Die besten Xbox Series Controller 2021 – Top-Gamepads im Vergleich

In unserer Topliste stellen wir euch die besten Xbox Series Controller vor, vom günstigen Zweitcontroller bis zum High-End-Gamepad.

von Benjamin Herbst,
04.03.2021 11:31 Uhr

Neben den First-Party-Controller von Microsoft gibt es für die Xbox Series X und S bereits einige Alternativen von Drittherstellern. Neben den First-Party-Controller von Microsoft gibt es für die Xbox Series X und S bereits einige Alternativen von Drittherstellern.

Die Xbox Series X und S sind noch nicht lange auf dem Markt, dennoch sind schon ein paar Controller für die neuen Konsolen erschienen. Da die Xbox Series zudem mit fast allen Gamepads kompatibel ist, die auch mit der Xbox One funktioniert haben, gibt es bereits eine große Auswahl. Deshalb geben wir euch hier einen Überblick über die wichtigsten Modelle. Dabei geht es uns weniger um eine Rangliste der besten Controller als vielmehr darum, für jede Zielgruppe das beste Gamepad zu finden.

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Inhalt

Controller von Microsoft

Controller von Drittanbietern

Der Standard: Microsoft Xbox Series Controller

Xbox Series Controller Microsofts neuer Controller für die Xbox Series X und S: Sinnvolle Neuerungen, aber wohl keine Revolution.

Pro
  • stark verbessertes Steuerkreuz
  • gute Verarbeitung
  • präzise Sticks und Buttons
  • hohe Kompatibilität
  • Umbelegung der Tasten möglich
Contra
  • keine besonderen Features
  • keine Konfiguration der Sensitivität

Preis: circa 50 bis 60 Euro

Xbox Series Controller bei Amazon*

Kleine Verbesserungen: Was das Tastenlayout und das Design angeht, hat sich bei Microsofts Xbox Series Controller im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas getan. Ein paar Verbesserungen gibt es aber doch. Neu ist zum Beispiel die Share-Taste, mit der man je nach Einstellung unkompliziert Screenshots aufnehmen oder die Aufnahme von Clips starten kann. Die Rückseite der Griffe hat zudem nun kleine Noppen, die für mehr Rutschfestigkeit sorgen. Außerdem wurde die Latenz weiter verringert.

Neues D-Pad: Die vielleicht spektakulärste Änderung ist das neue D-Pad, das sich mit seinem tellerförmigen Design deutlich vom Steuerkreuz des Xbox One Controllers unterscheidet und stattdessen eher an das D-Pad des Xbox Elite Controllers erinnert. Das neue D-Pad hat deutlich bessere Druckpunkte und erlaubt eine präzisere Steuerung als beim Xbox One Controller, obwohl auch dieser bereits eine Verbesserung gegenüber seinem Vorgänger darstellte. Kleiner Nachteil: Das D-Pad des Xbox Series Controllers produziert recht laute Klickgeräusche.

Gewohnte Qualität: Ansonsten haben die Sticks und Buttons ungefähr die Qualität, die man schon vom Vorgänger kennt. Hier und da mögen sie sich ein bisschen anders anfühlen, aber große Veränderungen solltet ihr nicht erwarten. Das ist auch gut so, denn abgesehen vom Steuerkreuz gab es sowieso nicht mehr viel zu verbessern. Die Verarbeitung fühlt sich ebenfalls wie gewohnt hochwertig an und der Controller liegt gut in der Hand.

Mehr erfahren: Das ist neu am Xbox Series Controller

Wieder mit Batterie: Wie der Xbox One Controller setzt auch sein Nachfolger auf AA-Batterien anstelle eines fest verbauten Akkus. Beim Xbox Elite Controller Series 2 hatte Microsoft den Schritt zum Akku gewagt, bei den Spielern kam das aber anscheinend nicht gut an. Statt Batterien könnt ihr auch Akku-Packs verwenden, die ihr direkt im Controller aufladen könnt. Eine Batterieladung kann für etwa 20 Stunden Spielzeit reichen, was aber natürlich von den verwendeten Batterien abhängt.

Volle Kompatibilität: Der Controller der Xbox Series X ist mit so ziemlich allem kompatibel, von der Xbox One über den PC bis hin zu Mobile-Plattformen wie iPhones und Android-Geräten. Damit bei Mobile-Geräten alles richtig funktioniert, ist aber eventuell ein Firmwareupdate nötig, das ihr per Xbox-Zubehör-App einfach ausführen könnt. Mit der Software könnt ihr auch die Zuordnung der Tasten und Sticks ändern und in verschiedenen Profilen abspeichern. Die Empfindlichkeit von Sticks und Triggern könnt ihr aber nur beim Elite Controller selbst bestimmen.

Fazit: Der Controller der Xbox Series X und S ist besser als der Vorgänger für die Xbox One, vor allem dank des verbesserten Steuerkreuzes. Um einen gigantischen Fortschritt handelt es sich aber nicht. Somit bekommt ihr abermals einen sehr guten Standard-Controller, der kaum einen Makel hat, aber eben auch keine ungewöhnlichen Features oder zusätzliche Buttons und Tasten bietet. In seiner Preisklasse ist der Microsoft Xbox Series Controller trotzdem kaum zu schlagen.

Xbox Series Controller bei Amazon*

Der Vorgänger: Microsoft Xbox One Controller

MS Xbox One Controller Microsofts Standardcontroller für die Xbox One ist an der Xbox Series noch immer gut verwendbar.

