God of War-Macher erklären, warum nach Ragnarok Schluss ist: "15 Jahre sind zu viel"

God of War: Ragnarok bekommt keinen direkten Nachfolger, weil den Entwicklern 15 Jahre zu lang sind, um ihre Geschichte zu erzählen.

von Jonathan Harsch,
17.09.2021 12:50 Uhr

God of War: Ragnarok beschließt die Geschichte in der nordischen Mythologie. God of War: Ragnarok beschließt die Geschichte in der nordischen Mythologie.

Die in der nordischen Mythologie angesiedelte Geschichte von Kratos und Atreus wird mit God of War: Ragnarok abgeschlossen. Es wird also keine zweite GoW-Trilogie geben. Das kann man gut finden oder auch nicht, aber die Entwickler haben einige gute Gründe, warum diese Entscheidung getroffen wurde. Im Podcast von Kaptain Kuba geben Cory Barlog und Game-Director Eric Williams Einblicke hinter die Kulissen.

Entwickler wollen keine unendliche Geschichte

God of War erschien im April 2018, nach einer Entwicklungszeit von ungefähr fünf Jahren. Laut Cory Barlog, der damals noch als Game-Director fungierte, den Posten inzwischen aber an Eric Williams abgetreten hat, wird God of War: Ragnarok am Ende einen ähnlichen Zyklus durchlaufen haben. Das bedeutet aber nicht, dass der nächste Teil erst 2023 erscheint, denn die Pre-Production könnte schon vor dem Release des Vorgängers begonnen haben.

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15 Jahre sind zu lang: Würde Sony Santa Monica noch einen dritten Teil entwickeln, wären wir bei 15 Jahren Entwicklungszeit, um die Geschichte von Kratos und Atreus zu erzählen. "Ich habe das Gefühl, das wäre zu sehr in die Länge gezogen", sagt Barlog. Also wurde gemeinsam mit Williams die Entscheidung gefällt, die Story mit Ragnarok abzuschließen:

"Von Beginn an wollten wir hauptsächlich etwas über Kratos und Atreus erzählen, die Beziehung zwischen diesen beiden Charakteren ist der Motor der Geschichte, und dieser erzeugt nach außen Wellen. Wir hätten einen Ozean machen können, mit Wellen über tausende von Meilen, aber ist das nötig und sinnvoll?"

Es ist aber explizit vom Ende der Geschichte in der nordischen Mythologie die Rede. Also ist es nicht unwahrscheinlich, dass Kratos in der Zukunft zurückkehrt - nur eben mit anderen Göttern.

Zum Vergleich: God of War 1-3 wurden zwischen 2005 und 2010 veröffentlicht. Die Entwicklung am ersten Teil begann 2002, also konnte die Trilogie innerhalb von acht Jahren abgeschlossen werden. Inzwischen ist die Produktion von Videospielen aber deutlich komplexer geworden.

Auf dem Playstation-Showcase wurde erstmals Gameplay zu God of War: Ragnarok gezeigt:

God of War: Ragnarök - PS5-Gameplay im großen Reveal-Trailer enthüllt 3:16 God of War: Ragnarök - PS5-Gameplay im großen Reveal-Trailer enthüllt

Ragnarok-Plot auf dem Playstation Blog: Wenn ihr mehr über die Geschichte von God of War: Ragnarok erfahren wollt, könnt ihr die Zusammenfassung des Community Managers lesen. Hier wird noch einmal der Konflikt zwischen Kratos und Atreus näher beleuchtet. Während der eine vor Neugierde und Tatendrang platzt, weiß der andere durch seine Vergangenheit, wie gefährlich es ist, sich mit den Göttern anzulegen. Am Ende werden Vater und Sohn eine entscheidende Rolle bei der Götterdämmerung spielen.

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Ragnarok bietet 40 Stunden Gameplay

Es klingt fast so, als wären sich Cory Barlog und sein Team nicht von Beginn an sicher gewesen, wie viele God of War-Teile der nordischen Mythologie gewidmet werden sollten. Da nach dem nächsten Teil aber nun Schluss ist, können wir mit einer ganzen Menge an Inhalten für Ragnarok rechnen.

Alle Welten stehen offen: Im ersten Teil von 2018 waren noch einige Areale verschlossen. Es war bereits zu erahnen, dass sich diese jetzt öffnen würden, und tatsächlich haben wir jetzt zu allen neun Welten Zutritt, darunter auch Asgard. Um diese alle zu besuchen, benötigen wir angeblich 40 Stunden Spielzeit.

Findet ihr die Entscheidung der Entwickler gut oder hättet ihr weitere fünf Jahre auf das Ende der Trilogie gewartet?

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