Die namensgebende Wüste war von Anfang an einer der Gründe, warum ich Lust hatte, Crimson Desert zu zocken. Ich bin allgemein kein großer Fan von westlicher Mittelalter-Fantasy, mit ihren typischen Feld-, Wald- und Wiesen-Settings. Pywels rote Wüste hat mich dagegen sofort neugierig gemacht.
Nach meinen ersten Spielstunden bin ich daher quer über die Map geritten, habe begonnen, die Crimson Desert zu erkunden und war sofort von ihr angetan.
Die Hauptstory, mein Graumähnen-Camp und die vielen Nebenaufgaben halten mich aber nach mittlerweile knapp 65 Stunden Spielzeit immer noch in den Regionen fest, die mich eher an Europa oder viele andere Fantasy-Spiele erinnern. Das finde ich schade.
Bei meiner ersten Wüstenexpedition war ich direkt Feuer und Flamme
Bei Crimson Desert geht das Konzept "größer, weiter, protziger" für mich sehr gut auf. Ich liebe es, dass ich bei der Erkundung regelmäßig schon von Weitem riesige mysteriöse Landmarken ausmache, die mich dann magisch anziehen.
In der Wüste haben diese Bauwerke und Naturformationen für mich durch die enorme Weitsicht einen besonderen Wow-Faktor. Bestes Beispiel ist ein gigantisches Tor, das aus den roten Felsen aufragt, umgeben von geheimnisvollen Apparaturen.
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10 wichtige Tipps, die ich in 100 Stunden Crimson Desert gelernt habe
Auch die Atmosphäre der Stadt Tashkalp mit den goldenen Statuen, Flachdächern, verwinkelten Terrassen und wuseligen Marktständen mit bunten Stoffen hat mich direkt in ihren Bann gezogen.
Ich habe bei meiner ersten Erkundung der Gegend rund um Tashkalp einen Teil der Map aufgedeckt und ein paar Flüchtige gefangen, um Kopfgelder und somit etwas von der lokalen Währung einzukassieren. Crimson Desert gibt mir ja glücklicherweise die Freiheit, von Anfang an jede Ecke von Pywel zu erkunden.
Pearl Abyss schickt mich aber eigentlich noch nicht in die Wüste
Seither habe ich aber den Großteil meiner Spielzeit doch wieder in Hernand, dem Startgebiet, verbracht – weil das Geschehen in Haupt- und Nebenmissionen einfach über sehr lange Zeit dort verankert ist. Nach 65 Stunden und sieben Kapiteln bin ich in der Story gerade erst im zweiten Gebiet Pailune angekommen, das ziemlich skandinavisches, beziehungsweise Wikinger-Flair versprüht.
Und ich habe auch immer noch eine nicht enden wollende Liste an optionalen Aufgaben in Hernand. Gerade wenn ich für eine Fraktion wie die Adelshäuser oder Händlergilde alles erledigt habe, taucht aus dem Nichts die nächste Gruppierung mit ihren Anliegen auf.
Zudem befindet sich das Camp meiner Graumähnen-Kumpels und -Gefährtinnen in Hernand, also mein zentraler Anlaufpunkt, wo immer Aufträge, Management-Aufgaben und mein Haus, das ich gestalten kann, auf mich warten.
Zwar könnte ich das alles links liegen lassen und weitermachen, wo ich will, dann meldet sich aber doch immer wieder der Completionist in mir, beziehungsweise lenkt Entwickler Pearl Abyss mich auch mit der Zähigkeit mancher Gegner ein Stück weit.
Hernand und Pailune sind mit den Auen, Holzhäusern und Gebirgsketten zwar auch richtig hübsch, fühlen sich nach Spielen wie The Witcher oder Dragon’s Dogma aber auch nicht mehr ganz so frisch an und verzaubern mich nicht so sehr.
Ich bin daher etwas enttäuscht, dass die Wüste mit ihren Fraktionen so lange keine zentrale Rolle in der Story spielt und ein reiner Nebenschauplatz ist, den ich nur optional erkunden kann. Das Spiel heißt immerhin ja auch Crimson Desert. Ich wünschte, es würde dann auch die meiner Meinung nach reizvollere und einzigartigere Region schneller und stärker in den Fokus rücken.
Für mich ist es jetzt jedenfalls an der Zeit, mir wieder eine Pause von der Story und dem Süden der Karte zu gönnen. Ich teste lieber, wie gut ich die Wüste mit meiner Ausrüstung und meinem Fortschritt bereits aufmischen kann.
Welche Region von Pywel gefällt euch am besten und findet ihr auch, dass der Fokus zu lang und zu stark auf Hernand liegt und hättet euch gewünscht, dass andere Gebiete schneller relevant werden?
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