Pro
  • präzise Sticks und Buttons
  • gute Verarbeitung
  • ergonomisches Design
  • Umbelegung der Tasten möglich
Contra
  • Steuerkreuz schlechter als beim Nachfolger
  • keine besonderen Funktionen und Extras
  • keine Einstellung der Sensitivität

Preis: ca. 50 Euro

Microsoft Xbox One Wireless Controller bei Amazon*

Ordentliches Steuerkreuz: Das Steuerkreuz des Xbox One Controllers war bei seiner Einführung eine der wichtigsten Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger, dessen schwammiges D-Pad der größter Schwachpunkt war. Der Xbox One Controller produziert sehr viel weniger falsche Eingaben als der Xbox 360 Controller, dem neuen D-Pad des Xbox Series Controllers ist er dennoch unterlegen.

Gewohnte Qualität: Ansonsten bieten die Buttons und Stick eine ähnliche Qualität, wie man sie auch schon vom 360-Controller gewohnt war und wie sie der Series-Controller ebenso bietet. Hier hat es von Generation zu Generation nur noch sehr feine Verbesserungen gegeben, was schlicht daran liegt, dass der Xbox 360 Controller bereits bestens funktioniert hat. Beim Xbox One Controller kann man übrigens, wie bei seinem Nachfolger, die Tasten per Zubehör-App konfigurieren.

Mehr erfahren: Microsoft Xbox One Controller im Test

Gutes Handling: Im Vergleich zu manchen Controllern von anderen Herstellern fällt der Xbox One Wireless Controller nicht zuletzt dadurch auf, wie gut er in der Hand liegt. Am ergonomische Design gibt es kaum etwas zu verbessern, was auch der Grund dafür sein dürfte, dass Microsoft hieran seit mehreren Generationen wenig ändert. Auch die Verarbeitung ist sehr solide geraten, wenngleich sie nicht ganz das Niveau des Elite Controllers erreicht.

Revision mit Bluetooth: Vom Xbox One Controller gibt es eine neue und eine alte, vor der Xbox One S erschienene Version. Größter Unterschied: Nur die neue Version unterstützt Bluetooth. Ihr erkennt sie daran, dass die Oberfläche um die Xbox-Taste Teil des übrigen Gehäuses ist (wie auf der Abbildung oben) und nicht aus demselben Material wie die Schultertasten. Auf die alte Variante dürftet ihr auf dem Markt aber ohnehin kaum noch stoßen. Selbst die neue Version könnte bald aus den Läden verschwinden, da Microsoft nur noch den Xbox Series Controller produziert.

Fazit: Der Xbox One Wireless Controller ist dem neuen Xbox Series Controller nicht allzu weit unterlegen. Mindestens als Zweitcontroller für lokale Multiplayermatches ist er damit auch an der Xbox Series noch sehr gut zu gebrauchen. Ihn jetzt noch zu kaufen, sei es für die Xbox Series oder auch für Xbox One, macht aber wenig Sinn, es sei denn, ihr findet ihn sehr günstig als Restposten. Ansonsten bekommt ihr mit dem neuen Modell etwas höhere Qualität zu einem ähnlichen Preis.

Microsoft Xbox One Wireless Controller bei Amazon*

Die High-End-Referenz: Xbox Elite Controller Series 2

Elite Series 2 Der Xbox Elite Controller Series 2 ist die Referenz im High-End-Bereich.

Pro
  • viele Einstellungsmöglichkeit
  • hochwertige Verarbeitung
  • vier Paddel auf der Unterseite
  • Case und Ladestation inklusive
  • 30 bis 40 Stunden Akkulaufzeit
Contra
  • Stickauswahl nicht so gut wie beim Vorgänger
  • Akku nicht mehr austauschbar

Preis: ca. 160 bis 180 Euro (momentan nahezu ausverkauft)

Xbox Elite Controller Series 2 bei MediaMarkt*

Gute Ausstattung: Der Elite Controller Series 2 kommt wie sein Vorgänger in einem schützenden Case. Dieses ist diesmal mit einer kleinen Klappe ausgestattet, durch die man den Controller laden kann, während er sich im Case befindet. Außerdem liegen wieder mehrere Sticks in verschiedener Länge und mit verschiedenen Oberflächen bei. Hier wurde aber etwas gespart, es gibt nicht mehr zwei von jeder Sorte. Dafür wird eine Ladestation mitgeliefert.

Mehr Optionen: Neu ist außerdem, dass sich der Widerstand der Sticks in drei Stufen einstellen lässt. Ohnehin ist per App so gut wie alles am neuen Elite Controller einstellbar, von der Tastenzuordnung über die Wege der Trigger und die Stärke der Vibration bis zur Helligkeit des Xbox-Logos. Die Einstellungen lassen sich in verschiedenen Profilen speichern, die man bequem per Tastendruck wechseln kann.

Vier Paddel: Frei belegbar sind auch die vier Paddel auf der Unterseite. Durch ihre leichte Erreichbarkeit können diese wertvolle Sekundenbruchteile sparen, wenn man sie für wichtige Funktionen wie beispielsweise das Nachladen in Shootern verwendet. Die Paddel waren aber auch schon beim ersten Elite Controller vorhanden.

Elite Series 2 Die Paddel beim Xbox Elite Controller Series 2 sind seitlich angebracht und leicht zu erreichen.

Mehr erfahren: Xbox Elite Controller Series 2 im Test

Gute Verarbeitung, neues Design: Auch die hochwertige Verarbeitung hat der Elite Controller Series 2 mit seinem Vorgänger gemein. Geändert hat sich hingegen das Design, der neue Controller ist ganz in Schwarz gehalten. Die raue Oberfläche auf der Oberseite der Griffe ist ebenfalls neu. Beides ist aber eher Geschmackssache.

