Zur offiziellen Ankündigung von Pokémon Wind und Welle für die Nintendo Switch 2 drehte sich die Diskussion vor allem um die vergleichsweise hübsche Grafik der zehnten Generation.
Was das Gameplay des neuen Hauptablegers betrifft, haben wir bisher nur wenige Infos erhalten, aber ein Feature steht auf meiner Wunschliste schon ziemlich weit oben – weil Pokopia wunderbar vorgelegt hat.
Pokémon braucht eine lebendige Natur
Die beliebten Taschenmonster waren in den Spielen schon immer dafür da, um von Trainern gefangen zu werden. Eigentlich bilden sie aber die natürliche Tierwelt des Pokémon-Universums und sollten dementsprechend mehr zu tun haben, als nur herumzulaufen und in Pokébällen zu chillen.
Ausgerechnet Pokopia als frisches Spin-Off zeigt, wie das aussehen könnte. Meine gesammelten Monster rennen nämlich nicht nur ziellos in der Gegend herum. Stattdessen erwecken sie den Eindruck, als würden sie tatsächlich in Welkwüstia leben.
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Pokémon Wind und Welle: Erster Trailer zeigt die neue Spielwelt und schicke Switch 2-Grafik
Das funktioniert vor allem deshalb, weil sie unabhängig von der Ditto-Spielfigur miteinander interagieren. Sie treffen sich, führen Gespräche, nutzen Items in der Umgebung und haben Ansprüche an ihre Umwelt, damit es ihnen gut geht. Für Nockchan müssen wir beispielsweise einen Boxsack aufstellen, damit er fleißig seine Punches trainieren kann.
Dabei kommen auch die unterschiedlichen Charaktereigenschaften der Pokémon zum Tragen, die sich in den Dialogen zeigen, aber auch darin, dass Nockchan wie erwähnt beispielsweise trainiert, während Plinfa sich lieber eine kühle Dusche gönnt und so weiter.
Es braucht mich und mein Ditto gar nicht, damit in meinem Dorf reges Treiben herrscht. Wenn die Taschenmonster einmal eingezogen sind, kommen sie auch ziemlich gut ohne mich zurecht und suchen sich eine Beschäftigung.
So könnten Wind und Welle es besser machen
Natürlich lässt sich nicht alles aus Pokopia direkt auf Generation 10 übertragen. In den RPGs kennen wir etwa normalerweise die Gedanken und Gespräche von wilden Pokémon nicht, immerhin sind wir Menschen und Dittos Übersetzungen fallen weg.
Doch dasselbe Prinzip von einer unabhängigen Welt, die nicht nur existiert, damit wir unsere Pokébälle durch die Wälder schmeißen, ließe sich sehr wohl umsetzen.
Ich denke da auch an kurze Szenen aus einigen Pokémon-Serien oder Filmen wie Detektiv Pikachu, in denen wir Pokémon sehen, wie sie einfach nur ihr normales Leben in der Natur fristen, an Flüssen Wasser trinken, ein Nickerchen machen und tun, was Tiere eben so tun.
Von Taubsi wissen wir beispielsweise, dass es Insekten jagt, indem es über den Boden flitzt und die Beute damit aufscheucht, bevor gefuttert wird. Genau solche Situationen würde ich gerne in Wind & Welle beobachten können.
Besonders passend in dieser Hinsicht setzt übrigens der YouTube-Kanal EnlargedKai die Lebendigkeit der Pokémonwelt um. Hier könnt ihr euch richtig gut gemachte Natur-Dokumentationen über die Verhaltensweisen verschiedener Pokémon anschauen.
Wie cool wäre es bitte, wenn wir in Wind und Welle wilde Pokémon dabei beobachten könnten, wie sie auf Nahrungssuche gehen, Elterntiere ihre Babys bewachen oder – ganz wie in Pokopia – verschiedene Monster miteinander interagieren, wenn sie sich in der Wildnis über den Weg laufen.
Dafür braucht es keine ausgearbeiteten Dialoge, denn warum sollten zwei Pokémon nicht einfach miteinander spielen, sich jagen, beschnuppern oder freundschaftlich kabbeln?
Auf diesem Wege könnte Game Freak auch von den Pokopia-Habitaten lernen, die Entwickler Omega Force ins Spiel gebaut hat. Passende Nester und Lebensräume würden sich gut als Details in der Open World machen.
Idealerweise hätten Wohnräume verschiedener Pokémon-Arten sogar irgendeine Gameplay-Funktion, aber selbst wenn nicht, würde sich die Welt um einiges realistischer anfühlen, wenn ich in einem passenden Gebiet auch mal auf ein Taubsi-Nest stoßen würde, in dem ein paar geschlüpfte Eier liegen – einfach so, als atmosphärisches Element.
Mit Pokémon Schild & Schwert und Legenden Arceus hat die Reihe den Schritt in weitläufige aber karge 3D-Welten gewagt. Immerhin laufen die Monster bereits sichtbar durch die Gegend, anstatt nur im hohen Gras versteckt zu bleiben.
Neben Pokopia will ich hier auch Pokémon Snap nicht unerwähnt lassen. Der Ableger entfernt sich im Gameplay zwar noch weiter von den RPG-Ursprüngen, aber was das Beobachten der Pokémon in ihren natürlichen Lebensräumen angeht, kann die Fotosafari sicher ebenfalls ein paar Inspirationen liefern.
Das (hoffentlich) große Grafik-Upgrade von Wind und Welle wäre spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Welt der Pokémon deutlich lebendiger zu machen; und zwar nicht nur, weil sie besser aussieht.
Was denkt ihr: Fändet ihr eigenständiges Verhalten von Pokémon in Generation 10 auch cool oder spielt das eher keine Rolle für euch?
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