Die Nintendo Switch 2 ist jetzt schon über ein Jahr auf dem Markt und seitdem sind auch jede Menge Controller von Drittherstellern für die Handheld-Konsole erschienen. Gottseidank! Denn der offizielle Pro-Controller von Nintendo sprengt mit seinem Listenpreis von 90 Euro das ein oder andere Budget. Ich habe mir daher angeschaut, was die Konkurrenz auf dem Kasten hat und war überrascht, wie viel Qualität ich für wenig Geld bekommen habe.
- getestete Wireless-Controller:
- getestete Kabel-Controller:
Letztes Update vom 04. August 2026: Der Turtle Beach Afterglow Wave wurde hinzugefügt und sämtliche Preise aktualisiert.
Transparenzhinweis: So habe ich die Controller erhalten
GuliKit, Nintendo, Turtle Beach und PowerA haben mir ihre Controller kostenfrei bereitgestellt. Der 8BitDo Ultimate 2 wurde mir vom Decky-Online-Shop zur Verfügung gestellt und das Horipad habe ich mir selbst gekauft.
Diesen Controller gilt es zu schlagen:
Wichtige Daten zum Switch 2-Pro-Controller
- Preis (UVP): 90 Euro
- Stick-Typ: Potentiometer (austauschbare Module)
- Akkulaufzeit: circa 40 Stunden
- Gewicht: 237 Gramm
- Trigger: digital
- Rücktasten: 2 (GR und GL)
- Vibration: Aktuatoren (HD Rumble 2)
- NFC-Reader: vorhanden
- C-Taste: vorhanden
- Gyro-Sensor: vorhanden
- Standby-Weckfunktion: vorhanden
- Klinkenanschluss: vorhanden
- Anzeige der Spielernummer: oben
- Anti-Reibungs-Ringe für Sticks: nicht notwendig
- Kompatibilität: Nintendo Switch 2
- herausragende Verarbeitung
- präzise Sticks
- schickes Design
- liegt fantastisch in der Hand
- schweißabweisende Oberfläche
- sehr niedrige Latenz
- extrem hohe Akkulaufzeit
- HD-Rumble 2 rüttelt fein aufgelöst
- Klinkenanschluss und C-Taste vorhanden
- NFC-Reader für Amiibos verbaut
- gute Software-Integration der Rücktasten
- Spieleranzeige gut sichtbar platziert
- kann Konsole aus dem Standby wecken
- sehr teuer
- leicht schwammiges Tasten-Feedback
- Rücktasten ungünstig positioniert
- funktioniert ohne Workarounds nur an der Switch 2
Der neue Pro-Controller von Nintendo ist ein gewaltiges Upgrade im Vergleich zu dem der ersten Switch. Die schweißabweisende Oberfläche fässt sich schön samtig an und das Design wirkt viel hochwertiger. Zudem hat sich die Latenz spürbar verringert, ihr könnt in Spielen also richtig schön flott reagieren.
Im Gegensatz zu den meisten Drittanbieter-Pads verfügt der Switch 2-Pro-Controller über einen Klinkenanschluss für Headsets, eine Spieler*innen-Anzeige, einen NFC-Reader und die neue C-Taste für den Sprach-Chat auf der Konsole. Auch nutzt er eine fein aufgelöste Rumble-Funktion, die kleinste Erschütterungen auslöst, eure Hände aber auch ordentlich durchschütteln kann.