Fester Akku: Der Akku hält ca. 30 bis 40 Stunden. Er ist fest verbaut und nicht ohne weiteres austauschbar. Das ist schade, da die Leistungsfähigkeit eines Akkus früher oder später nachlässt, die meisten Käufer ihren Elite Controller aber wahrscheinlich noch viele Jahre nutzen möchten. Die Standard-Controller der Xbox Series und Xbox One laufen hingegen mit Batterien oder austauschbaren Akkupacks. Deren Laufzeit ist jedoch etwas geringer.

Fazit: Der Elite Controller Series 2 ist der beste Xbox Controller auf dem Markt und die erste Wahl für alle, die auf der Suche nach einem High-End-Gerät für hohe Ansprüche sind. Der kostspielige Kauf lohnt sich aber nur, wenn man die vielen Einstellungsmöglichkeiten tatsächlich nutzen möchte. Wer schon den ersten Elite Controller besitzt, braucht übrigens nicht umzusteigen. Die Verbesserungen fallen zu gering aus, um den Preis zu rechtfertigen.

Xbox Elite Controller Series 2 bei MediaMarkt*

Inkludierend: Xbox Adaptive Controller

Xbox Adaptive Controller Der Xbox Adaptive Controller ist für Spieler*innen mit motorischen Einschränkungen gedacht.

Pro
  • auf unterschiedliche Bedürfnisse anpassbar
  • mit normalem Xbox Controller kombinierbar
Contra
  • teuer
  • nur Basis-Controller im Lieferumfang enthalten
  • Zubehör inzwischen nur noch schwer zu bekommen

Preis: ca. 90€ (nur Basis-Controller)

Xbox Adaptive Controller im Microsoft Store*

Enge Zielgruppe: Der Xbox Adaptive Controller ist ausschließlich für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit gedacht. Er wird nicht in den Händen gehalten, sondern auf den Tisch gelegt oder auf ein Stativ montiert. All jenen, die keine Probleme im Umgang mit einem gewöhnlichen Controller haben, bietet er keine Vorteile.

Limitierte Basis: Der Adaptive Controller bietet in seiner Basisausführung deutlich weniger Funktionen als ein normales Gamepad. Neben einem Steuerkreuz und Tasten zum Öffnen der Menüs verfügt er lediglich über zwei sehr große Buttons. Allein ist er daher für die meisten Spiele unbrauchbar. Allerdings verfügt er an der Oberseite über 19 Anschlüsse, um ihn mit weiteren Geräten zu kombinieren.

Mehr erfahren: Xbox Adaptive Controller im Test

Kombinierbar: Das funktioniert beispielsweise mit dem normalen Xbox Controller. Wer also lediglich Probleme damit hat, die Trigger zu drücken, kann sich deren Funktion auf die Buttons des Adaptive Controllers legen und diese mit einem anderen Körperteil, etwa mit den Füßen, bedienen.

Kostspielig und schwer zu bekommen: Schwieriger wird es, wenn man den normalen Controller gar nicht verwenden kann. Dann muss man sich nämlich eventuell eine ganze Menge Geräte zum Adaptive Controller dazukaufen. Leider ist vieles von dem Zubehör, das es zum Release des Adaptive Controller mal gab, längst nicht mehr verfügbar. Entsprechende Geräte von Drittanbietern sind ebenfalls selten und oft sehr teuer. Schon ein einzelner Knopf kann 50 bis 90 Euro kosten.

Fazit: Das Konzept eines Basis-Controllers, an den zusätzliche Geräte angeschlossen werden, mag etwas kompliziert wirken, ist letztlich aber wohl der einzige Weg, den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht zu werden. Die Idee ist also gut, aber Microsoft hat leider bisher nicht für eine langfristige Unterstützung mit dem nötigen Zubehör gesorgt. Wer spezielle Bedürfnisse hat (und genau für diese ist der Controller ja eigentlich da), muss deshalb eventuell lange nach den passenden Extras suchen und einen hohen Preis bezahlen.

Xbox Adaptive Controller im Microsoft Store*

Der günstige Zweitcontroller: PDP Wired Xbox Controller

PDP Xbox Controller Über viele Extras verfügt der PDP Wired Xbox Controller nicht, aber dafür bietet er solide Qualität zum kleinen Preis.

Pro
  • funktioniert zuverlässig
  • Funktionstaste, die Einstellung der Lautstärke ermöglicht
  • bei aktueller Version Share-Taste vorhanden
Contra
  • kabelgebunden
  • Kabel etwas kürzer als üblich (2,5 m)
  • Verarbeitung mäßig

Preis: ca. 30€

PDP Wired Xbox Controller bei Amazon*

Leicht aktualisiert: Der PDP Wired Controller ist ein offiziell lizenzierter Controller vom Dritthersteller Performance Designed Products. Er wird mit einem abnehmbaren Kabel geliefert, das mit 2,5 Metern ein wenig kürzer ist als bei den meisten anderen kabelgebundenen Controllern. Den Controller gab es schon für die Xbox One. Bei der aktualisierten Version, die ihr auf dem Bild oben seht, wurde lediglich die Share-Taste hinzugefügt. Wenn euch diese egal ist, könnt ihr auch zum alten Modell greifen.

