Outriders-Fans beschweren sich über Klassen-Nerfs und 'No-Life-Streamer'

People Can Fly hat zwei Klassen in Outriders deutlich abgeschwächt. Viele Spieler:innen finden das falsch, denn für sie wurden Streamer mit hunderten Stunden Spielzeit als Maßstab angesetzt.

von Jonathan Harsch,
12.04.2021 15:15 Uhr

Manche Klassen in Outriders sind jetzt schwächer als zum Launch. Manche Klassen in Outriders sind jetzt schwächer als zum Launch.

People Can Fly haben mit ihrem großen Update zu Outriders nicht nur Probleme behoben, sondern auch für einen kleinen Aufreger gesorgt. Die Technomancer- und Trickster-Klassen des Loot-Shooters wurden von den Entwicklern angepasst und viele Spieler:innen sind überhaupt nicht glücklich über diese Nerfs. Sie behaupten, dass Streamer, die hunderte Stunden in das Spiel stecken, hier als Vorbild gedient haben.

Wo liegt das Problem? Wer Outriders alleine zockt, hat es in den höchsten Stufen ganz schön schwer. Um das auszugleichen, nutzten einige Spieler:innen optimierte Builds, beliebt waren dabei vor allem die Technomancer- und Trickster-Klasse. Seit dem Update ist das allerdings nicht mehr so einfach möglich, denn viele Angriffe der genannten Klassen machen nun deutlich weniger Schaden. Deshalb fühlen sich Solo-Spieler jetzt benachteiligt, wenn sie das Endgame angehen wollen.

Ist Outriders zu elitär?

Haben die Entwickler ein falsches Bild? Optimierte Builds machen in den sozialen Medien natürlich schnell die Runde und sind entsprechend verbreitet. Auf Reddit ist es die gängige Meinung, dass Streamer und Influencer zu den Nerfs geführt haben. Die Entwickler hätten gesehen, dass diese sich ohne Probleme durch den Endgame-Content ballern und deshalb die Anpassungen vorgenommen.

Outriders: Neuer Story-Trailer rückt den erbarmungslosen Überlebenskampf in den Fokus 1:19 Outriders: Neuer Story-Trailer rückt den erbarmungslosen Überlebenskampf in den Fokus

"Diese No-Life-Streamer repräsentieren nicht die Mehrheit der Community", schreibt Superchan, der den Thread im Subreddit ins Leben gerufen hat. "Die Mehrheit sind Menschen mit Vollzeit-Jobs, Familien und anderen Verpflichtungen." Deathgalaxy fügt hinzu: "Die Entwickler kapieren nicht, dass die meisten Streamer und Youtuber nur für das Geld hier sind und verschwinden, sobald die Aufmerksamkeit weg ist. Und Leute, die das Spiel wirklich genießen, müssen leiden."

Sind gar nicht die Klassen schuld? Laut Superchan sind auch gar nicht die Klassen das Problem. Für ihn sind die Waffen-Mods schuld, die das Endgame für viele Streamer so einfach machen. Mit den Nerfs würden die Entwickler vielen Spieler:innen den Fortschritt verwehren, anstatt das Problem zu lösen.

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Outriders läuft jetzt besser

Kurz nach dem Launch von Outriders hatten die Entwickler noch ganz andere Probleme, als das Balancing der einzelnen Klassen. Es gab massig Bugs, Verbindungsprobleme und der Cross-Play-Modus zwischen Konsolen und PC musste komplett deaktiviert werden. Mit dem neuesten Patch 1.05 sieht die Sache zum Glück schon deutlich besser aus. People Can Fly konnte fehlerhafte Funktionen fixen und etliche Bugs zerquetschen. Fehlerfrei ist der Shooter aber noch lange nicht.

Wie findet ihr das Balancing in Outriders bisher?

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