Fazit: The Devil in Me im Test - Feinster Horror mit Technik von der Resterampe

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Fazit der Redaktion

Dennis Michel
@DemiG0rgon

Wer die The Dark Pictures-Reihe mag, kann sich The Devil in Me ohne große Bedenken zulegen. Wen das reduzierte Gameplay, die aus der Gruselkiste zusammengeklaubten Trash-Geschichten und die teils holprige technische Umsetzung aber bislang abgeschreckt haben, sollte die Reihe aber besser weiterhin meiden. Im Vergleich zu The Quarry oder Until Dawn gibt’s hier weiterhin B-Ware von Supermassive. 

Für mich war der Ausflug ins Horror-Hotel der bislang spaßigste, da zum einen die Figuren keine kompletten Dullis mehr sind und zumindest etwas Tiefe besitzen und das Spiel darüber hinaus durchaus seine gruseligen Momente hat. Wenn es Supermassive jetzt noch hinbekommen, dass die Spiele technisch rund laufen und ich nicht immer wieder aufgrund von Audio- oder Grafik-Bugs aus der Immersion gerissen werde, dann hätte ich wohl noch mehr Freude am Horror.   

Annika Bavendiek
@annika908

Auch wenn mir das Mörderhaus als Dark Pictures-Setting bislang am meisten zusagt, bin ich nicht gerade mit hohen Erwartungen an The Devil in Me herangegangen. Ich habe einfach wieder einen trashigen Abendfüller erwartet, der von kleinen technischen Mängeln, Fremdscham-Charakteren und einer flachen Story herrührt, aber trotzdem irgendwie Charme hat.

Zu meiner Überraschung habe ich Dennis aber doch das ein oder andere Mal laut durchs Headset angeschrien, weil mich die Jumpscares eiskalt erwischt haben. Mal mehr, mal weniger plump, sorgten die bei mir zusammen mit dem komplexen Mörderhaus für ein beklemmendes Gefühl, was ich dem Spiel hoch anrechne. Und auch die Charaktere wirken überraschend angenehm, ja sogar auf einem The Quarry-Niveau, das im Übrigen weit weniger gruselig ist.

Allerdings konnten diese Stärken nicht durchweg glänzen, da viele Bugs und Glitches mich einfach ständig aus dem Geschehen gerissen haben. Am Ende war The Devil in Me für mich daher eher ein verwirrender als ein gruseliger Trip. Teilweise wusste ich einfach nicht, was los war.

Nichtsdestotrotz hat sich das Spiel zu meinem liebsten Teil der Dark Pictures Anthology gemausert. Lasse ich die Technik nämlich mal außen vor – die nicht bei jedem so extrem zickt – haben wir hier ein interessantes Setting und tolle Charaktere, mit denen ich mich endlich mal etwas gruseln darf. The Devil in Me stemple ich nicht mal eben so als Trash ab, sondern nehme es tatsächlich ernster.

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