Selbst der Pearl Abyss-CEO versteht, warum niemand die Story von Crimson Desert mag und erklärt, warum sie nicht so gut geworden ist

Crimson Desert hat viel Stärken, aber die Story gehört nicht dazu. Pearl Abyss CEO Heo Jin-young hat sich dazu geäußert und auch einen Grund für die schwache Geschichte genannt.

Bei einer Sache sind sich wohl fast alle einige – die Story von Crimson Desert ist nicht die stärkste. Bei einer Sache sind sich wohl fast alle einige – die Story von Crimson Desert ist nicht die stärkste.

Während Crimson Desert bei Kritiker*innen eher durchwachsen ankam, hat sich das Spiel in den ersten Tagen nach Release zum Community-Liebling gemausert. Alleine in den ersten zwei Wochen wurde das Open World-Spiel über 3 Millionen Mal verkauft. Am vergangenen Wochenende konnte zudem der neue Höchstwert von 276.261 gleichzeitig aktiven Spielenden auf Steam erzielt werden.

Auch wenn die Meinungen zum Spiel auseinandergehen, sind sich die meisten bei einem Punkt einig: Die Story von Crimson Desert ist nicht die große Stärke des Spiels. In einem Interview äußert sich dazu auch Pearl Abyss CEO Heo Jin-young. Der kann die Enttäuschung absolut verstehen.

CEO kann den Unmut verstehen, nennt aber auch einen Grund für die schwache Story

Auf der Aktionärsversammlung stand Heo Jin-young zum Release von Crimson Desert Rede und Antwort. Dabei kam auch das Thema Story zur Sprache. Bezüglich der daran geäußerten Kritik sagt er unter anderem (via yna.co.kr):

„Ich kann die Enttäuschung der Leute hinsichtlich der Geschichte bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Es wäre schön gewesen, wenn wir hier eine bessere Arbeit geleistet hätten.“

Video starten 1:45 Crimson Desert zeigt im Launch-Trailer, was das massive Open World-Spiel alles auf dem Kasten hat

Dass die Story oftmals etwas lückenhaft und die Charaktere eher flach wirken, hat aber wohl einen ganz einfachen Grund. An einem bestimmten Punkt in der Entwicklung des Spiels traf das Produktionsteam eine Entscheidung, die auf Kosten der Geschichte ging. Denn dabei ging es darum, sich in der verbleibenden Zeit auf die Elemente zu konzentrieren, die am meisten von den Stärken des Studios profitieren.

„Das Produktionsteam hat in der verbleibenden Zeit versucht, die Mängel auszugleichen, aber letztendlich haben wir uns darauf konzentriert, das Gameplay zu verbessern, denn das ist unsere Stärke.“

Und das ist gut spürbar, denn an spielerischen Inhalten fehlt es dem Spiel wahrlich nicht. Viele Spieler*innen hätten aber wohl gerne die ein oder andere Mechanik zugunsten einer unterhaltsameren Story eingetauscht.

Das bringt die Zukunft von Crimson Desert

Vielleicht gibt es die dann noch in einem DLC oder in einer potentiellen Fortsetzung. Das technische und spielerische Grundgerüst ist nun immerhin gesetzt. Vorerst möchte Pearl Abyss aber weiter am Fundament von Crimson Desert arbeiten, es stetig verbessern und Community-Feedback umsetzen.

Bisher hat das auch funktioniert. Die ersten Verbesserungen kamen sehr gut in der Community an – und die hat noch viele weitere Wünsche für das Open World-Spiel. Viele würden zum Beispiel gerne im Koop mit Freundinnen und Freunden durch Pywel ziehen.

Zu einem Multiplayer-Feature äußerte sich Heo Jin-young ebenfalls. Intern habe das Team zwar schon Versuche unternommen, einen entsprechenden Modus zu implementieren, allerdings gäbe es laut ihm aktuell noch "Aspekte der Grafik, die in der aktuellen Geräteumgebung geopfert werden müssten". Wenn ein Mehrspielermodus ins Spiel kommt, dürfte das also noch eine Weile dauern.

Welches Feature wünscht ihr euch am meisten für Crimson Desert und hättet ihr lieber ein paar Abstriche beim Gameplay gemacht, um dafür eine bessere Story und Charaktere zu bekommen? Schreibt es uns gern in die Kommentare!


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