Ordentlich verarbeitet: Die Verarbeitung fühlt sich nicht sonderlich hochwertig an, ist aber solide. Die Sticks und sämtliche Buttons erfüllen zuverlässig ihre Aufgabe. Insbesondere die Trigger fühlen sich besser an als die des Controllers von PowerA (siehe unten), der sich auf einem ähnlichen Preisniveau befindet. Mit dem Original von Microsoft kann er aber nicht ganz mithalten.

Praktische Sonderfunktion: Eine kleine Besonderheit bietet der PDP Controller durch die rechts unter dem rechten Stick angebrachte Funktionstaste. Hält man diese gedrückt, kann man über das Steuerkreuz die Lautstärke sowie die Balance zwischen dem Sound des Spiels und dem Voicechat einstellen. Eine Möglichkeit, das Mikrofon stummzuschalten, gibt es aber nicht. Ansonsten bietet der PDP nur die üblichen Features wie Vibrationsmotoren.

Fazit: Der PDP Xbox Controller ist ein simples Gamepad ohne viele Extras, das aber zuverlässig seine Aufgabe erfüllt. Im Preisbereich bis 30 Euro ist er unserer Ansicht nach die erste Wahl und als gelegentlich genutzter Zweitcontroller sehr zu empfehlen, sofern man mit dem etwas kurzen Kabel leben kann. Ein vollwertiger Konkurrent für das Original ist er aber trotz der Sonderfunktionen nicht.

PDP Wired Xbox Controller bei Amazon*

Zusätzliche Tasten: PowerA Enhanced Controller (Xbox One)

Power A Xbox Controller Standard Der PowerA Enhanced Controller sieht dem Xbox One Controller von Microsoft sehr ähnlich.

Pro
  • reagiert präzise
  • größtenteils solide verarbeitet
  • programmierbare Buttons auf der Unterseite (nur bei Enhanced Edition)
Contra
  • Trigger und Schultertasten fühlen sich nicht hochwertig an
  • kabelgebunden

Preis: circa 40 Euro (Enhanced Edition)

PowerA Xbox One Wired Controller Enhanced Edition bei Expert*

Enhanced-Version: Den offiziell lizenzierten und für die Xbox One gedachten Controller von PowerA gibt es neben der (inzwischen weitgehend vergriffenen) Standardversion auch in einer Enhanced Edition. Diese bietet zwei zusätzliche, leicht erreichbare Buttons auf der Innenseite der Griffe, welche sich programmieren lassen. Hierzu drückt man einen dritten Button an der Unterseite des Controllers, dann den Button, dessen Funktion man übernehmen möchte, und schließlich den gewünschten Extrabutton.

Solide Qualität: Ansonsten gibt es kaum Unterschiede zwischen der normalen und der Enhanced-Version. Beide Varianten sind kabelgebunden, ein drei Meter langes abnehmbares USB-Kabel liegt bei. Die Sticks, das Steuerkreuz und die Buttons auf der Vorderseite funktionieren zuverlässig. Insbesondere das Steuerkreuz kann aber nicht mit dem des Xbox Series Controllers von Microsoft mithalten. Die Verarbeitung wirkt insgesamt solide, aber ebenfalls nicht ganz so gut wie beim Original von Microsoft.

Power A Xbox Controller Enhanced Die Enhanced-Version des PowerA bietet zwei unauffällige, aber praktische Tasten an der Innenseite der Griffe.

Kleine Trigger-Probleme: Die Schultertasten und vor allem die Trigger fühlen sich zudem recht billig an. Bei Letzteren hat man manchmal das Gefühl, als würden sie nicht exakt in den Controller passen und deshalb am Gehäuseinneren entlangschrammen. Sie erfüllen dennoch problemlos ihre Aufgabe, sind aber mindestens gewöhnungsbedürftig. Immerhin liegt der Controller gut in der Hand, was allerdings zu erwarten war, da er sich stark am Original orientiert.

Fazit: Der PowerA Xbox Controller ist eine solide Alternative zu Microsofts Standardcontroller, trotz der gewöhnungsbedürftigen Trigger. Das gilt zumindest dann, wenn man die praktischen Zusatztasten auf der Unterseite häufig nutzen möchte. Zusammen mit dem günstigeren Preis wiegen diese die Nachteile zumindest teilweise auf. Als selten genutzter Zweitcontroller tut es allerdings auch das noch etwas günstigere Modell von PDP.

PowerA Xbox One Wired Controller Enhanced Edition bei MediaMarkt*

Vorschau: PowerA Enhanced Controller (Xbox Series)

PowerA Controller Xbox Series Der PowerA Enhanced Controller für die Xbox Series besitzt nicht nur den neuen Share-Button, sondern auch einen zusätzlichen Schalter zur Regulierung des Headsets.

Preis: circa 37 Euro (erscheint am 31. März 2021)

Neue Schalter: Vom oben genannten PowerA Enhanced Controller wird es bald eine neue Version für die Xbox Series geben. Diese verfügt nicht nur über den neuen Share-Button, sondern bringt auch noch einen praktischen neuen Schalter mit, der euch die Lautstärke eines angeschlossenen Headsets regulieren und das Mikrofon stummschalten lässt. Wie bei der Xbox-One-Version gibt es zudem wieder zusätzliche Tasten an der Unterseite der Griffe.

Recht günstig: Der Preis der neuen Version liegt bei Amazon derzeit bei rund 37 Euro, mit kleinen Abweichungen je nach Farbe. Damit wäre sie sogar etwas günstiger als die aktuellen Preise der Xbox-One-Fassung. Es empfiehlt sich deshalb, nicht mehr die alte Version zu kaufen, sondern auf die neue zu warten. Allerdings wissen wir noch nicht, wie der neue Controller qualitativ im Vergleich zum alten abschneiden wird. Zudem können sich die Preise natürlich noch ändern.