18:40
Ist die Switch 2 bereit für die Zukunft? - Nintendos bislang teuerste Konsole im Test
Er ist mit 90 Euro bei der unverbindlichen Preisempfehlung allerdings vergleichsweise kostspielig, weshalb ich mich auch rasch nach Alternativen umgeschaut habe. Mehr über den Controller findet ihr in meinem ausführlichen Test:
Mein Preis-Leistungs-Tipp: Der GuliKit ES Pro
Wichtige Daten zum GuliKit ES Pro
- Preis (UVP): 37 Euro
- Stick-Typ: TMR
- Akkulaufzeit: circa 28 Stunden
- Gewicht: 229 Gramm
- Trigger: analog (Hall-Effekt)
- Rücktasten: keine
- Vibration: Motoren
- NFC-Reader: nicht vorhanden
- C-Taste: nicht vorhanden
- Gyro-Sensor: vorhanden
- Standby-Weckfunktion: vorhanden
- Klinkenanschluss: nicht vorhanden
- Anzeige der Spielernummer: nicht vorhanden
- Anti-Reibungs-Ringe für Sticks: vorhanden
- Kompatibilität: Switch 2, Switch 1, PC, Mac, Android, iOS, Handhelds
- sehr attraktiver Preis
- extrem genaue Sticks
- präzises Steuerkreuz
- leichte Bauweise
- extrem niedrige Bluetooth-Latenz
- Gummi-Ringe beugen Abrieb vor
- kann Konsole aus dem Standby holen
- hohe Akkulaufzeit
- liegt sehr gut in der Hand
- Gyro-Sensor ist vorhanden
- Tasten-Layout lässt sich flott ändern
- mit vielen weiteren Geräten kompatibel
- TMR-Technik gegen Stick Drift
- Turbo-Funktion
- Änderung der Deadzones
- Tastenabfolgen können programmiert werden
- kein NFC-Reader für Amiibos
- kein Klinkenanschluss
- keine C-Taste für Online-Funktionen
- keine Anzeige der Spielernummer
- Rumble grobschlächtig
- Verarbeitung wirkt billig
GuliKit ist einer der führenden Hersteller von Controllern mit magnetischen Sensoren. Die verwendeten TMR-Sticks sind enorm präzise und werden aufgrund ihrer Bauweise auch viele Jahre diese Genauigkeit beibehalten. Mehr zu der Technik erfahrt ihr hier:
Hinzu kommen eine hohe Akkulaufzeit und eine niedrige Latenz. GuliKit wirbt mit nur drei Millisekunden Verzögerung, was sich beim Spielen im Praxistest auch bemerkbar macht. Mario, Yoshi und Bayonetta hüpften nur wenige Frames, nachdem ich die Sprungtaste gedrückt habe, über den Bildschirm.
Zudem verfügt er über einen genialen Kniff: Per Schalter auf der Rückseite lässt sich das Tasten-Layout anpassen – B und A sowie X und Y werden also vertauscht. Damit das dann auch noch optisch passt, liegt ein kleiner Greifer im Paket, mit dem sich die Buchstaben ganz einfach auswechseln lassen.
Konsole aus der Ferne starten: Der ES Pro kann die Nintendo Switch 2 aus dem Ruhemodus per Home-Taste wecken. Die Einrichtung funktioniert dabei aber eine ganze Spur anders als beim offiziellen Pro-Pad. Ihr müsst dabei die Konsole in einer ganz speziellen Reihenfolge starten sowie den Controller verbinden, damit sich die Konsole an ihn erinnert.
ES vs ES Pro
Neben dem ES Pro hat GuliKit auch noch den Standard-ES im Programm. Der ist noch einmal 5 Euro günstiger, hat aber kein USB-C-Ladekabel im Paket, nutzt etwas weniger präzise Hall-Effekt-Sticks und kann nicht bei den Deadzones angepasst werden. Daher lege ich euch auch die minimal teurere Pro-Variante ans Herz.
