Mehr als eine Preisfrage: Die Steam Machine könnte nach 25 Jahren mein Sprung auf den PC werden

Als jahrelanger Konsolenspieler spielt Sanel schon länger mit dem Gedanken, auf den PC zu wechseln. Die Steam Machine kommt da wie gerufen!

Die Steam Machine wird in diesem Jahr erscheinen – und Sanel wird wahrscheinlich zuschlagen. Die Steam Machine wird in diesem Jahr erscheinen – und Sanel wird wahrscheinlich zuschlagen.

Bei der Enthüllung der Steam Machine, oder "GabeCube", wie sie im Netz liebevoll genannt wird, dachte ich mir nur: ein Hybrid aus PC und Konsole? In this economy?! Doch der kleine Gaming-Würfel schaut zu verlockend aus, um ihn zu ignorieren, und scheint auf den ersten Blick genau das zu bieten, was mir für einen Wechsel auf den PC bisher fehlte.

Einen Preis kenne ich zum aktuellen Zeitpunkt zwar noch nicht, aber davon will ich den Kauf auch nicht allein abhängig machen. Immerhin hat diese Konsolengeneration ihre eigenen "Preisanpassungen" hinter sich. Die Steam Machine ist obendrein ein vollwertiger PC – und mein Schlepptop pfeift mittlerweile aus dem letzten Loch.

Daher gehen mir tatsächlich ganz andere Punkte bei meiner Kaufentscheidung durch den Kopf, die mich einerseits jubeln, andererseits auch zögern lassen.

Über den Autor: Sanel spielt sein ganzes Leben schon auf Konsole. Mit Crash Bandicoot auf der PS1 ist er groß geworden, für Smash Bros. Ultimate hat er sich die Switch geholt und einige Indie-Perlen konnte er dank des damals günstigen Xbox Game Passes für sich entdecken. Inzwischen zieht es ihn aber immer mehr auf den PC und er schielt seit ihrer Ankündigung auf die Steam Machine.

Plug-and-play – aber wie lange?

Okay, gehen wir vom Besten aus: Der Klotz wird trotz happiger RAM-Preise ein verhältnismäßiges Schnäppchen. Er ist kompakt und lädt zum sofortigen Spielen ein. Super! Was mich trotzdem grübeln lässt: Macht die Steam Machine auch in ein paar Jahren noch genug Dampf?

Valve verspricht die sechsfache Leistung des Steam Decks, was immer noch schwächer als die PS5 Pro wäre – mich jedoch mehr kosten könnte. Zudem ist die Steam Machine kaum aufrüstbar und spätestens mit der PS6 oder einem mutmaßlichen Xbox-PC schon wieder altes Eisen.

Während Speicher und RAM ausgetauscht werden können, sieht es für Grafikkarte und Prozessor schlecht aus. Grafisch anspruchsvolle Spiele oder solche, die zu viel Performance abverlangen, würde ich schlimmstenfalls nicht spielen können. Die Steam Machine erbt also die guten sowie schlechten Seiten einer Konsole.

Hoffnung machen mir hier aber die zahlreichen fürs Steam Deck "verifizierten" Spiele. Entwickler optimieren bereits für SteamOS, sodass ich als PC-Novize in den Spieleinstellungen nicht herumwerkeln muss. Dank der gleichen Behandlung hat die Steam Machine im besten Fall einen deutlich längeren Atem.

Video starten 1:00:20 Wird die nächste Steam Machine wieder zum Desaster für Valve?

Der berüchtigte Pile of Shame könnte endlich mein sein

Witzigerweise wartet schon das ein oder andere Spiel in meiner Steam-Bibliothek auf mich … dabei habe ich noch gar keinen Gaming-PC. Was soll ich sagen? Die spottbilligen Angebote aus dem Steam Sale gehen selbst an einem Konsolenspieler nicht vorbei. Und natürlich hamstere ich auch die kostenlosen Epic-Spiele vorsorglich.

Auf PC gibt es jede Menge Games, die auf Konsole mit Abwesenheit glänzen. Und dabei geht es mir nicht um Grafikkracher, sondern Spiele wie der Koop-Kletterspaß Peak, Minecraft-Rivale Hytale oder das Fan-Projekt TimeSplitters Rewind. Außerdem käme ich endlich in den Genuss von unzähligen Mods. Ihr glaubt nicht, wie lange ich in San Andreas nach Bigfoot gesucht habe … auf der PS2 natürlich erfolglos.

Auch braucht es kein Abo, um online zu spielen – Dienste, die auf PlayStation und Xbox ohnehin unverschämt teuer geworden sind. Zudem sind die monatlichen Bonus-Spiele für PS Plus oft eine echte Glückssache – und in meinem Fall hatte ich selten Glück. Einen Preis müsste ich auf PC aber bezahlen: Es gibt leider deutlich mehr Cheater.

Auf dieses Spiel kann ich nicht verzichten

Ein echter Wermutstropfen wäre das Fehlen von GTA 6. Ein PC-Release lässt Rockstar-typisch auf sich warten, schlimmstenfalls wieder zwei Jahre. Und auch so manches PlayStation-Franchise möchte ich nicht versäumen; da stecke ich zu tief drin. Obwohl einige davon mit genügend Geduld ihren Weg auf den PC finden, könnte der Einfluss der Steam Machine bei Sony für eine Strategie-Wende sorgen.

Der tatsächliche Einfluss bleibt aber abzuwarten: Die Steam Machine ist am Ende des Tages ein PC als Konsole getarnt für eine spitze Zielgruppe.

Ist die Steam Machine eine Konsolen-Alternative?

Kurz: Nein! Lang: Die Steam Machine bietet mir in erster Linie Komfort. Eben das, was ich beim Sprung von Konsole auf PC suche – sofern der Preis nicht exorbitant höher ist als bei vergleichbaren PCs.

Aber es ist mehr als nur eine Preisfrage! Ist in ein paar Jahren noch genug Dampf in der Steam Machine? Werden Spiele optimiert, wenn sie ein Nischenprodukt bleibt? Und kann ich auf das ein (GTA 6) oder andere (Wolverine) Game wirklich verzichten?

Die Steam Machine kann weder meine jetzige noch künftige Konsole ablösen. Doch ihre Vorteile überzeugen mich, um sie als Wohnzimmer-PC und Zweitkonsole begrüßen zu dürfen und mich in meiner Steam-Bibliothek endlich auszutoben.

Was sagt ihr? Stimmt ihr mir zu oder seht ihr Punkte ganz anders? Und holt ihr euch die Steam Machine? Lasst es mich mehr als gerne wissen!


Kommentare(2)
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