PowerA Enhanced Controller für Xbox Series bei Amazon*

Die Standard-Alternative: Hori Horipad Pro für Xbox Series

Hori Horipad Pro Das Hori Horipad Pro für die Xbox Series bietet einige Extras, zum Beispiel eine App mit vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Pro
  • Tasten zur Audio-Regulierung
  • Profile speichern und schnell wechseln
  • App mit vielen Optionen
  • präzise Sticks und Buttons
Contra
  • kabelgebunden
  • Trigger etwas schwergängig
  • ignoriert Audioeinstellungen der Xbox

Preis: circa 48 Euro

Hori Horipad Pro für Xbox Series bei Amazon*

Guter Controller mit kleinen Problemen: Beim Hori Horipad Pro handelt es sich um einen offiziell lizenzierten Controller für die Xbox Series, der im November 2020 erschienen ist. Er besitzt jedoch ein gewöhnliches Steuerkreuz wie der Xbox One Controller, das zwar zuverlässig seinen Dienst tut, aber nicht ganz mit dem neuen D-Pad des Xbox Series Controllers mithalten kann. Ansonsten funktionieren die Tasten und Sticks gut und präzise. Die Trigger sind allerdings etwas schwergängig. In Spielen, in denen man sehr schnell den Abzug betätigen muss, ist das nicht optimal.

Zusätzliche Tasten: Das Horipad Pro verfügt über alle Tasten, die auch das Original von Microsoft bietet, einschließlich des neuen Share-Buttons. Unten am Controller gibt es zudem drei zusätzliche Tasten. Einer dieser Button dient zum Stummschalten des Headsets. Mit dem Audio-Button könnt ihr die Lautstärke und die Game-Chat-Balance des angeschlossenen Headsets regulieren, wenn ihr ihn gemeinsam mit dem Steuerkreuz nutzt. Ein kleines Problem dabei: Ihr könnt Audio-Einstellungen nur über diese Buttons oder die App von Hori vornehmen. Einstellungen der Xbox ignoriert der Controller.

Anpassbar per App: Der dritte Button schließlich dient zum Wechseln zwischen bis zu vier Profilen, die man per App selbst erstellen und speichern kann. Die umfangreiche App erlaubt, ähnlich wie beim Controller von Microsoft, die Umbelegung der Tasten sowie das An- und Abschalten der Vibration. Hinzu kommen verschiedene Audio-Optionen und, wie beim Xbox Elite Series 2, die Einstellung der Sensitivität von Triggern und Sticks.

Fazit: Das Hori Horipad Pro für Xbox Series kostet ein bisschen weniger als der Standard-Controller und bietet trotzdem wertvolle zusätzliche Features. Vor allem die App mit Einstellungsmöglichkeiten, wie man sie vom Elite Controller kennt, ist beeindruckend. Man darf aber nicht vergessen, dass man sich zusammen mit diesen Vorteilen auch Nachteile einhandelt. Vor allem die Trigger fühlen sich bei Microsofts Controller deutlich besser an und dieser ist im Gegensatz zum Horipad kabellos. Die Frage ist also, was euch mehr wert ist.

Hori Horipad Pro für Xbox Series bei Amazon*

Die Elite-Alternative: Razer Wolverine (Tournament & Ultimate, Xbox One)

Razer Wolverine Tournament Der Razer Wolverine Ultimate bietet eine Menge zusätzlicher Tasten.

Pro
  • Buttons und Sticks präzise
  • liegt gut in der Hand
  • zusätzliche Tasten zwischen den Triggern
  • Schalter für empfindlichere Trigger
  • Paddels an der Unterseite (2 bei Tournament, 4 bei Ultimate)
  • bei Ultimate: Control Panel
  • bei Ultimate: viele Anpassungsmöglichkeiten
Contra
  • kabelgebunden
  • nicht alle Zusatztasten bequem erreichbar
  • bei Ultimate: nur wenige Sticks mitgeliefert

Preis: ca. 100€ (Tournament), ca. 150€ (Ultimate)

Razer Wolverine Tournament Edition bei MediaMarkt*

Zwei Versionen: Der Razer Wolverine der Xbox-One-Generation ist in zwei verschiedenen Versionen zu haben. Die teurere Ultimate Edition soll dem Elite Controller Konkurrenz machen, die günstigere Tournament Edition liegt irgendwo zwischen dem Standard- und dem Elite-Controller. Hinsichtlich der Qualität der grundlegenden Funktionen gibt es keine Unterschiede zwischen den Modellen, der Wolverine Ultimate verfügt aber über eine Menge Extras.

Razer Wolverine Tournament Der Razer Wolverine Tournament verfügt über deutlich weniger Extras als der Ultimate.

Handhabung: Die Verarbeitung fühlt sich bei beiden Varianten hochwertig an und beide liegen gut in der Hand. Die Buttons und Sticks funktionieren präzise. Die Trigger sind etwas leichtgängiger als bei Microsofts Standardcontroller, was schlicht Geschmackssache ist. Beide Versionen des Wolverine sind kabelgebunden. Ein 3 m langes, abnehmbares Kabel liegt bei.

Tasten zwischen Triggern: Beide Modelle verfügen zudem über zwei zusätzliche, an der Oberseite des Controllers zwischen den Triggern angebrachten Tasten. Da man über die Trigger oder die Schultertasten hinweg greifen muss, um sie zu erreichen, sind diese etwas unkomfortabel zu bedienen. Sie eignen sich deshalb für eher selten genutzte Funktionen. Außerdem hat der Wolverine auf der Unterseite zwei Schalter, durch die ihr die Empfindlichkeit der Trigger erhöhen könnt.