Mein Allround-Gewinner: Der 8BitDo Ultimate 2 (Wireless und Bluetooth)
Wichtige Daten zum Ultimate 2 Wireless und Ultimate 2 Bluetooth
- Preis (UVP): 60 Euro (Wireless) / 70 Euro (Bluetooth)
- Stick-Typ: TMR
- Akkulaufzeit: circa 20 Stunden (Wireless) / circa 25 Stunden (Bluetooth)
- Gewicht: 246 Gramm
- Trigger: über Trigger-Stops wahlweise analog oder digital
- Rücktasten: 2 / PL und PR (frei belegbar)
- Zusatz-Schultertasten: 2 / L4 und R4 (frei belegbar)
- Vibration: Motoren
- NFC-Reader: nicht vorhanden
- C-Taste: nicht vorhanden
- Gyro-Sensor: vorhanden
- Standby-Weckfunktion: nur Bluetooth-Version via Update
- Klinkenanschluss: nicht vorhanden
- Anzeige der Spielernummer: nicht vorhanden
- Anti-Reibungs-Ringe für Sticks: vorhanden
- Kompatibilität: Switch 2, Switch 1, PC, Mac, Android, iOS, Handhelds
- sehr präzise Sticks
- TMR-Technik gegen Stick Drift
- Gyro-Sensor wurde verbaut
- großartige Ergonomie
- Anti-Friction-Ringe verhindern Stick-Schmutz
- Trigger-Stops für Wahl zwischen digital und analog
- drei programmierbare Tasten-Presets
- Turbo-Funktion
- individualisierbare RGB-Beleuchtung
- zwei zusätzliche Schultertasten
- zwei Rücktasten
- kommt mit einer Ladestation
- mit vielen Geräten kompatibel
- 2,4 GHz-Adapter für niedrigere Latenz liegt bei
- Weckfunktion für die Switch 2 (nur Bluetooth)
- unterschiedliche Varianten sorgen für Verwirrung
- Multifunktionstaste unglücklich positioniert
- keine Anzeige der Spielernummer
- Bluetooth-Latenz deutlich hinter GuliKit
- keine C-Taste
- kein Klinkenanschluss
- kein NFC-Reader für Amiibos
- Share-Taste funktioniert nicht (nur Wireless)
Achtung! Bevor ich zu meiner Einschätzung des 8BitDo Ultimate 2 komme, muss ich vor einem wichtigen Detail warnen. Es gibt das Pad als identisch aussehende Bluetooth- und Wireless-Variante. Sie bieten einen vergleichbaren Funktionsumfang, haben jedoch wichtige Unterschiede:
- die Wireless-Variante kann sich über Bluetooth nicht mit der Nintendo Switch 2 und Switch 1 verbinden, sondern lediglich mit Smartphones
- die Wireless-Variante verfügt über eine deutlich niedrigere Latenz bei allen Verbindungsarten und hat die präziseren Sticks
- die Bluetooth-Version kann die Nintendo Switch 2 aus dem Standby wecken, dafür ist aber ein Update der Firmware notwendig
- die Bluetooth-Variante wird mit dem Nintendo-Tasten-Layout ausgestattet, die Wireless-Version hingegen mit der Xbox-Anordnung
- die Share-Taste der Wireless-Version funktioniert nicht mit der Nintendo Switch 2 und Switch 1
Die Wireless-Variante kann aber trotzdem mit der Switch 2 über den mitgelieferten 2,4 GHz-Adapter verbunden werden. Haltet beim Einschalten des Controllers die Taste mit dem 8BitDo-Herz und Y gleichzeitig gedrückt. Der Trick funktioniert sogar mit der Bluetooth-Variante, um dessen Latenz zu verringern!
Davon abgesehen funktionieren beide Controller-Versionen auf dieselbe Art und Weise und verwenden größtenteils deckungsgleiche Teile. Die verbauten TMR-Sticks sind also bei beiden Ultimate 2-Varianten extrem präzise und auch die Ergonomie gefällt mir richtig gut, da sie dem Original am nächsten kommt.
Mit den verbauten Trigger-Stops, vier Zusatztasten (zwei oben, zwei hinten), einer individualisierbaren RGB-Beleuchtung, drei per App erstellbaren Tasten-Presets und einer Ladestation gibt es obendrein auch noch richtig üppige Bonus-Features.
Ein Detail nervt mich jedoch komplett: Auf dem Switch-typischen Platz für die Home-Taste liegt beim Ultimate 2 die Multifunktionstaste für die RBG-Beleuchtung, die Turbo-Funktion und die Zusatztasten. Aus Gewohnheit habe ich also ständig das Leucht-Bling-Bling umgeschaltet, statt ins Home-Menü der Switch 2 zu gelangen. Argh!
Die Preis-Leistungs-Alternative von 8BitDo selbst: Der Ultimate 2C
Während ich mich auf den Ultimate 2 gestürzt habe, hat sich meine Kollegin Samara den Ultimate 2C, also eine Variante mit weniger Schnickschnack, vorgeknöpft. Ihm fehlen die Rücktasten, es wurde keine RGB-Beleuchtung verbaut und auch der Akku ist eine ganze Spur kleiner, hält also nur noch rund 10 bis 15 Stunden durch. Auch sind im Vergleich zur TMR-Technik leicht unpräzisere Hall-Effekt-Sticks verbaut.
