Manch Meldung heutzutage wirkt so unwirklich, dass ich direkt an eine Falschmeldung denke, die jemand mit ChatGPT aus dem Hut gezaubert haben muss. So auch gestern Abend, als Valve die neuen Preise für das Steam Deck enthüllt hat, die von jetzt auf gleich um über 200 Euro ansteigen.
200 Euro. Wir reden hier von einem Betrag, für den wir vor gut 5 Jahren noch locker eine leicht gebrauchte Switch oder eine PS4 mancherorts abgestaubt hätten.
Nachdem von Sony über Microsoft bis hin zu Nintendo mittlerweile alle großen Konsolenhersteller ihre Preise sukzessive zwischen 50 und 100 Euro teils mehrfach angehoben haben, hat Valve am gestrigen Abend für einen neuen Höhepunkt gesorgt. Einer, der erahnen lässt, auf was wir uns beim Release der PS6, dem Xbox Series-Nachfolger und natürlich auch der Steam Machine preislich einstellen müssen.
Die Steam Decks werden richtig (!) teuer
Um euch komplett abzuholen: Wollt ihr euch künftig ein Steam Deck OLED in der 512 GB-Variante kaufen, müsst ihr 779 Euro auf die virtuelle Ladentheke legen. Für die 1 TB-Variante werden gar 919 Euro fällig.
Wir haben es hier also mit einem drastischen Preisanstieg um 210 respektive 240 Euro zu tun.
1:00:20
Wird die nächste Steam Machine wieder zum Desaster für Valve?
Und falls ihr bei Valve den Umweg über ein günstigeres generalüberholtes und gebrauchtes Steam Deck gehen wollt, sieht es aktuell ebenfalls düster aus: "Nicht vorrätig" – was sowohl für das ältere LCD- als auch das OLED-Modell gilt.
Zunächst ein "positiver" Lichtblick
Wichtig ist natürlich, dass wir an dieser Stelle Valve nicht mit den Big 3 gleichsetzen. Valve ist im Gegensatz zu Sony und Co. mit ihren Hardware-Produkten einer Nische zuzuordnen.
Bei immer weiter steigenden Preisen von Hardware-Komponenten im Zuge der Speicherkrise ist es für Valve unter anderem aufgrund des niedrigeren Absatzes weit schwerer, Verluste oder vielmehr sinkende Gewinnspannen zu kompensieren.
Das könnte – und da sind wir beim positiven Lichtblick – bedeuten, dass der Preisschock zum Release der Next-Gen weit milder ausfällt.
Weit unangenehmer könnte es hingegen für alle werden, die sich auf die Steam Machine gefreut haben. Lag der spekulierte Preis noch im Vorjahr bei rund 500 bis maximal 600 Euro, ist die Spanne wohl spätestens seit gestern Abend vom Tisch.
PS6 und Co. werden alles, nur kein Schnäppchen
Frei nach dem Motto "Hoping for the best, but expecting the worst", sollten wir beim Release der PS6 und dem Xbox Series-Nachfolger in den kommenden beiden Jahren wahrlich nicht damit rechnen, das lange Zeit gewohnte Preise zwischen 400 bis 500 aufgerufen werden.
Zwar kann ich mir trotz immer weiter ansteigender Preise für Hardware zum jetzigen Zeitpunkt noch immer nicht ganz vorstellen, dass die Barriere von 1.000 Euro geknackt wird. Bewegen wir uns letzten Endes in Preisgefilden einer PS5 Pro, also je nach Händler zwischen 790 und 900 Euro, würde mich das jedoch nicht weiter überraschen.
Wie erlebt ihr die immer weiter ansteigenden Preise für Hardware und Konsolen und haltet ihr einen Preis von 1000 Euro für die PS6 in wenigen Jahren für realistisch?
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