Drift-Problem der Sticks kommen, müssten wir gleich die ganze Konsole an den Kundenservice von Nintendo schicken.

Das Drift-Problem der Joy-Con
Was es bedeutet & was helfen könnte

Steuerkreuz & Buttons:

Die Lite kommt im Gegensatz zum Original statt mit vier Richtungstasten mit einem Steuerkreuz. Das restliche Button-Layout bleibt hingegen unverändert. Bei unserem Test ist uns zuerst die schlechte Haptik der Y/X/B/A-Knöpfe aufgefallen. Diese lassen sich anders als bei den Joy-Con nahezu ohne jeden Wiederstand zu leicht nach unten drücken. In Sachen Tasten-Feedback wirkt das nicht rund. Auch das Steuerkreuz wirkt alles andere als wertig.

Nintendo Switch LiteNintendo Switch Lite

Für kleine Hände: Womit wir in Bezug auf die Bedienung zudem vor einem große Problem standen, war die bequeme Bedienbarkeit der Sticks und Buttons. Wir ihr auf dem Bild seht, sind die Joy-Con deutlich größer. Schon bei mittelgroßen Händen kann es daher vorkommen, dass die Bedienung mit dem Daumen auf Dauer zum Krampf wird. Auch Kolleginnen mit kleineren Händen empfanden die Steuerung als unangenehm. Für Kinder sollte die Bedienung aber kein Problem sein.

Der Bildschirm:

Kommt die normale Switch mit einem 6,2-Zoll-Display, ist der Bildschirm der Lite mit 5,5-Zoll deutlich kleiner. Das macht sich unter anderem bei der Lesbarkeit bemerkbar. Speziell bei Spielen, deren Texteinblendungen recht klein sind (Dead in Vinland), ist das kleinere Display kein Vorteil. Die Auflösung von 1280x720 bleibt hingegen unverändert.

HD-Vibration und Infrarot-Bewegunskamera

Beide Joy-Con-Features werden von der Lite nicht unterstützt. Konntet ihr die Rumble-Funktion bspw. in 1-2 Switch nutzen, um genau zu erkennen, wie viele Eiswürfel sich im Becher befinden, war die IR-Bewegungskamera unter anderem für Nintendo Labo relevant, um Objekte im Raum zu erkennen.

Spiele-Auswahl:

Nicht alle Spiele für die Nintendo Switch sind auf der Switch Lite spielbar. Es werden lediglich Spiele unterstützt, die im Handheld-Modus spielbar sind. Nicht spielbar sind somit:

Abseits von Labo VR könnt ihr die Spiele zwar im Tabletop-Modus spielen, das ist allerdings mit deutlichen Extrakosten verbunden. Wie es funktioniert erklären wir in einem Extra-Artikel: Mit der Switch-Lite im Tabletop-Modus spielen.

Das solltet ihr außerdem noch wissen

Zwar liegen der Lite keine Joy-Con bei, das bedeutet allerdings nicht, das ihr sie nicht separat kaufen und via Tabletop-Modus nutzen könnt.

Habt ihr euch für ca. 60-70 Euro ein Joy-Con-Bundle geholt, könnt ihr diese drahtlos mit der Switch Lite verbinden. Auf diese Weise spielt ihr Titel, die den Handheld-Modus nicht unterstützen (Beispiel: Super Mario Party).

Wichtig: Zusätzlich benötigt ihr ein Aufladegerät für die Joy-Con und einen Ständer für die Lite.

Für wen ist die Switch-Lite geeignet?

Aufgrund der Größe empfehlen wir die Lite in erster Linie Kindern und Spielern mit recht kleinen Händen, die unterwegs spielen möchten und keine Verwendung für den TV-Modus haben.

Zudem eignet sich die Lite als Zweitkonsole, solltet ihr bereits eine Switch samt Docking-Station euer Eigen nennen. Wer knapp bei Kasse ist und keine 300 Euro für eine Nintendo-Konsole in die Hand nehmen möchte, bekommt hier ebenfalls eine recht günstige Alternative.

Solltet ihr euch bislang aber nicht angesprochen fühlen, raten wir euch von der Switch Lite ab. Die Nachteile speziell in Sachen Bedienbarkeit, den sich minderwertig anfühlenden Buttons und der Befürchtung, dass das Drift-Problem hier ein noch größeres werden könnte, sprechen klar gegen einen Kauf.

Weitere Infos zur Switch Lite:
- So übertragt ihr Account & Daten auf eine neue Switch
- Praktische Schutzhülle angekündigt

Habt ihr noch Fragen zur Lite, dann stellt sie uns in den Kommentaren.

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