Samaras Fazit fällt mit Blick auf den günstigen Preis von 35 Euro aber dennoch positiv aus:
Wie auch beim Ultimate 2 müsst ihr beim Ultimate 2C auf die jeweilige Version achten! Denn auch ihn gibt es als Bluetooth-Variante für die Switch 1 und Switch 2 sowie als reaktionsschnellere Wireless-Version, die nur per Tastenkombo von der Nintendo-Konsole erkannt wird.
Beim Bluetooth-2C kommt hinzu, dass die Trigger rein digital sind, ein Gyro-Sensor vorhanden ist und der optionale 2,4 GHz-Adapter fehlt. Die Wireless-Variante besitzt stattdessen analoge Abzüge, ein 2,4 GHz-Adapter liegt bei und es fehlt der Gyro-Sensor.
Zocken im PlayStation-Layout: Der GuliKit TT Max
Wichtige Daten zum GuliKit TT Max
- Preis (UVP): 80 Euro
- Stick-Typ: TMR (mit verstellbarem Widerstand)
- Akkulaufzeit: circa 20 Stunden
- Gewicht: 272 Gramm
- Trigger: analog (Hall-Effekt) / digital (Micro-Schalter)
- Rücktasten: 4 modulare Metallschalter
- Vibration: Motoren + magnetische Aktuatoren (HD Rumble)
- NFC-Reader: nicht vorhanden
- C-Taste: nicht vorhanden
- Gyro-Sensor: vorhanden
- Standby-Weckfunktion: vorhanden
- Klinkenanschluss: nicht vorhanden
- Anzeige der Spielernummer: nicht vorhanden
- Anti-Reibungs-Ringe für Sticks: vorhanden (beleuchtet)
- Kompatibilität: Switch 2, Switch 1, PC, Mac, Android, iOS, Handhelds
- Zubehör:
- Hartplastiketui (nur mit niedrigsten Sticks kompatibel)
- vier zusätzliche Stick-Höhen
- ein zusätzliches Steuerkreuz
- extrem genaue Sticks
- niedrigste Bluetooth-Latenz
- Gummi-Ringe beugen Abrieb vor
- kann Konsole aus dem Standby wecken
- Gyro-Sensor ist vorhanden
- Tasten-Layout lässt sich flott ändern
- mit vielen weiteren Geräten kompatibel
- TMR-Technik gegen Stick Drift
- Turbo-Funktion
- Änderung der Deadzones
- Federwiderstand der Stick anpassbar
- anpassbare RGB-Beleuchtung
- solide Verarbeitung
- vier frei belegbare Rücktasten
- Wechsel zwischen digitalen und analogen Triggern
- Tastenabfolgen können programmiert werden
- Etui, zusätzliche Sticks und ein weiteres D-Pad liegen bei
- kein NFC-Reader für Amiibos
- kein Klinkenanschluss
- keine C-Taste für Online-Funktionen
- keine Anzeige der Spielernummer
- Steuerkreuz harmoniert nicht mit symmetrischer Stick-Platzierung
Neben dem ES (Pro) hat GuliKit auch noch den deutlich teureren, aber mit weitaus mehr Features ausgestatteten TT Max im Angebot. Mit einem Preispunkt von 80 Euro liegt er in etwa auf dem Niveau des offiziellen Switch 2-Pro-Controllers von Nintendo, bringt aber ein paar Vorteile mit:
- Verschleißresistente TMR-Sticks: GuliKit war einer der ersten Hersteller mit magnetischer TMR-Stick-Sensorik, daher ist auch der TT Max damit ausgestattet.
- Vier Rücktasten: Der TT Max kommt mit vier Metallschaltern, die modular an der Rückseite befestigt und mit einer beliebigen Taste belegt werden können.
- Viele Einstellungsmöglichkeiten: Deadzones, Vibrationsstärke, Stick-Empfindlichkeit und Co. können über eine zentrale Funktionstaste angepasst werden. Per mitgeliefertem Drehschlüssel könnt ihr außerdem den Widerstand der Analog-Sticks verstellen.
