Animal Crossing: Nintendo denkt nach Erfolg mehr über Games-as-a-Service nach

Der Erfolg von Animal Crossing soll Nintendo in Zukunft als Blaupause dienen. Präsident Furukawa spricht sich für mehr „Spiele mit langer Lebenszeit“ aus.

von Jonathan Harsch,
14.04.2021 16:21 Uhr

Animal Crossing ist bei Nintendo ein Vorbild für zukünftige Projekte. Animal Crossing ist bei Nintendo ein Vorbild für zukünftige Projekte.

Animal Crossing: New Horizons verkauft sich weiterhin prächtig. Über 30 Millionen Einheiten wurden von der Lebenssimulation für die Nintendo Switch bereits abgesetzt. Damit rückt der Titel sogar einem Rekord von GTA V auf die Pelle und könnte bald Mario Kart 8 Deluxe als das am besten verkaufte Spiel für die Switch ablösen. Kein Wunder also, dass Nintendo zukünftige Projekte an New Horizons ausrichten möchte.

Corona-Pandemie begünstigt Verkäufe: In einem Interview mit Nikkei (Übersetzt von Nintendoeverything), spricht Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa über den Erfolg von Animal Crossing: New Horizons und der Nintendo Switch:

"Es ist wahr, dass unser momentanes Wachstum davon begünstigt wurde, dass viele Menschen zuhause bleiben mussten. Auch wenn die Notfallsituation [in Japan] vorüber ist, verbringen die Leute mehr Zeit in den eigenen vier Wänden als zuvor."

Mehr Games-as-a-Service von Nintendo?

Zukünftige Projekte von Nintendo sollen sich am Erfolg von Animal Crossing orientieren. Das bedeutet, Nintendo scheint gewillt, mehr Spiele mit einem langen Lebenszyklus zu entwickeln:

"Spiele wie Animal Crossing mit langer Lebensspanne werden immer besser angenommen, und wir glauben, dass das eine große Auswirkung auf Entwicklungen in der Zukunft haben wird. Wir wollen Spiele bereitstellen, die eine Kommunikation mit Freunden und der Familie erlauben."

Service-Games von Nintendo: Klingt ganz nach Games-as-a-Service. Und es ist nicht so, dass Nintendo damit keine Erfahrung hat. Auch Splatoon 2 und ARMS waren anfangs eher rudimentäre Titel, die nach dem Launch mit immer mehr Inhalten versorgt wurden. Ein weiteres Beispiel ist Super Smash Bros. Ultimate, dem weiterhin neue Kämpfer hinzugefügt werden.

Und was ist mit Mikrotransaktionen? Bisher sind Spiele von Nintendo, die als Service-Games bezeichnet werden könnten, keine großen Geldschlucker. Hoffen wir, dass das auch in Zukunft so bleibt und wir nicht irgendwann ein paar Euro für ein Mario-Kostüm zahlen müssen. Wenn Nintendo nicht zu gierig wird, dürfte die Community mehr Spiele wie Animal Crossing willkommen heißen.

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Nintendo will neue Marken erschaffen

Innovation bedeutet für Furukawa aber auch, dass Nintendo regelmäßig neue Franchises ins Leben ruft. Mario und Zelda werden natürlich auch weiterhin die Säulen des Unternehmens sein, aber es soll bei der Spielentwicklung wieder mehr experimentiert werden. Bei der großen Konkurrenz auf dem Gaming-Markt, müssen die Spiele von Nintendo grundsätzlich interessant sein. Klingt so, als würde Furukawa Lückenfüller in Zukunft vermeiden wollen.

Was wünscht ihr euch von Nintendo für die nächsten Jahre?

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