Als großer Fan von Spielen mit emotionalen Geschichten und gutem Soundtrack, bin ich 2021 bei meiner Suche auf OPUS: Echo of Starsong gestoßen. Ich kannte bereits die vorherigen Spiele der Reihe und mochte auch das Sci-Fi-Setting – also fiel die Entscheidung hier nicht schwer.
Womit ich aber nicht gerechnet habe, war ein Spiel, das mich nur durch eine Szene in den ersten Stunden so bitterlich hat weinen lassen und mein Herz brach, dass ich es erst 5 Jahre später durchspielen konnte.
Spoilerwarnung! In den folgenden Abschnitten befinden sich Spoiler zu den ersten beiden Kapiteln von OPUS: Echo of Starsong. Insgesamt hat OPUS fünf Kapitel.
Was für ein Spiel OPUS: Echo of Starsong ist eigentlich?
Bei OPUS: Echo of Starsong handelt es sich eher um ein interaktives Spielerlebnis (vergleichbar mit einem Visual Novel), das heißt, ihr könnt minimales Gameplay erwarten.
Ihr steuert hauptsächlich die Charaktere bei ihrer Erkundung von unterschiedlichen Orten oder ihr fliegt das Raumschiff der Crew durch die Galaxie von Punkt A zu Punkt B. Dabei müsst ihr gelegentlich im Stil eines Point-and-Click-Adventures Rätsel lösen oder Mini-Spiele absolvieren.
Hier der Nintendo Switch-Trailer zum Spiel, damit ihr euch selbst ein Bild davon machen könnt:
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OPUS: Echo of Starsong erzählt die emotionale Geschichte zweier Liebenden
OPUS: Echo of Starsong erzählt die Geschichte der beiden Hauptfiguren Eda und Jun. In der Welt von OPUS: EoS existieren mehrere große Clans und Parteien, die sich um den Besitz von Asteroiden streiten. Jun gehört zum sogenannten Lee-Clan - einer mächtigen Organisation der Unterwelt.
Er wurde mit seinem Vormund und treuen Leibwächter Kay vor den aktuellen Ereignissen in OPAS vom Clan verbannt, da Jun durch seine Taten Schande über den Lee-Clan und somit seine Familie gebracht hat.
Zusammen mit Kay durchreist Jun die Galaxie auf der Suche nach sogenannten Lumen Caves (auf Deutsch: Lumen-Höhlen), um die Ehre seiner Familie wiederherzustellen und wieder in der Gunst des Lee-Clans zu stehen. Lumen Caves sind Asteroiden, die die namensgebende Ressource Lumen enthalten und bei den Völkern und Clans in der Welt von OPUS von unschätzbarem Wert sind.
Bei der Suche trifft Jun auf Eda, eine “Hexe”, die ebenfalls auf der Suche nach Lumen Caves ist. Durch ein schicksalhaftes Ereignis tun sich die beiden und ihre Begleiter*innen zusammen und suchen die Galaxie gemeinsam ab.
Kapitel 2 ist der Grund, warum ich immer wieder abgebrochen habe und noch bis heute weine
Bereits in Kapitel 1 wird Kay durch eine gefährliche Situation schwer verwundet, die er gerade noch so überlebt. Um Kays Wunden richtig behandeln zu können, muss dann Jun eine ganz bestimmte Pflanze finden. Die Truppe zieht also los, um die Heilpflanze zu suchen.
Es dauert nicht lange und wir finden in Kapitel 2 einen Asteroiden mit der besagten Pflanze, und Jun erkundet die Umgebung und die Ruinen des Asteroiden – dicht begleitet vom immer noch angeschlagenen Kay. Obwohl er noch verletzt ist und sich eigentlich erholen sollte, wollte er bei seinem Schützling bleiben.