- Zusätzliche Stick-Höhen: Im Paket sind vier zusätzliche Stick-Kappen enthalten, die ein paar Zentimeter höher ausfallen als die standardmäßig aufgesetzten Kappen. Ihr könnt sie nach Belieben abziehen und austauschen.
- RGB-beleuchtete Anti-Friction-Ringe: Die LED-Beleuchtung reagiert auf eure Stick-Eingaben, kann aber auch auf einen statischen Blauton beziehungsweise wechselnde Farbverläufe gestellt werden.
Im direkten Vergleich zum originalen Switch 2-Controller fehlen dem TT Max die C-Taste für den Online-Chat, ein Klinkenanschluss für Headsets sowie der NFC-Leser für Amiibos. Außerdem liegt die Akkulaufzeit mit "nur" rund 20 Stunden eher im unteren Mittelfeld.
Die HD Rumble-Funktion des Nintendo-Gamepads ist darüber hinaus eine ganze Nummer feinfühliger beziehungsweise je nach Spielsituation sogar mächtiger als die des TT Max. Das GuliKit-Pad kombiniert zwar klassische Rotationsmotoren mit magnetischen Aktuatoren, erreicht aber dennoch nicht die Intensität des offiziellen Pro-Controllers.
Der TT Max verwendet im Gegensatz zu den meisten Switch-Controllern zudem ein PlayStation-Stick-Layout, das stellte sich für mich jedoch als Hindernis heraus, da ich ständig mit dem linken Daumen gegen das anliegende Steuerkreuz gedotzt bin.
Selbst nach einem Wechsel auf höhere Stick-Kappen bin ich hin und wieder dagegen gestoßen. Ein paar Zentimeter mehr Freiraum oder ein niedrigeres D-Pad wären hier definitiv wünschenswert gewesen.
Die Konnektivität ist hingegen tadellos: Der TT Max ist ein echter Alleskönner und funktioniert kabellos sowohl mit beiden Switch-Konsolen als auch Smartphones. Per beiliegendem Hyperlink 2-Bluetooth-Adapter kann er außerdem am PC verwendet werden.
GuliKit gibt dabei extrem niedrige Latenzen von maximal 3 Millisekunden an und ich kann das nach etlichen Probestunden nachfühlen – alle Eingaben werden flott erkannt und auf dem Bildschirm umgesetzt.
Zudem kann das Layout der Aktionsknöpfe mittels praktischem Greifer innerhalb weniger Minuten von der Nintendo-Anordnung auf den gängigeren Xbox-Standard umgewandelt werden.
Stellschalter an der Rückseite erlauben zusätzlich den Wechsel zwischen analogen und digitalen Triggern. Ihr könnt am PC oder Smartphone also wohldosiert zum Beispiel in Rennspielen über die analogen Abzüge Gas geben, an der Konsole hingegen über die digitalen Micro-Schalter Aktionen sofort auslösen.
Unterschiede zwischen TT Max und TT Pro
GuliKit bietet noch eine 10 Euro günstigere Pro-Alternative an, die kommt dafür aber ohne zusätzliche Stick-Kappen, was das Problem mit dem PlayStation-Layout und dem Steuerkreuz noch einmal verstärkt. Tasten-Makros lassen sich darüber hinaus nur für 10 Sekunden statt 10 Minuten programmieren.