Paddel: Ebenfalls auf der Unterseite liegen beim Razer Wolverine Ultimate vier Paddel, die anders als beim Elite Controller in der Mitte angebracht sind und ziemlich weit herausstehen. So sind sie zwar gut zu erreichen, können je nach individueller Handhaltung aber auch stören. Der Wolverine Tournament hat nur zwei Paddels, die aber weiter seitlich angebracht und komfortabel zu bedienen sind.

Razer Wolverine Ultimate Die Positionierung der Paddel beim Razer Wolverine Ultimate ist recht ungewöhnlich.

Razer Wolverine Ultimate Edition bei Amazon*

Control Panel (Ultimate): Bei der Ultimate Edition befinden sich vier weitere zusätzliche Tasten unten an der Vorderseite des Controllers. Diese spielen fürs Gameplay jedoch keine Rolle, sondern sind für verschiedene Zusatzfunktionen wie das Stummschalten des Mikrofons gedacht. Das ist praktisch für alle, die beim Spielen in Kontakt mit Teammitgliedern stehen, aber unnötig für diejenigen, die sowieso nur solo spielen.

Anpassbar (Ultimate): Der Wolverine Ultimate zeichnet sich zudem durch seine Anpassungsmöglichkeiten aus. Die Sticks sind austauschbar. Im Lieferumfang sind aber neben einem D-Pad nur ein langer Stick sowie ein Stick mit konvexer Oberfläche enthalten. Über die App lassen sich zudem viele Funktionen wie die Stärke der Vibration konfigurieren. Der Elite Series 2 bietet aber noch ein paar Möglichkeiten mehr.

Fazit Tournament: An der Qualität des Razer Wolverine gibt es zwar nicht viel zu meckern, allerdings gilt das auch für den viel günstigeren Standard-Controller der Xbox Series. Gegenüber diesem zeichnet sich der Wolverine vor allem durch seine zusätzlichen Tasten aus. Die Tournament Edition bietet in dieser Hinsicht jedoch nicht viel mehr als der PowerA Enhanced Controller, der zwar nicht so hochwertig verarbeitet ist, aber auch nur einen Bruchteil kostet. Den Kauf des Wolverine Tournament sollte man sich daher gut überlegen.

Fazit Ultimate: Der Wolverine Ultimate hat bei der Tastenanzahl selbst gegenüber dem Elite Series 2 deutlich die Nase vorn. Die Frage ist aber, ob man wirklich sechs zusätzliche Tasten fürs Gameplay braucht, zumal nicht alle besonders komfortabel zu bedienen sind. Die meisten Spieler*innen dürften mit den Paddels des Elite-Controllers zufrieden sein. Dieser ist zudem noch etwa besser konfigurierbar ist und funktioniert kabellos.

Razer Wolverine Tournament Edition bei MediaMarkt*

Razer Wolverine Ultimate Edition bei Amazon*

Abgespeckter Nachfolger: Razer Wolverine V2 für Xbox Series

Razer Wolverine V2 Der Razer Wolverine V2 wurde für Xbox Series aktualisiert. Es wurden aber auch Features gekürzt.

Pro
  • gute Verarbeitung
  • präzise Buttons und Sticks
  • liegt gut in der Hand
  • zusätzliche Tasten zwischen den Schultertasten
  • Schalter für empfindlichere Trigger
Contra
  • keine Paddels auf der Unterseite
  • Menü- und Screenshot-Taste unpraktisch positioniert
  • kabelgebunden

Preis: circa 115 bis 120 Euro

Razer Wolverine V2 bei Amazon*

Neue Tasten: Vom Razer Wolverine ist schon im November 2020 eine neue, für die Xbox Series aktualisierte Version namens Wolverine V2 erschienen. Diese verfügt über den neuen Share-Button sowie über einen Audio-Button. Haltet ihr letzteren gedrückt, könnt ihr mit dem Steuerkreuz die Lautstärke und die Chat-Game-Balance eines angeschlossenen Headsets regulieren. Eine praktische Funktion, die aber auch der günstige PDP-Controller bietet. Außerdem wurden die Menü-und Screenshot-Tasten sehr weit nach oben verschoben und sind nun etwas schlecht zu erreichen.

Keine Paddels: Eine seltsame Entscheidung von Razer ist es zudem, vollständig auf Paddels auf der Unterseite zu verzichten. Für einen Controller dieser Preisklasse ist das eine schwache Leistung. Beim Vorgänger hatte selbst die günstigere Tournament Edition noch zwei Stück davon, die Ultimate Edition gleich vier. Immerhin gibt es noch die Zusatztasten zwischen den Schultertasten. Auch die Regler an der Unterseite, mit denen sich der Hair-Trigger-Modus aktivieren und die Empfindlichkeit von RT und LT erhöhen lässt, sind noch da.

Neues altes Steuerkreuz: Razer hat dem Wolverine V2 ein neues Steuerkreuz spendiert, das sich aber nicht am Xbox Series Controller, sondern am Xbox One Controller orientiert. Dieses tut tadellos seinen Dienst. Etwas seltsam ist die Entscheidung trotzdem, denn so wirkt der Wolverine V2 auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Controller der letzten Generation, während sein Vorgänger, bei dem die Richtungstasten voneinander abgegrenzt sind, sich deutlich von der Konkurrenz abhebt.

