Zelda - Warum mir in Breath of the Wild nie die Lust vergeht

Zwei Jahre sind rum und Linda spielt immer noch begeistert Breath of the Wild auf der Switch. Link’s Abenteuer fesselt sie langfristig einfach mehr als andere Open World-Spiele.

von Linda Sprenger,
29.03.2019 17:00 Uhr

The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist auch heute noch etwas ganz Besonderes.The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist auch heute noch etwas ganz Besonderes.

Nach langer Zeit wieder in eine Open World hineinzuspringen, endet meistens in einem Desaster. Ich weiß nicht, wo ich bin. Weiß nicht, was ich machen soll. Weiß nicht, worum es geht. Ich schlimmsten Fall habe ich das Spiel irgendwann in einem Dungeon oder mitten in einer Quest abgebrochen und muss nun viel Zeit und Geduld aufwenden, um mich wieder neu zu orientieren.

In The Legend of Zelda: Breath of the Wild passiert mir das nicht. Seit dem Release im Jahr 2017 spiele ich das Action-Adventure bis heute regelmäßig für einige Stunden - und jeder Ausflug in die Open World fühlt sich so an, als sei ich niemals weg gewesen.

Was Breath of the Wild von anderen Open World-Spielen unterscheidet

Als ich Anfang des Jahres für die Erweiterung The Frozen Wilds in die Post-Postapokalypse von Horizon Zero Dawn zurückkehrte, ist mir wieder aufgefallen, wie überwältigend Open Worlds sein können. Zwei Jahre nach dem Beenden des Hauptspiels landete ich in einer Welt, deren viele Regeln ich fast schon wieder vergessen hatte.

Linda Sprenger
@lindalomaniac

Zwar ist Link's Awakening Lindas Lieblings-Zelda, Breath of the Wild kommt aber direkt dahinter. Auch zwei Jahre nach dem Release ist das Spiel in Sachen Open World-Design vielen anderen Titel voraus. Nicht nur Ubisoft sollte sich hier ihrer Meinung nach eine Scheibe abschneiden.

Ich musste nachlesen, worum es in der Story geht. Ich musste herausfinden, wo die Zielperson zum Starten der DLC-Quests ist. Ich musste mit einer Fülle von unerledigten Aufgaben fertig werden, die mir eine mit Symbolen vollgekleisterte Map unter die Nase hielt.

Hier ein Banditenlager, das ich infiltrieren sollte. Dort eine korrupte Zone, die ich von Maschinen befreien muss. Ein paar Schritte weiter eine Siedlung voller NPCs, die mich für Aufträge anwerben wollten. Ich fühlte mich erschlagen.

Breath of the Wild erzählt weder eine komplexe Geschichte, noch überfordert es mich mit zahlreichen Quests und Aktivitäten....Breath of the Wild erzählt weder eine komplexe Geschichte, noch überfordert es mich mit zahlreichen Quests und Aktivitäten....

Anders in Breath of the Wild. Hier bin sofort wieder mitten im Geschehen. Ganz egal, ob ich das Spiel nach einem Monat oder einem halben Jahr Abwesenheit starte.

Die Story rund um Prinzessin Zelda, die ich aus den bösen Fängen von Ganon befreien muss, ist nicht nur simpel, sondern für das Spielerlebnis schlicht irrelevant. Hier muss ich keine Angst haben, irgendetwas zu verpassen. Die vier Titanen besiegen, um Ganon das Handwerk zu legen? Das stelle ich ganz hinten an.

Im Fokus des Spiels stand bei mir immer - und steht nach wie vor - die offene Spielwelt von Hyrule. Und darin schreibe ich ohnehin meine eigenen Geschichten. Das Action-Adventure stellt mir lediglich die Werkzeuge für meine Abenteuer zur Verfügung. Wie ich sie gestalte, das bestimme ich größtenteils selbst.

Hier werde ich zum Entdecker

Klar birgt Breath of the Wild wie Horizon Zero Dawn auch komplexe Spielmechaniken und verspricht schon alleine dank der unterschiedlichen Module des Sheikah-Steins etliche Möglichkeiten im Kampf oder bei der Entdeckung.

Schon gewusst, dass ihr den Lizal Tri-Bumerang mithilfe des Magneten in eine Art Rasenmäher verwandeln könnt? Und ja, auch die Bewohner Hyrules bieten zahlreiche Quests. Hinzu kommen 120 Schreine, die gelöst werden wollen, und 900 Krogsamen, die gesammelt werden wollen.

Hier schreibe ich meine eigenen Geschichten... und koche meinen eigenen Brei!Hier schreibe ich meine eigenen Geschichten... und koche meinen eigenen Brei!

Doch all das überfordert mich im Gegensatz zu vielen anderen Open World-Titeln nicht. Ganz einfach weil mich Breath of the Wild weder vor ellenlangen Aufgabenlisten stellt, noch unzählige Quest-Marker auf mich einprasseln lässt. Hier werde ich eben selbst zur Entdeckerin. Und genau deshalb fällt mir der Wiedereinstieg jedes Mal so leicht.

Starte ich Breath of the Wild, gibt es erst einmal nur mich und die riesige Welt, die sich vor meinen Füßen erstreckt. Was in den nächsten Augenblicken passiert? Wer weiß das schon? Ich laufe einfach los und schaue, in welche Abenteuer ich diesmal stolpere.

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