Darüber hinaus fehlen ein paar Software-Funktionen:
- verstellbare Stick-Empfindlichkeiten
- der Wechel zwischen ABXY- und dem BAYX-Layout
- ein PC-Gyro-Aim-Assist
- der Wechsel zwischen einem 4-Wege- und einem 8-Wege-D-Pad
Jede Menge RGB: Der Turtle Beach Afterglow Wave Wireless
Wichtige Daten zum Turtle Beach Afterglow Wave Wireless
- Preis (UVP): 65 Euro
- Stick-Typ: TMR
- Akkulaufzeit: circa 20 Stunden
- Gewicht: 241 Gramm
- Trigger: digital
- Rücktasten: 2 (frei belegbar)
- Zusatz-Schultertasten: keine
- Vibration: keine
- NFC-Reader: nicht vorhanden
- C-Taste: vorhanden
- Gyro-Sensor: vorhanden
- Standby-Weckfunktion: nicht vorhanden
- Klinkenanschluss: nicht vorhanden
- Anzeige der Spielernummer: vorhanden
- Anti-Reibungs-Ringe für Sticks: vorhanden
- Kompatibilität: Switch 2, Switch 1
- TMR-Technik gegen Stick Drift
- Gyro-Sensor wurde verbaut
- sehr gute Ergonomie
- Anti-Friction-Ringe verhindern Stick-Schmutz
- sehr schicke und anpassbare RGB-Beleuchtung
- RGB-Beleuchtung stellt sich auf das Aufladen ein
- zwei leicht programmierbare Rücktasten
- Spielernummer wird angezeigt
- C-Taste vorhanden
- solide Akkulaufzeit
- zackiges Koppeln mit der Switch 2
- sehr große Stick-Deadzones, daher hakelige Steuerung
- konkave Stick-Kappen mit zu hoher Kante
- Home-/Share-Tasten wurden mit Plus/Minus vertauscht, was sehr unintuitiv ist
- Rücktasten enorm empfindlich und groß
- kein NFC-Reader für Amiibos
- keine Weckfunktion für die Switch 2
- kein Klinkenanschluss trotz C-Taste
- schwergängige und laute Aktionstasten
- extrem schwergängiges Steuerkreuz
- nicht auf anderen Plattformen nutzbar
- Helligkeit der RGB-Beleuchtung lässt sich nicht ändern
Bei den bisher von mir getesteten Controllern ist die RGB-Beleuchtung sehr dezent gehalten. Licht wird zumeist nur von Ladelämpchen oder den Stick-Ringen ausgestrahlt. Turtle Beach dachte sich offenbar, dass da noch viel mehr geht, und hat den Griffhörnchen des Afterglow Wave jeweils drei geschwungene Streifen verpasst, unter denen insgesamt acht Leuchtdioden für ein schickes Lichtspiel sorgen.
Ihr könnt euch dabei für vier unterschiedliche Modi entscheiden, die über die mittig gelegene Funktionstaste angewählt werden:
- ein Regenbogenverlauf, der sich fortlaufend ändert
- ein pulsierendes Erlischen und Aufleuchten
- statische Farben
- Reaktionen auf Stick-Bewegungen
Über die Funktionstaste können zudem zwei Rücktasten programmiert werden, was auch intuitiv von der Hand geht. Allerdings sind mir die Rücktasten ein bisschen zu groß geraten und sie lösen eine Spur zu zackig aus. In hektischen Apex- und Fortnite-Partien ist es mir häufig passiert, dass ich Sprünge oder Schläge ausgelöst habe, die ich gar nicht ausführen wollte.
Das ist aber nicht das einzige Defizit, das mir beim Spielen mit dem Afterglow Wave aufgefallen ist. So finde ich es beispielsweise ärgerlich, dass die konkaven Einkerbungen oben an den Stick-Kappen eine unangenehm hohe Kante aufweisen, die sich nicht gut an den Fingerkuppen anfühlt.
Außerdem sind mir die fest vorgegebenen Stick-Deadzones viel zu groß. Die an sich sehr präzisen TMR-Module sollten sich eigentlich bestens für dauerhafte Präzision bei kleinen Deadzones eignen, beim Afterglow Wave fiel es mir aber beispielsweise schwer, mit einem Scharfschützengewehr feine Justierungen vorzunehmen. Die "tote" Region der Sticks deckt nämlich schlicht einen viel zu großen Bereich ab.
Die Deadzones lassen sich beim Turtle Beach-Pad auch nicht anpassen, so wie es bei einigen Konkurrenzprodukten der Fall ist. Der Afterglow Wave lässt daher viel vom Potenzial der tollen TMR-Technik liegen, fühlt sich je nach Titel sogar hakelig an.
Zudem bin ich nicht überhaupt nicht zufrieden mit dem extrem schwergängigen Steuerkreuz. Es löst erst bei einem Kraftaufwand von 2,2 Newton aus, normalerweise liegen D-Pads mit einer klassischen Silikonmembran eher bei knapp über 1 Newton. Als ich gut eine Stunde Super Mario World und The Legend of Zelda: A Link to the Past gezockt habe, ist mein Daumen dann auch stark ermüdet. 2D-Spiele haben mir daher wenig Freude bereitet.