Kay lässt sich von Jun nach einem Gespräch jedoch überreden und verspricht ihm, zum Raumschiff zurückzukehren. Als Jun die Pflanze findet, muss er feststellen, dass mit Kay etwas nicht stimmt. Er antwortet nicht, die Kommunikation ist sogar komplett abgebrochen.
Mit voller Sorge um seinen Begleiter und engen Freund eilt Jun nach draußen und findet Kay blutüberströmt an einer Wand sitzend. Kay hatte erfahren, dass der Lee-Clan einen Auftragsmörder auf Jun angesetzt hatte und wollte ihn beschützen – als Konsequenz wurde er im Kampf tödlich verwundet.
Falls ihr nun denkt, dass es Kays Tod war, der mir das Herz gebrochen hat, liegt ihr nur halb richtig. Denn nicht unbedingt sein Tod hat mich bitterlich zum Weinen gebracht, sondern die komplette Inszenierung drumherum.
Jun hatte verzweifelt versucht, den verletzten, aber noch atmeten Kay zum Raumschiff zu bringen. Während dieser an seiner Seite langsam nach vorn humpelte, erinnerte er Jun an all seine Ziele und Träume – als würde er ihm seine letzten Ratschläge geben.
Jun wird mit jeder Sekunde aufgewühlter und lauter. Er schreit Kay sogar unter Tränen an, dass dieser nicht sprechen soll, aus Angst, er würde jeden Moment an seinen Verletzungen sterben – was genau dann auch eingetroffen ist. Kay starb in Juns Armen, nachdem er ihm seinen letzten Ratschlag auf den Weg gegeben hat: Der Lee-Clan weint nicht. Das waren Juns eigene Worte, als sie sich damals das erste Mal trafen.
Als ob Kays Tod an sich nicht schon traurig genug ist, wurde die Szene von einem leisen Piano-Stück begleitet, das in eine plötzliche, traurige Stille übergeht, sobald Kay seinen letzten Atemzug getan hat. Alles, was bleibt, ist Juns verzweifelte Stimme, die unter Tränen Kay darum anfleht, aufzuwachen.
Die ausgezeichneten japanischen Synchronsprecher des Spiels haben den Moment mit so viel Leid und Kummer gesprochen, dass man wirklich kämpfen muss, um nicht in Tränen auszubrechen. Alleine diese Szene ist dafür verantwortlich, dass ich es in den letzten Jahren nicht übers Herz gebracht habe, weiterzuspielen und es zweimal abbrechen musste.
5 Jahre hat meine Reise mit Eda und Jun gebraucht
Fünf Jahre später versuchte ich es dieses Jahr noch einmal. Dieses Mal sollte mich Kays Tod nicht aufhalten. Obwohl ich auch bei diesem Anlauf bittere Tränen bei seinem Tod vergossen habe und die alten Wunden aufgerissen habe, habe ich OPUS: Echo of Starsong weitergespielt und endlich die Reise der beiden Protagonisten Eda und Jun innerhalb von fünf Kapiteln beendet.
Wenn ihr glaubt, dass ich nach dem Tod von Kay nicht mehr geheult habe, habt ihr euch leider getäuscht. OPUS: Echo of Starsong hat nämlich noch weitere Szenen auf Lager, die in mir einen Wasserfall von Tränen ausgelöst haben.
Besonders das Ende der Geschichte gehört für mich zu einem der besten emotionalen Abschlüsse eines Videospiels, und ich kann es kaum erwarten, das nächste Spiel der Reihe zu erleben.
Das neue Spiel der Reihe trägt den Titel “OPUS: Prism Peak” und erscheint schon dieses Jahr im März auf Nintendo Switch (1 und 2) und Steam. Eine Demo zu OPUS: Prism Peak gibt es jetzt schon auf Steam, wo ihr einen kleinen Vorgeschmack auf die nächste emotionale Geschichte bekommt.
Welches Spiel hat euch so sehr das Herz gebrochen, dass ihr den Controller weglegen musste und welcher emotionale Soundtrack ist euer absoluter Favorit?
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