Crimson Desert verfügt, wie viele andere Spiele heutzutage auch, über so einige Grafikoptionen. Und eine Bezeichnung liest man im Konsolen-Kosmos so gut wie nie: V-Sync. Dahinter verbirgt sich eine wichtige Funktion, die euer Spiel angenehm flüssig erscheinen lassen kann oder auch für massive Probleme sorgt.
Das hat es mit 'V-Sync' auf sich
V-Sync sorgt dafür, dass gerenderte Frames ausschließlich als Ganzes an euer Display übertragen werden. Ohne V-Sync wird ein nur zum Teil berechnetes Bild über den vorherigen Frame geschoben, was den Anschein erweckt, als wäre der Bildausschnitt zerrissen.
Dieses "Tearing" ist auch in Crimson Desert zu sehen, sobald ihr auf einem nicht-VRR-fähigen Display V-Sync ausschaltet:
Wieso sollte man V-Sync überhaupt deaktivieren? Da die Spiel-Engine stets den vollständig gerenderten Frame abwartet, wird mit aktiviertem V-Sync die Latenz zwischen euren Eingaben und der letztendlichen Darstellung auf dem Bildschirm größer.
Zudem reduziert V-Sync bei Konsolenspielen zumeist die Bildwiederholraten, da über die Funktion häufig das fps-Limit des jeweiligen Spiels geregelt wird.
Auch das ist bei Crimson Desert der Fall: Spielt ihr beispielsweise im Balance-Modus mit aktiviertem V-Sync, werden sehr gleichmäßige 40 fps dargestellt, aber nie mehr. Damit sorgt die Methode für einen konstanten Bildeindruck, aber auch eine zusätzliche, leichte Verzögerung.
Ohne V-Sync wird die Framerate in Crimson Desert freigeschaltet und in typischen Spielszenen sind dann folgende Werte möglich:
- PS5
- Leistung: circa 70 fps
- Balance: circa 45 fps
- Qualität: circa 40 fps
- PS5 Pro
- Leistung: circa 65 fps
- Balance: circa 50 fps
- Qualität: circa 45 fps
Wirklich hoch sind die erreichten fps in Crimson Desert nicht gerade, weshalb es eigentlich nur dann Sinn ergibt, V-Sync auszuschalten, sofern euer TV VRR-fähig ist und über ein 120 Hertz-Panel verfügt. Dann wird die Bildfrequenz des Displays nämlich an die Framerate des Spiels gekoppelt.
Auf diese Weise kommt es selbst ohne V-Sync nicht mehr zu dem angesprochenen Tearing, außerdem fallen die Schwankungen, die durch die freigeschaltete Framerate entstehen, kaum noch auf.
Zumindet in der Theorie.
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Crimson Desert auf der "normalen" PS5: Die Basis-Version läuft gut, aber um einen Grafikmodus solltet ihr einen großen Bogen machen
Crimson Desert hat ein riesiges VRR-Problem
Crimson Desert unterstützt auf der PS5 eine Ausgabe in 120 Hertz, daher sollte es eigentlich die besten Voraussetzungen für VRR haben. Dem ist aber nicht so, da das Action-Adventure aktuell nicht in der Lage ist, die sogenannte Low Framerate Compensation (LFC) zu nutzen.
LFC sorgt bei der PS5 unterhalb von 48 fps und bei der Xbox Series X|S unterhalb 40 fps dafür, dass VRR auch in niedrigen Framerates aktiv bleibt und euer Bildschirm nicht wieder auf eine starre Frequenz von 120 Hertz zurückspringt.
Das klappt derzeit aber aus unbekannten Gründen nicht in Crimson Desert, wodurch die Bildausgabe je nach Plattform, Grafikmodus und Spielsituation sprunghaft sehr ruckelig wirkt. Zudem ist unter 48 fps auf der PS5 wieder deutliches Tearing zu erkennen.
Bei der Basis-PS5 haben wir diesen VRR-Bug in jedem Grafik-Modus beobachtet, da in allen von ihnen Drops auf 40 fps möglich sind. Bei der Pro betrifft es hingegen vorrangig den Qualitäts- und den Balance-Modus.
Je nach Situation kann es aber auch im Leistungs-Modus der Pro-Version zu den Framerate-Fehlern kommen.
An den VRR-Bug ist noch ein weiteres Problem gebunden: Springt der Titel zwischen einer festen und einer variablen Bildfrequenz, sobald die Framerate unter 48 fps auf der PlayStation fällt, kommt es bei etlichen Displays zu einem kurzen Flackern. Bleibt die Framerate länger unter diesem Schwellenwert, hält auch das Flackern an.
Der pulsierende Effekt ist zwar nur dann zu erkennen, wenn ihr durch das Pausenmenü navigiert oder bei Nacht in Pywel unterwegs seid, er kann dann aber sehr stören und eventuell sogar Unwohlsein auslösen. Die VRR-Implementierung von Crimson Desert ist also nicht gerade robust, weshalb hoffentlich noch ein Patch nachgeschoben wird, der das LFC-Problem behebt.
Wir raten bis dahin grundsätzlich von VRR ab, da die Bildstörungen nerven und der fps-Bonus durch die freigeschaltete Framerate viel zu gering ist.
Was ist mit der Xbox?
Auf der Xbox Series X können wir die VRR-Funktion derzeit nicht überprüfen, wir versuchen aber noch in Erfahrung zu bringen, wie es dort ausschaut. Immerhin kann die Microsoft-Konsole auch FreeSync als VRR-Standard nutzen und die untere VRR-Schwelle liegt mit 40 fps ein ganzes Stück niedriger als bei der PS5, was den Balance-Modus ohne V-Sync deutlich weniger ruckelanfällig machen sollte.
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