PES 2022 ist wohl Free2Play und Konamis moderner Ansatz könnte FIFA in Verlegenheit bringen

Konamis nächster Ableger der langjährigen PES-Reihe bringt anscheinend eine kleine Revolution mit sich und macht die Fußballsimulation Free2Play. Das könnte dem ganzen Genre gut tun.

von Jonathan Harsch,
05.07.2021 12:10 Uhr

eFootball PES 2022 könnte das Genre revolutionieren. eFootball PES 2022 könnte das Genre revolutionieren.

Vor wenigen Tagen veröffentlichte Konami eine Demo zu "New Football Game". Dass mit dieser Testversion die Server-Kapazitäten für den nächsten PES-Ableger getestet werden sollen, dürfte kaum jemanden überraschen. Die Aussagen eines Branchen-Insiders geben dem Ganzen aber noch einen entschieden anderen Sinn.

PES wird wohl Free2Play: Wie Journalist Andy Robinson im VGC Podcast erzählt, soll PES 2022 "komplett Free2Play werden und die Dinge ordentlich durchmischen". Sollte das stimmen, müsste Konami zum Launch mit einem hohen Andrang und belasteten Servern rechnen - deshalb auch die frühe Demo, so Robinson.

PES könnte eine Plattform werden

Dieser Schritt mag zunächst sehr groß erscheinen, ist tatsächlich aber die logische Konsequenz. Schon eFootball PES 2021 war kein Vollpreisspiel, sondern bot uns für einen niedrigen Preis kleinere Änderungen und ein Kader-Update. Später reichten die Entwickler sogar eine kostenlose Lite-Version nach, die auf wenige Spielmodi beschränkt ist. Diese Lite-Version ist bei PES 2022 vermutlich die Standard-Version, und weitere Spielmodi können zusätzlich gekauft werden.

Darum ist das besser als es klingt: Klar, bei Free2Play läuft es so manchem kalt den Rücken runter, aber in diesem Fall ergibt ein solches Geschäftsmodell einfach nur Sinn - auch für die Community. Fußball-Games können sich nicht jedes Jahr neu erfinden und sind häufig nur Kader-Updates mit kleinen Optimierungen. PES könnte eine Plattform werden, die Konami immer wieder mit DLCs füttert. Und für ein solches Kader-Update könnte der Publisher dann natürlich auch Geld verlangen - nur eben keine 60-80 Euro.

Gerade bei einem Blick auf die Konkurrenz werden die Vorteile offensichtlich: EA verlangt für FIFA einen Vollpreis und greift dann noch beim Ultimate-Team-Modus ordentlich zu. Wäre dieser Modus Free2Play, wäre der Aufschrei wohl nicht ansatzweise so groß. Zudem spielen manche nur den Karriere-Modus oder Online-Matches. Diese Spieler*innen würden profitieren, wenn sie das Basis-Menü umsonst bekommen und ihren favorisierten Modus für 20-30 Euro freischalten könnten.

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Konami sichert sich weitere Lizenzen

PES 2022 soll Spieler*innen aber nicht nur durch den kostenlosen Start überzeugen. Konami konnte sich weitere Lizenzen sichern, die EA ab FIFA 22 fehlen werden. Konkret geht es um die italienischen Vereine Atalanta Bergamo und SSC Neapel.

Damit besitzt Konami Exklusivrechte für fünf der größten Vereine Italiens. Fans dieser Klubs soll ein ganz besonderes Erlebnis geboten werden, mit original Spielern, Stadien und Fangesängen.

Was haltet ihr von einem Free2Play-PES?

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