Die Aktionstasten haben einen ähnlich hohen Widerstand und sind auch noch recht laut, obwohl es sich auch hier um klassische Membran-Technik, also keine generell lauteren Micro-Schalter handelt.
Bei einem vergleichsweise hohen Preis von 65 Euro kann ich den Afterwave Glow aufgund seiner Schwächen in der Bedienung und einen im Vergleich zur direkten Konkurrenz geringen Feature-Umfang daher ausschließlich Design-Enthusiasten mit einem Faible für RGB-Lichter empfehlen.
Unterschiede zum verkabelten Afterglow Wave
Turtle Beach bietet zusätzlich eine Variante mit einem fest verbauten, 3 Meter langen Kabel für 35 Euro an. Neben der Strippe weist sie ein paar weitere Unterschiede auf:
- statt TMR-Sticks gibt es etwas unpräzisere Hall-Effekt-Sticks
- statt der Anzeige für die Spielernummer ist unten am Controller ein Klinkenanschluss angebracht
- das Steuerkreuz wird auch zur Steuerung des Headset-Anschlusses verwendet
Die Wired-Variante hat ein paar kleinere Nachteile, dafür kommt ihr aber günstiger weg und könnt mit euren Online-Bekanntschaften über ein Headset quatschen. Zudem dürfte der Präzisionsnachteil bei den Analog-Sticks kaum spürbar sein, da Turtle Beach die eigentlich präziseren TMR-Module der Wireless-Version durch die sehr großen Deadzones ungemauer macht, als sie sein könnten.
Keine echte Alternative mehr, da mittlerweile veraltet: Der Switch 1-Pro-Controller
Wichtige Daten zum Switch 1-Pro-Controller
- Preis (UVP): 70 Euro
- Stick-Typ: Potentiometer (verlötet)
- Akkulaufzeit: circa 40 Stunden
- Gewicht: 248 Gramm
- Trigger: digital
- Rücktasten: keine
- Vibration: Aktuatoren (HD Rumble 1)
- NFC-Reader: vorhanden
- C-Taste: nicht vorhanden
- Gyro-Sensor: vorhanden
- Standby-Weckfunktion: nicht vorhanden
- Klinkenanschluss: nicht vorhanden
- Anzeige der Spielernummer: unten
- Anti-Reibungs-Ringe für Sticks: nicht vorhanden
- Kompatibilität: Switch 2, Switch 1, PC, Mac, Android, iOS, Handhelds
- präzise Sticks
- NFC-Reader ist verbaut
- sehr hohe Akkulaufzeit
- liegt gut in der Hand
- solides Tastenfeedback
- HD-Rumble für feine Vibrationen
- kann für niedrigere Latenz verkabelt genutzt werden
- Gyro-Sensor ist vorhanden
- mit vielen weiteren Geräten kompatibel
- sehr hohe Wireless-Latenz
- kein Klinkenanschluss
- keine C-Taste für Online-Funktionen
- Sticks verschmutzen, da keine Anti-Friction-Ringe
- kein Aufwecken aus dem Standby
Besitzt ihr bereits einen Switch 1-Pro-Controller, dann könnt ihr ihn auch an der Switch 2 verwenden. Leider hat er beim Umzug auf die neue Konsole die Weck-Funktion aus dem Standby eingebüßt, ihr müsst also zum Einschalten zwangsläufig Richtung TV-Setup wandern.
Ein großer Störfaktor ist zudem die hohe Latenz des verwendeten Bluetooth-Moduls. Vor allem in schnellen Action-Spielen wie Bayonetta 3 oder Apex Legends hatte ich meine Probleme, in die höchsten Ränge vorzustoßen, da Eingaben erst sehr spät auf dem Bildschirm umgesetzt wurden.
Auf Seite 2 geht es weiter: Neben den Wireless-Controllern gibt es auch noch so einige verkabelte Alternativen, die zu weiten Teilen weniger als 30 Euro kosten.









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