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Gut verarbeitet: Ansonsten kann man sich über die Qualität des Controller kaum beschweren. Die Sticks und Buttons funktionieren präzise und die Verarbeitung wirkt hochwertig. Durch die ergonomische Form liegt der Wolverine zudem sehr gut in der Hand. All das gilt allerdings auch für Microsofts sehr viel günstigeren Standard-Controller für die Xbox Series. Ein großer Qualitätsvorsprung ist hier nicht auszumachen.

Fazit: Was ihr mit dem Razer Wolverine V2 bekommt, ist im Grunde ein Gamepad auf dem Niveau des Xbox Series Controllers mit dem Steuerkreuz des Xbox One Controllers. Als Extras enthält er die zusätzlichen Tasten neben den Schultertasten, den Audio-Button und die Schieberegler für den Hair-Trigger-Modus. Für eine kleine Zielgruppe könnte das den Aufpreis zwar wert sein. Diese muss sich allerdings fragen, ob sie mit dem Xbox Elite Series 2, der Paddels besitzt und kabellos funktioniert, nicht besser dran ist, obwohl dieser deutlich teurer ist.

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Für kleine Hände: Hyperkin X91 Retro Controller

Hyperkin X91 Der Hyperkin X91 ist als Retro-Gamepad gedacht, ist zugleich aber einer der wenigen Xbox-Controller, die sich gut für kleine Hände eignen.

Pro
  • gut für kleine Hände geeignet
  • präzise Sticks und Buttons
  • Retro-Design
Contra
  • Verarbeitung nicht sehr hochwertig
  • kabelgebunden
  • nicht so ergonomisch wie der Standardcontroller
  • kein Share-Button

Preis: ca. 50 bis 60 Euro

Hyperkin X91 Retro Controller im Amazon*

Kleiner durch fehlende Griffe: Xbox-Controller für kleine Hände sind eher Mangelware, für PS4 und Switch gibt es da eine deutlich größere Auswahl. Der offiziell lizenzierte Hyperkin X91 Controller füllt diese Lücke zumindest ansatzweise, auch wenn er nicht primär für Nutzer mit kleinen Händen, sondern als Retro-Controller konzipiert ist, dessen Tastenlayout an das SNES Gamepad erinnert. Allein schon das Fehlen der großen Griffe macht ihn jedoch besser für kleine Hände geeignet.

Erfüllt die Standards: Der Hyperkin X91 verfügt über alle wichtigen Funktionen des Standardcontrollers, wenn man davon absieht, dass bei dem ursprünglich für Xbox One gedachten Modell der Share-Button fehlt und es sich zudem um einen kabelgebundenen Controller handelt. Die Sticks und Buttons auf der Vorderseite funktionieren präzise. Die Schultertasten und Trigger fühlen sich etwas klobig und nicht so ergonomisch an. Sie erfüllen aber ihre Aufgabe und man kann sich an sie gewöhnen.

Zuverlässig? Wir möchten allerdings nicht unsere Hand dafür ins Feuer legen, dass der Controller auch langfristig zuverlässig seinen Job macht. Im Netz gibt es vergleichsweise viele Nutzer, die sich über die kurze Haltbarkeit des Hyperkin X91 beklagen. Dies können wir zwar nicht aus eigener Erfahrung bestätigen, aber die Verarbeitung fühlt sich jedenfalls nicht so hochwertig an wie beim Standardcontroller.

Etwas überteuert: Der Preis des Hyperkin X91 liegt normalerweise bei etwa 35 bis 40 Euro, er wird momentan aber zu Preisen von über 50 Euro verkauft. Das ist für die gebotene Qualität ein bisschen viel und ein Resultat davon, dass der Controller im Moment nur noch bei wenigen Händlern zu bekommen ist. Wir hoffen, dass es früher oder später zu einem angemessenen Preis eine neue, für Xbox Series aktualisierte Version geben wird.

Fazit: Schon aus Mangel an hochwertigen Alternativen ist der Hyperkin X91 für Spieler mit kleinen Händen interessant, zumal er präzise funktioniert. Die Verarbeitung hätte aber gern etwas hochwertiger sein dürfen und das Design ist aus ergonomischer Sicht nicht perfekt umgesetzt worden. Prinzipiell handelt es sich für die spezielle Zielgruppe trotzdem um eine brauchbare Alternative zum Standardcontroller. Der momentan etwas überhöhte Preis macht es aber schwer, eine klare Kaufempfehlung auszusprechen.

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Für große Hände und Nostalgiker: Hyperkin Duke Controller

Hyperkin Duke Controller Der stark vom ursprünglichen Xbox-Controller inspirierte Hyperkin Duke Controller ist geradezu riesig im Vergleich zu anderen Gamepads.

Pro
  • präzise Sticks, Buttons und Trigger
  • sehr gut für große Hände geeignet
  • nah am Vorbild
  • für heutige Spiele aktualisiert
Contra
  • kabelgebunden (Kabellänge circa 2,7 m)
  • Schultertasten und D-Pad von mäßiger Qualität
  • klobige Form
  • für kleine Hände ungeeignet
  • kein Share-Button

Preis: knapp 100 Euro

Hyperkin Duke Controller bei Amazon*

Nostalgisch, aber modern: Beim Hyperkin Duke Controller handelt es sich um ein kabelgebundenes Gamepad, das sich stark am ursprünglichen Xbox-Controller orientiert, welcher schon im Jahr 2003 durch ein kleineres Modell ersetzt wurde. Obwohl er vor allem auf Nostalgie setzt, wurden ein paar Modernisierungen vorgenommen und Schultertasten ergänzt. Diese haben die gleiche Funktion wie die schwarze und weiße Taste, die ihr wie beim Original auf der Vorderseite findet. Der Share-Button fehlt, das Modell ist vor allem für Xbox One gedacht.

