Seite 5: Resident Evil 5 im Test - Review für Xbox 360 und PlayStation 3

Die Taschen einer Frau

Überall sind Kisten und Holzfässer verteilt, die ihr wie beim Vorgänger mit einem Messerschwung öffnet. Darin befinden sich vor allem Heilkräuter, Munition und Gold. Ein neues Heilsystem gibt es auch: Benutzt ihr zum Beispiel ein Erste-Hilfe-Spray wenn euer Partner in der Nähe ist, wird die Wirkung auf beide Charaktere verteilt. Sollte euch einmal zum Beispiel die Munition ausgehen (rechnet fest damit!), stellt ihr per Tastendruck einfach eine kurze Anfrage an den Mitspieler. Befindet sich der gewünschte Gegenstand im Inventar des Kollegen, wandern die Kugeln, Kräuter oder Waffen in eure eigene Tasche. Doof: Ihr könnt nicht bestimmen, wie viele Kugeln den Besitzer wechseln. Es wird automatisch immer die Hälfte transferiert.

Wenn ihr Geld aufsammelt, wird das ebenfalls zwischen den Teammitgliedern aufgeteilt. Der fliegende Händler aus Teil vier taucht nicht mehr auf, vielmehr könnt ihr dieses Mal nach jedem Akt auf Shopping-Tour gehen: In einem separaten Menü tauscht ihr euer Gold gegen Waffen, Heilgegenstände und Upgrades der Wummen ein. So verpasst ihr eurer Pistole mehr Feuerkraft, erhöht die Ladekapazität oder steigert die Präzision beim Zielen. Anfangs stehen im Waffenschrank nur sehr ausgewählte Argumentationsverstärker zur Verfügung: eine Pistole und eine Handgranate, sonst herrscht gähnende Leere. Im Verlauf des Spiels kommt aber ein reichhaltiges Arsenal zustande, mit dem ihr jede noch so knifflige Situation meistern solltet. Wer also fleißig Gold sammelt, deckt sich bald mit MGs, Scharfschützengewehren, Minen, Schrotflinten und Raketenwerfern ein. Die Auswirkungen der Waffen sind immer klar ersichtlich: Eine Pistole verlangsamt die Feinde bei einem Schuss in die Schulter, eine Ladung Schrot wirft sogar den stärksten Gegner aus den Latschen.

Das Inventar jedes Charakters umfasst neun Felder. Ganz im Gegensatz zum Inventar-System von Resident Evil 4 verbraucht aber auch eine große Waffe wie eine Gatling-Gun nur ein Feld. Wem der Platz nicht langt, der legt seine Gegenstände nach jedem Akt in einem »bodenlosen« Safe ab. Vorsicht: Auch wenn ihr im laufenden Spiel auf das Inventar zugreift, wird nicht pausiert. Die Gegner attackieren also fleißig weiter. Legt euch deshalb wichtige Gegenstände immer auf einen »Hotkey« des Digikreuzes – so benutzt ihr zum Beispiel blitzschnell ein Heilkraut, wenn eure Lebensanzeige gefährlich sinkt oder wechselt bei leerem Magazin die Knarre.

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