Requiem ist einer der besten Resident Evil-Teile überhaupt, dahingehend sind sich eigentlich alle einig. Der neunte Hauptreihenteil übernimmt aber auch eine große Schwäche der jüngeren Franchise-Vertreter: Er spielt sich standardmäßig ganz schön schwammig. Klar, nicht in dem Maße wie Panzer-Chris und -Jill im ersten Teil, die realistischen Animationen bringen aber eine gewisse Trägheit in die Bedienung.
Der könnt ihr aber auch ausweichen, wie Leon wild umherwirbelnden Zombie-Armen. Dafür müsst ihr in den folgenden Kategorien ein paar Feinjustierungen vornehmen:
- Steuerung
- Kamera
Standardfortbewegung
- zu finden unter: Steuerung / Allgemein / Charaktersteuerung
- unsere Empfehlung: Rennen (ab dem zweiten Durchgang)
Beim ersten Durchspielen ist es sicher nicht verkehrt, für eine entspanntere Erkundung in langsamerem Geh-Tempo unterwegs zu sein. Ab dem zweiten Durchgang solltet ihr die Option aber auf Rennen stellen, um schneller vorwärts zu kommen oder sogar Speedrun-Zeiten anzugreifen. Wollt ihr schleichen, dann müsst ihr übrigens keine Nachteile fürchten, da die Einstellung nur im Stand greift.
Wiederholte Eingaben
- zu finden unter: Steuerung / Allgemein / Charaktersteuerung
- unsere Empfehlung: Halten
Wenn ihr von Zombies gepackt werdet, müsst ihr wiederholt die Interaktionstaste drücken, um euch wieder von ihnen loszureißen. Ihr könnt den Knopf über diese Option aber auch einfach gedrückt halten.
Zielhilfe
- zu finden unter: Steuerung / Allgemein / Zielen
- unsere Empfehlung: Aus oder Einrasten
Wollt ihr euch das Spiel eine ganze Spur leichter machen, dann könnt ihr die Zielhilfe auf Folgen stellen. Damit schnappt das Fadenkreuz wie von einem Magnet angezogen zum nächsten Ziel oder zur nächsten Schwachstelle eines Feindes und bleibt daran kleben.
Das kann in manchen Situationen aber auch hinderlich sein, da es schwerer fällt, auf gefährlichere Feinde umzuschwenken oder andere Körperteile anzuvisieren.
15:34
Resident Evil Requiem im Video-Test
Mit Einrasten verfolgt das Fadenkreuz hingegen ausschließlich den Kopf eines Zombies, sobald ihr ihn anvisiert. Bewegt ihr den Stick in eine andere Richtung, könnt ihr dann wieder frei zielen.
Einrasten ist insbesondere bei gefährlichen Blister-Zombies nützlich, da diese lediglich für Kopftreffer anfällig sind. Wollt ihr hingegen für das intensivste Survival-Erlebnis komplett frei zielen, dann könnt ihr die Hilfe auch ausschalten.
Fadenkreuz-Verlangsamung
- zu finden unter: Steuerung / Allgemein / Zielen
- unsere Empfehlung: 3 und höher
Über diese Einstellung wird die Empfindlichkeit der Kamera reduziert, sobald ihr mit eurer Waffe auf einen Gegner zielt. Somit fällt es leichter, Zombies und Mutanten im Fadenkreuz zu beahlten, während ihr euch mit Grace und Leon zur Seite oder rückwärts bewegt. Bei Stufe 3 ist der Effekt relativ schwach, wollt ihr ihn verstärken, könnt ihr aber auch noch ein paar Zähler drauflegen.
Zielfernrohrvergrößerung
- zu finden unter: Steuerung / Allgemein / Zielen
- unsere Empfehlung: Ein
Bei einigen Waffen könnt ihr durch ein Zielfernrohr schauen. Stellt ihr den Zoom eurer stählernen Meinungsverstärker nach oben und geht dann aus dem Visier, merkt sich das Spiel die zuvor gewählte Stufe.
Das kann bei großen Gegnermassen oder hektischen Momenten aber auch dafür sorgen, dass für ein paar Sekunden die Orientierung verliert. Wir haben uns daher dazu entschieden, dass der Zoom bei jedem Anvisieren zurückgesetzt wird.
Deadzone und Empfindlichkeit
- zu finden unter: Steuerung / Controller / Funktionseinstellungen
- unsere Empfehlungen
- Deadzone linker Stick: 15 und höher
- Deadzone rechter Stick: 10 und höher
- Empfindlichkeitskurve rechter Stick: Standard oder Original
Es ist zwar in vielen Spielen ratsam, die Deadzones so niedrig wie möglich anzusetzen, bei Resident Evil Requiem raten wir aber zumindest beim linken Stick davon ab, da sich Leon und Grace erst langsam in Bewegung setzen und versehentliche, kleinere Stick-Neigungen zu brenzligen Situationen führen können.
