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Seite 7: Resident Evil 5 im Test - Review für Xbox 360 und PlayStation 3

Der Bombast des Terrors

Ein dickes Lob verdient die fantastische Präsentation: In Sachen Grafik und Sound zieht Resident Evil 5 wirklich alle Register. Die aufwändigen Areale strotzen vor düsterer Atmosphäre, überall warten feine Details auf euch: Schritte wirbeln Sand auf, lockere Wellbleche der Hütten wiegen sich im Wind, von den Wänden in dunklen Höhlen fließen kleine Bäche. Darüber hinaus dürft ihr euch auch noch an den besten Explosionen erfreuen, die es seit langer Zeit gegeben hat -- schießt ihr zum Beispiel in ein Benzinfass, reißt euch die Wucht förmlich aus dem Sessel! Das Beste sind aber die Charakteranimationen und Modelle: Feinde bewegen sich realistisch bedrohlich durch die Areale, weichen euren Schüssen mit blitzschnellen Reflexen aus, überdimensionale Spinnen führen Drohgebärden aus, bevor sie sich auf euch stürzen. Die Bildrate bleibt selbst bei Dauerbeschuss und massivem Gegneraufkommen immer flüssig, einzig auf der PlayStation 3 kommt es in besonders heftigen Szenen zu minimal kleinen Rucklern -- die wirken sich aber nicht negativ auf den Spielablauf aus.

Die meisten Musikstücke im Spiel sind elektronisch-düsterer Natur, bei Endgegnerkämpfen oder Zwischensequenzen lauscht ihr hingegen kraftvollen Orchesterklängen, die das Geschehen wunderbar untermalen. Auch die restliche Soundkulisse ist fantastisch: Aus allen Lautsprechern ertönen Kampfschreie, im Dunkeln macht ihr Feinde nur durch ihr heiseres Röcheln aus, oft werdet ihr von dem Knurren eines mutierten Hundes überrascht. Wenn dann noch Grashalme rascheln, Messer gewetzt werden und sich große Feinde durch entferntes Stapfen ankündigen, ist der Terror perfekt!

Eine neue Serie

Machen wir uns nichts vor: Mit Resident Evil 4 (dt.) hat Capcom seinerzeit die Messlatte für Terror-Action-Titel sehr hoch gesetzt. Resident Evil 5 kann das zwar nicht unbedingt toppen, als Meisterwerk wird das Spiel dennoch in die Serienhistorie eingehen -- immer einwandfrei spielbar werdet ihr hier auf eine extrem unterhaltsame, rasante Tour-de-Force mitgenommen, die andere Genre-Vertreter mit Leichtigkeit auf die hinteren Ränge verweist. Die komplette Spielzeit vergeht wie im Flug, ein Highlight jagt das andere. Und auch wenn viele der Meinung sein könnten, dass gepflegter Grusel nur alleine möglich ist – nach zehn Minuten mit einem Freund werdet ihr dieses Element nicht mehr missen wollen!

Horror macht immer eine Wandlung durch. Und auch wenn viele Zombie-Puristen den zurückgeschraubten Grusel-Faktor bemängeln werden - moderner (weil härter) wie Resident Evil 5 könnte ein Spiel im Jahr 2009 nicht sein.

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