Manchmal trifft man Leute, mit denen man einfach nicht so richtig kann. In der realen Welt geht man ihnen so gut wie möglich aus dem Weg. Blöd nur, wenn man sie in einem Spiel trifft und eben nicht so einfach loswird. Ein besonders findiger Pokémon Pokopia-Spieler fand nun eine drastische Lösung, sich eines nervigen Zeitgenossen zu entledigen.
Die stumme Bedrohung
Pantomime sind nicht für jeden. Sie sind seltsam geschminkt, tragen komische Sachen und reden nicht. Stattdessen kommunizieren sie über Mimik und Gestik die verschiedensten Dinge, wie zum Beispiel, dass sie in einer Kiste feststecken, die niemand sehen kann. Das kann unter Umständen schon bizaar und unheimlich wirken – genau wie bei Pantimos.
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Pokémon Pokopia: Mit diesem genialen Trick findet ihr ganz schnell legendäre Pokémon!
Während es im wahren Leben relativ leicht ist, Pantomimen nicht zu begegnen, gibt es in der Pokémonwelt Pantimos: Ein Psycho/Fee-Typ-Pokémon, das sehr gut darin ist, andere davon zu überzeugen, dass seine mit Gesten beschriebenen Luftkonstrukte tatsächlich da sind. Dass das schon nervig sein kann, ist kaum von der Hand zu weisen.
Auch in Pokopia könnt ihr Pantimos in euer Dorf holen, doch ihn in seine gemütliche Pokémon-Gesellschaft einzugliedern war einem Spieler eindeutig zu viel und er zog Konsequenzen.
Eine neue Heimat für Pantimos
Liebe Leserschaft, ihr werdet nun Zeugen des Beweisvideos eines besonders kaltblütigen Falles von Freiheitsberaubung und möglicherweise Gaslighting. Wir möchten darauf hinweisen, dass diese Aufnahmen auf einige Konsument*innen verstörend wirken könnten.
Link zum TikTok-Inhalt
Im Video des Nutzers pokobuilds sehen wir, wie er zunächst ein vier Blöcke tiefes Loch aushebt und anschließend den Boden mit Büschen bepflanzt. Kurz darauf spricht er das Pantimos in seiner Nähe an und bittet ihn, ihm zu folgen. Die beiden begeben sich zum Loch, worauf die Spielfigur Pantimos mit mehreren Schubbsern hineinstößt, nur um dann selbst hinterherzuspringen.
Er fragt Pantimos, ob er nicht in diesem Erdloch leben wolle, worauf dieser sich ... begeistert zeigt, denn pokopbuilds hat vorsorglich ein freies Habitat im Graben errichtet – und was spricht schon gegen einen unbewohnten Lebensraum?
Der neue Mieter antwortet "Whoooaaa, du hast den Ort hier nur für mich hergerichtet? Das ist krass. Vielen lieben Dank! Schätze, ich ziehe gleich ein." Ganz eindeutig ist er von der Situation völlig verwirrt und überfordert.
Pokobuilds springt wieder aus dem Loch heraus und verschließt es mit Sand. Auf die Fläche, die nun so aussieht, als wäre nie etwas geschehen, steht jetzt außerdem ein Grabstein. Ziemlich unverfroren.
Die Community reagiert bestürzt, aber teils auch mit Verständnis
Das Video ist eine Reaktion auf einen Kommentar von TikTok-Nutzer Josue, der geschrieben hatte "Das ist so grausam". Ersteller pokobuilds reagiert in der Videounterschrift kalt mit "und ich sehe ihn besser nie wieder".
Die Fanbase von Pantimos mag nicht groß sein, aber es gibt sie. Unter dem Video heißt es beispielsweise:
- "Pantimos ist ein tolles Pokémon, ich verstehe den Hass nicht" - DeadDude
- "stopppp warum hassen so viele Leute Pantimos? (weinender Emoji)" - thedaily.desk
- "ihn mag ich am meisten (lächelnder Emoji) es ist okay, dass du ihn hasst, denn ich werde ihn genug für uns beide lieben" - ysszz
Andere wiederum verstehen und bekräftigen die Entscheidung von pokobuilds. Der Großteil spricht sich jedoch für die Freiheit des Pokémon aus.
Im Grunde gilt das Prinzip "Leben und leben lassen", aber ist euch in dem Video etwas aufgefallen? Pantimos spricht und zwar nicht gerade wenig. Klar, in Pokopia, wo ihr selbst ein Pokémon spielt, könnt ihr euch leicht mit anderen Pokémon verständigen. Aber sollte Pantimos als stummer Pantomome nicht eine Ausnahme bilden? Verdächtig.
Wir könnten jetzt natürlich die Debatte weiterführen und fragen, wie ihr zu Pantimos steht und ob ihr ihm in Pokopia das gleiche Schicksal angedeien lassen würdet. Uns interessiert aber viel mehr: wen würdet ihr für immer in ein kleines Loch sperren, wenn ihr könntet?
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