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Seite 2: Tiefpunkte - 9 Videospiel-Franchises und ihre schwarzen Schafe

Assassin's Creed: Unity

Assassin's Creed Unity - Blutige Revolution im Launch-Trailer 2:05 Assassin's Creed Unity - Blutige Revolution im Launch-Trailer

Mit Assassin's Creed: Unity erschien im November 2014 das erste Spiel der Meuchelmörderreihe exklusiv für die damals noch neue Konsolengenreation und schraubte deshalb bereits im Vorfeld die Erwartungen vieler Fans in die Höhe.

Mehr:Assassin's Creed: Origins - Wie aus einem Action-Adventure ein Action-Rollenspiel wird

Letztendlich aber scheiterte der siebte Teil der Assassin's Creed-Reihe sowohl technisch als auch inhaltlich: Arno Dorians Abenteuer in Paris zur Zeit der französischen Revolution machte grafisch zwar einen gewaltigen Schritt nach vorn, hatte zum Releasezeitraum auf PS4 und Xbox One aber nicht nur mit Framerate-Einbrüchen, sondern auch mit Bugs zu kämpfen. Spielerisch hingegen ging Ubisoft mit Unity wieder zu den Wurzeln der Reihe zurück.

Mehr:Assassin's Creed: Origins - Und plötzlich machte mir Assassin's Creed Spaß

Während uns Assassin's Creed 4: Black Flag als Piratenassassine Edward Kenway übers Meer schippern lässt, verfrachtet uns Unity in die Robe eines klassischen Assassinen, der sich auf das Klettern und Kämpfen konzentriert. Und das klassische Konzept hätte vielleicht sogar gut funktioniert, wenn Ubisoft noch mehr Mühen in die Konstruktion kreativer Meuchelmörderaufträge gesteckt hätte. Unity aber bleibt spielerisch dröge und belanglos, was sich von der Story übrigens ebenfalls behaupten lässt.

Tony Hawk: RIDE

Tony Hawk: Ride - Gameplay-Trailer - Tony Hawk: Ride - Gameplay-Trailer -

Als die Tony Hawk's Pro Skater-Reihe erstmals die Videospielbühne betrat, bekamen wir es mit einem simplen Arcade-Titel zu tun, der auch motorisch überforderte Skateboard-Fans mit absurden Tricks und Kombos vergnügen konnte. Die leichte Spielbarkeit in Verbindung mit dem entspannten popkulturellen Einschlag sorgte für einige Höhepunkte auf den ersten beiden PlayStation-Generationen.

Mehr:Tony Hawk’s Pro Skater - 18 Jahre später: Was ist eigentlich aus Tony Hawk, Bob Burnquist & Co. geworden?

Doch nach einigen fehlgeleiteten Spin-offs kam dann Tony Hawk: RIDE. Plötzlich ging es nicht mehr um den leicht zugänglichen Spaß, sondern den Versuch, die Bewegung auf einem Skateboard mithilfe einer eigenen Peripherie realistisch abzubilden. Das Problem war nur, dass das Plastik-Skateboard alles andere als gut funktionierte und jeden Sprung in die Halfpipe zur Hölle machte. Die Kritiker vernichteten das Spiel und auch finanziell bedeutete Tony Hawk: RIDE erst einmal das Aus für die Reihe.

Duke Nukem Forever

Duke Nukem Forever - Rückblick-Video: Von 1998 bis 2011 3:25 Duke Nukem Forever - Rückblick-Video: Von 1998 bis 2011

Was lange währt, wird meistens nicht gut und das hat auch Duke Nukem Forever bewiesen. Über 14 Jahre hinweg war der Shooter eigentlich mehr ein Witz als ein echtes Projekt, an dem gearbeitet wird. Die frühen Duke Nukem-Ableger, die bei uns weiterhin indiziert sind, haben Vorzüge gehabt, die Gearbox mit Duke Nukem Forever nur noch nachahmen konnte.

Und so wirkt der gesamte Titel letztlich nur wie eine viel zu spät erschienene Reprise der immergleichen Witze. Zwar gibt es auch hier einige selbstironische Höhepunkte zu finden, insgesamt wirkt der Shooter aber einfach nur antiquiert. Das gilt sowohl für die technische Seite als auch für jeden spielmechanischen Aspekt.

Resident Evil 6

Resident Evil 6 - TGS-Trailer 2:53 Resident Evil 6 - TGS-Trailer

Ja, die Resident Evil-Reihe war spätestens seit Resident Evil 4 kein reines Horror-Franchise mehr und das ist eigentlich auch nicht weiter schlimm. Das Problem mit Resident Evil 6 war aber, dass die Entwickler sich trotzdem geweigert haben, ein vollwertiges Action-Spiel zu machen. Viel zu oft werden wir mit Mechaniken an die Beginne der Reihe erinnert, nur um dann noch mit einem Third Person-Shooter konfrontiert zu werden.

Resident Evil 6 ist weder Fisch noch Fleisch und hält die Reihe gleichzeitig zurück, während sie nach vorn getrieben wird. Diese Verweigerung jedweden Fokus führt letztlich dazu, dass niemand so recht weiß, was von dem Spiel gehalten werden kann.

Mit Resident Evil 7 macht die Reihe zum Glück einen großen Schritt zurück an die Wurzeln und zeigt erfolgreich, dass Horror und Resident Evil noch immer perfekt zusammenpassen.

Final Fantasy XIII

Final Fantasy XIII - Launch-Trailer - Final Fantasy XIII - Launch-Trailer -

Es gibt wohl kein ein Spiel, das noch mehr mit dem Scheitern eines Franchises in Verbindung gebracht wird. Final Fantasy XIII wurde heiß erwartet, aber als die Spielerschaft schließlich merkte, dass das Cutscene-lastige Schlauch-Fest nicht mehr viel mit der Traditionsreihe zu tun hat, wurde die Empörung groß. Die eingeschränkte Spielerfreiheit und die völlig konfuse Geschichte des Rollenspiels wurden zum Sinnbild für alle Probleme, denen sich Final Fantasy in Zukunft stellen muss.

Schon bei Final Fantasy XII wurden Stimmen laut, dass das Singleplayer-RPG mit MMO-Einschlag nicht mehr viel mit den früheren Ablegern zu tun hat. Aber erst Final Fantasy XIII wurde als Sargnagel für das Franchise verschrien. Dass der Titel dann noch zwei mäßige Sequels erhalten hat, machte die Angelegenheit nicht erträglicher.

Fehlt euch ein Spiel auf dieser Liste?

Dieser Artikel erschien am 19. September 2015 zuerst auf gamespilot.de und wurde für die Neuveröffentlichung leicht verändert.

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