Riesig: Der größte Unterschied zu anderen Xbox-Controllern besteht in den gewaltigen Ausmaßen des Duke. Fast alle aktuellen Gamepads sehen neben ihm winzig aus. Spieler mit großen Händen könnte das freuen, alle anderen werden mindestens eine Weile mit der Umstellung zu kämpfen haben. Anstelle des Xbox-Logos in der Mitte des Controllers hat der Hyperkin Duke übrigens ein kleines Display, das beim Anschluss die Startsequenz der ersten Xbox abspielt.

Gute Qualität mit ein paar Mängeln: Sticks, Buttons und Trigger funktionieren sehr präzise, ausgerechnet die neuen Schultertasten wirken hingegen etwas billig. Außerdem ist das D-Pad, das schon damals die größte Schwäche des Controllers war, erneut sehr schwammig. Hier wäre weniger Originaltreue besser gewesen. Ansonsten kann sich die Verarbeitungsqualität sehen lassen, reicht aber nicht an den Xbox One Controller oder gar den Xbox Series Controller von Microsoft heran.

Starker Preisanstieg: Der Hyperkin Duke kostete ursprünglich rund 60 Euro, bei Amazon ist der Preis allerdings inzwischen auf knapp 100 Euro gestiegen. Bei anderen Händlern ist das Modell kaum noch verfügbar. Wie beim Hyperkin X91 hoffen wir darauf, dass es irgendwann zu vernünftigen Preisen eine aktualisierte Version für Xbox Series gibt.

Fazit: Es gibt gute Gründe dafür, dass Microsoft das Design seiner Controller sehr schnell geändert hat. Für die meisten Spieler dürfte sich die späteren Xbox-Controller deutlich handlicher anfühlen als der riesige Duke. Für Spieler mit großen Händen und Nostalgiker ist er aber durchaus empfehlenswert, zumal die Qualität weitgehend stimmt. Wer allerdings beim Spielen häufig das D-Pad nutzt, sollte von diesem Controller besser die Finger lassen. Außerdem sind die derzeit schlechte Verfügbarkeit und der überhöhte Preis natürlich ein Problem.

Hyperkin Duke Controller bei Amazon*

Für Arcade-Fans: PowerA Fusion FightPad

PowerA Fusion Beim PowerA Fusion FightPad handelt es sich um einen typischen Arcade-Controller mit sechs Buttons.

Pro
  • sechs Buttons
  • sehr präzises D-Pad
  • zwei Schalter zum Ändern der Tastenbelegung
Contra
  • keine Analogsticks
  • kein Turbo-Button

Preis: ca. 55 bis 60 Euro

PowerA Fusion FightPad bei Amazon*

Klassisches Sega-Design: Beim kabelgebundenen PowerA Fusion FightPad handelt es sich um einen speziell für Fighting Games und traditionelle Arcade-Spiele gedachten Controller im Stil des Sega Saturn Gamepads. Das bedeutet: Auf der rechten Seite befinden sich sechs Buttons statt vier, dafür fehlen die Analogsticks. Schultertasten und Trigger unterscheiden sich hingegen nicht von normalen Xbox-Controllern.

Gutes D-Pad: Die Buttons und Trigger verrichten zuverlässig ihren Dienst, ohne dabei qualitativ gegenüber einem normalen Xbox-Controller irgendwelche spürbaren Vorteile zu bieten. Ein echter Pluspunkt ist hingegen das in einer tiefen und breiten Mulde liegende D-Pad. Selbst das neue D-Pad des Xbox Series Controllers, das ähnlich präzise funktioniert, ist nicht so angenehm und komfortabel zu bedienen wie dieses hier.

(Fehlende) Extras: Als Extra hat der PowerA Fusion zwei Schalter, mit denen sich die Tastenbelegung spontan umstellen lässt. Die Möglichkeiten, die diese bieten, sind allerdings eng begrenzt. Ein Turbo-Button, wie er bei ähnlichen Arcade-Controllern häufig zu finden ist, fehlt hingegen. Der Hori Fight Commander für die PS4* beispielsweise kostet deutlich weniger und verfügt über eine solche Turbofunktion.

Verarbeitung: Die Verarbeitung fühlt sich oberflächlich gut an. Einige Nutzer berichten jedoch über mangelnde Haltbarkeit des Materials im Inneren, nicht zuletzt beim eigentlich sehr guten D-Pad. Wir können dies nicht aus eigener Erfahrung bestätigen, wollten es aber trotzdem erwähnen. Der Controller ist recht schwer, was durch Metallgewichte im Inneren zustande kommt. Diese sollen wohl dafür sorgen, dass er besser in der Hand liegt und sich hochwertiger anfühlt. Das ist Geschmackssache, wir hätten aber darauf verzichten können.

Fazit: Dass der PowerA Fusion mit seinem Design nur für einen Bruchteil der Xbox-Spiele geeignet und damit für eine eng begrenzte Zielgruppe gedacht ist, versteht sich von selbst. Seine Aufgabe erfüllt er im Grunde gut, nicht zuletzt wegen des tollen D-Pads. Für den stolzen Preis des PowerA Fusion Fightpads hätte man aber noch etwas mehr erwarten können, gerade im Vergleich zu ähnlichen Controllern für andere Plattformen.

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