Fazit: Mad Max: Fury Road im Blu-ray-Test - Verschrottungsorgie mit sensationeller Technik

Fazit der Redaktion

Kai Schmidt: Wow, so viel Testosteron und geballte Männlichkeit muss man erst einmal verdauen! Mad Max: Fury Road schert sich einen Dreck um Themen wie Political Correctness und Gleichberechtigung. Statt dem Zuschauer die Gelegenheit zu geben, darüber sinnieren, ob der Hauptdarsteller nicht besser schwarz statt weiß sein sollte oder die Frauenrolle zu sehr ins Maskuline tendiert, hetzt Fury Road von einer Actionszene zur nächsten. Während andere Filme wie Michael Bays Transformers genau an diesem Action-Overkill scheitern und durch physikalisch unglaubwürdige CGI-Schlachten letztlich langweilen, bleibt Mad Max durchgängig bodenständig äußerst unterhaltsam.

Naja, das mit dem »bodenständig« sollte man besser gleich wieder vergessen. Da fliegen Motorräder über brennende Trucks, Tankwagen explodieren in gigantischen Feuerbällen, das Blech der monsterisierten Fahrzeuge zerfetzt, wenn sie im Zweikampf aufeinanderprallen. Warum das im Gegensatz zu Hollywood-CGI nicht langweilt? Weil ich als Zuschauer sehe, dass hier bis auf kleinere Retuschen und einige Digital Mattes alles handgemacht ist. Da steckt Liebe drin! Menschen begeben sich in Lebensgefahr, um mich zu unterhalten - und haben sogar noch Spaß dabei, wie ich aus den Extras erfahre. Genau wie ich, wenn ich mir den fertigen Film anschaue. Danke für dieses späte, vor Blut, Schweiß und Benzin triefende Endzeit-Meisterwerk, George Miller!

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