Ubisoft will mehr auf Free2Play setzen und weniger AAA-Spiele veröffentlichen

Ubisoft rückt von ihren bisherigen Release-Plänen ab. In Zukunft werden wohl weniger als 3-4 AAA-Spiele im Jahr erscheinen. Stattdessen sollen bekannte Franchises im Free2Play-Format kommen.

von Jonathan Harsch,
12.05.2021 16:32 Uhr

Ubisoft passen ihr Geschäftsmodell an. Ubisoft passen ihr Geschäftsmodell an.

The Division: Heartland ist wohl nur der Anfang. Ubisoft hat vergangene Woche einen Free2Play-Ableger der bekannten Serie angekündigt, der für Konsolen und PC erscheinen soll. In einem Finanzbericht gab das Unternehmen jetzt bekannt, dass in Zukunft noch mehr "Free2Play-Spiele mit AAA-Ambitionen" erscheinen sollen.

Premium-Titel soll es auch weiterhin geben, allerdings nicht mehr so viele wie ursprünglich geplant. Im Februar hieß es von Ubisoft noch, man werde auch in Zukunft 3-4 AAA-Spiele pro Jahr veröffentlichen. Davon rückte der Publisher jetzt ab (via VGC):

"Passend zur Evolution unseres immer abwechslungsreicher werdenden hochklassigen Lineups, lassen wir unsere Aussage bezüglich der 3-4 Premium-AAA-Spiele im Jahr hinter uns. Tatsächlich passt dieser Ansatz nicht mehr zu unserem dynamischen Nutzenversprechen. Zum Beispiel entsprechen unsere Erwartungen an Just Dance und Riders Republic der Performance einiger AAA-Spiele."

Was bedeutet die Aussage? Kurz gesagt glaubt Ubisoft auch mit kleiner Spielen und anderen Geschäftsmodellen die gleichen Umsätze einfahren zu können wie mit aufwendigen AAA-Produktionen.

Assassin's Creed und Co. sind nicht tot

Geoff Keighley erwähnt die Aussagen in einem Tweet und bat um Feedback. Ein Analyst von Ubisoft meldete sich daraufhin zu Wort, um ein wenig zurückzurudern.

"Free2Play wird ein immer größeres Stück des Kuchens, ist aber kein Zeichen dafür, dass es weniger Vollpreisspiele wie AC geben wird. Die Mischung an Inhalten erweitert sich, anstatt sich zu ändern. Free2Play ist eine zusätzliche Art, einige dieser bekannten Franchises zu erleben."

Link zum Twitter-Inhalt

Die Mischung macht's: Ubisoft setzt also auf eine Melange aus AAA, kleineren Spielen, Free2Play und Mobile. Aber selbst wenn es sich bei Letzteren um zusätzliche Angebote handelt, lässt sich am Beispiel Assassin's Creed Valhalla gut erkennen, warum wir demnächst weniger AAA-Spiele von Ubisoft sehen könnten.

Valhalla hatte den mit Abstand erfolgreichsten Launch der Serie, nicht im Bezug auf verkaufte Einheiten, aber auf Umsätze. Der Ableger wird von den Entwicklern noch lange mit Inhalten versorgt werden, da sich so Umsätze generieren lassen, ohne ein komplett neues Spiel entwickeln zu müssen. Stand jetzt kommt dieses Jahr wohl kein neuer Teil, und auch AC 2022 soll auf der Valhalla-Map aufbauen.

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In dem Finanzbericht heißt es weiter, dass Ubisoft in diesem Geschäftsjahr (April 2021 bis März 2022) so richtig in den Free2Play-Markt einsteigen will. Deshalb möchte das Unternehmen dieses Geschäftsmodell auch mit der nötigen Verantwortung angehen und aus den vorangegangenen Versuchen (Hyper Scape und Brawlhalla) lernen.

Mit Roller Champions befindet sich ein weiterer Free2Play-Titel in Arbeit.

Sollte das erste Jahr erfolgreich sein, plant Ubisoft viele weitere Ableger ihrer bekannten Marken: "Wir glauben dass jetzt die Zeit kommen wird, qualitativ hochwertige Free2Play-Spiele unserer größten Franchises auf alle Plattformen zu bringen."

Was haltet ihr von Ubisofts Plänen?

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