Beim rechten Stick sind wir auf 10 gegangen, da das Spiel dann sehr empfindlich auf Eingaben reagiert, weniger führte eher zu Fehleingaben als zu mehr Präzision.
Aber Achtung: Sobald sich Leon und Grace von allein bewegen, müsst ihr zwangsläufig höher gehen, da die Deadzones einen driftenden Stick ausgleichen sollen. Fällt der Wert zu niedrig aus, kommt es dann auch zum Drift.
Und die Reaktionskurve? Wir haben es beim Standard belassen, um mit hoher Präzision Schwachstellen der Zombies anzuvisieren. Über Original könnt ihr aber auch nochmal ein bisschen mehr Reaktionsschnelligkeit herausholen, wobei wir das lieber im nächsten Schritt über die Kameraeinstellungen gemacht haben.
Grace' und Leons Kamera
- zu finden unter: Kamera / Perspektive und Kamera
- unsere Empfehlungen
- Grace' Kamera: Ego-Perspektive
- Allgemein:
- Vertikale Kamerageschwindigkeit: 9
- Horizontale Kamerageschwindigkeit: 13
- Kamerabeschleunigung: 20
- Stoppverhalten der Kamera: 17
- Beim Zielen:
- Vertikale Kamerageschwindigkeit: 5
- Horizontale Kamerageschwindigkeit: 8
- Kamerabeschleunigung: 20
- Stoppverhalten der Kamera: 17
- Allgemein:
- Leons Kamera: Third Person
- Allgemein:
- Vertikale Kamerageschwindigkeit: 7
- Horizontale Kamerageschwindigkeit: 10
- Kamerabeschleunigung: 20
- Stoppverhalten der Kamera: 17
- Beim Zielen:
- Vertikale Kamerageschwindigkeit: 2
- Horizontale Kamerageschwindigkeit: 4
- Kamerabeschleunigung: 11
- Stoppverhalten der Kamera: 17
- Allgemein:
- Grace' Kamera: Ego-Perspektive
Die Kamera war für uns die größte Hürde, um so richtig ins Spiel zu kommen, da Capcom sie bewusst langsam eingestellt hat. Wir haben ihr daher einen ordentlichen Tempo-Boost verpasst. Wichtig dabei ist vor allem die Kamerabeschleunigung, die auf der höchsten Stufe dafür sorgt, dass die Kamera sofort reagiert, statt sich erstmal ein paar Frames Anlaufzeit zu gönnen.
Die vertikale und horizontale Kamerageschwindigkeit haben wir dann anhand der Kamerabeschleunigung angepasst und sind für ein rundes Spielgefühl bei 9 sowie 13 in der Ego-Perspektive beziehungsweise 7 und 10 in der Third Person gelandet. Ihr könnt aber auch noch ein paar Zähler nach oben oder unten gehen, falls ihr es lieber eine Spur langsamer oder schneller haben möchtet.
Nur beim Zielen in der Third Person haben wir die Beschleunigung auf einen niedrigeren 11er-Wert gestellt, da die Option dort wie eine Art Multiplikator für Kamerabewegungen dient. Mit 20 wurde es uns selbst bei niedrigen Kamerageschwindigkeiten zu schnell.
Wichtig: Falls ihr euch bei Grace für die Third Person- und/oder bei Leon für die Ego-Perspektive entscheidet, könnt ihr einfach die Werte nehmen, die wir für den jeweils anderen Charakter festgelegt haben. Sie funktionieren bei den beiden gleich gut.
Kameraschwanken
- zu finden unter: Kamera / Kameraführung
- unsere Empfehlungen: 0
Spielt ihr in der Ego-Perspektive, dann beginnt die Kamera mit den Schritten von Grace und Leon zu wanken. Der Effekt fiel uns aber sehr negativ auf und kann Motion Sickness auslösen. Wir haben die Funktion komplett ausgeschaltet, damit der Bildausschnitt stets stabil bleibt.
Resident Evil Requiem ist ein erstklassiges Spiel, das nur wenig falsch macht
Mit den Steuerungsanpassungen hoffen wir, dass wir Resi 9 für euch ein bisschen angenehmer gemacht haben. Uns hat die träge und schwammige Standard-Bedienung sehr gestört, davon ab ist der aktuelle Ableger aber ein grafisch wie spielerisch ungemein unterhaltsames Survival-Spiel geworden:
Falls wir einen Punkt vergessen haben oder ihr eine andere Empfehlung habt, dann lasst es uns gern in den Kommentaren wissen. Auf Seite 1 des Artikels findet ihr auch noch einmal alle weiteren Einstellungen, die nichts mit der Steuerung zu tun haben.
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