FIFA behält Lizenzen für Spieler und Vereine, auch unter neuen Namen

Auch FIFA 23 wird die Namen und das Aussehen tausender echter Fußballer enthalten. EA und die Spielergewerkschaft FIFPRO haben ihren Vertrag erneuert.

von Jonathan Harsch,
13.10.2021 11:00 Uhr

Die Trikots werden auch in zukünftigen FIFA-Spielen mit den echten Namen beflockt sein. Die Trikots werden auch in zukünftigen FIFA-Spielen mit den echten Namen beflockt sein.

Die Welt der digitalen Fußballsimulationen befindet sich momentan in einer Phase des Umbruchs. Konamis PES-Nachfolger eFootball 2022 ist Free2Play und EA Sports erwägt, der FIFA-Serie einen neuen Namen zu verpassen. Kein FIFA mehr – bedeutet das etwa, EA verliert auch die Rechte, die Namen und das Aussehen der Spieler und Spielerinnen zu verwenden? Nein, denn die liegen nicht bei der FIFA.

EA und FIFPRO verlängern Vertrag

Die Lizenzen werden von der Spielergewerkschaft FIFPRO vergeben, die über 65.000 Profis vertritt. In einer Pressemitteilung gibt EA bekannt, dass die Kooperation verlängert wurde und wir auch in FIFA 23 (oder wie es auch immer heißen wird) und den Nachfolgern mit den authentischen Spieler*innen den Rasen betreten können. Von Seiten der FIFPRO heißt es:

Wir freuen uns sehr, diese Partnerschaft mit EA SPORTS fortzusetzen, um das weltweit beste interaktive Erlebnis für Fußballfans zu schaffen, die es unseren Mitgliedern im Profifußball ermöglicht, die Liebe zum Fußball auf einer globalen Bühne zu verbreiten.

Lizenzen ein großer Vorteil: Bei EA ist man sich bewusst, wie wichtig die Lizenzen für das FIFA-Franchise sind: „Einer der wichtigsten Aspekte einer EA SPORTS-Spielerfahrung [ist] das umfassende Eintauchen in die Welt des Spiels, was wir durch den Einsatz der echten Ligen, Teams und Talente untermauern.“ Seit vielen Jahren hält EA exklusive Namensrechte für Fußballprofis, -Ligen und -Vereine – ein wichtiger Grund, warum sich in der Vergangenheit viele Gamer für FIFA statt PES entschieden.

Kritik an der Vergabe: Dass es die echten Kicker weiter geben wird, ist sicher gut zu hören, allerdings hat das Lizenz-Geschacher der Publisher auch negative Auswirkungen auf uns Gamer. So bieten FIFA-Alternativen meist nur wenige Lizenzen und somit auch weniger Authentizität. FIFA selbst beinhaltet aber auch immer mehr fiktive Vereine, da Konami nach und nach exklusive Partnerschaften eingeht. Eine offene Vergabe aller Lizenzen wäre schön für die Fans, ist aber wohl nicht profitabel genug.

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Auch Lootboxen bleiben erhalten

Auch ein weiterer Aspekt der FIFA-Serie wird uns noch über Jahre begleiten. EA bestätigte vor wenigen Tagen, dass es auch in Zukunft Lootboxen geben wird. Anstatt dem Druck vieler Regierungen nachzugeben, versucht der Publisher die Glücksspiel-Mechaniken anzupassen – es gibt jetzt eine limitierte Vorschau für Karten-Packs – und auf Zeit zu spielen.

FIFA 22 ist für PS5, PS4, Xbox Series X/S, Xbox One, Nintendo Switch und den PC erhältlich.

Freut ihr euch über die Erneuerung der Namensrechte in FIFA?

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