PS5 vs. Xbox Series X - Die beiden Next Gen-Konsolen im Vergleich

Spiele, Preise, technische Daten und mehr - Wir haben die PS5 und Xbox Series X gegenübergestellt, um euch die Kaufentscheidung zu erleichtern.

von Tobias Veltin,
18.11.2020 12:30 Uhr

Xbox Series X und PS5 im direkten Vergleich. Xbox Series X und PS5 im direkten Vergleich.

PS5 oder Xbox Series X? Sowohl Sony als auch Microsoft haben ihre Next Gen-Konsolen mittlerweile veröffentlicht, bzw. stehen kurz davor. Dem oder der ein oder anderen von euch dürfte die Entscheidung zwischen den beiden Systemen nicht leicht fallen. Alle Infos zur PlayStation 5 und Xbox Series X haben wir nachfolgend für euch zusammengetragen und zwar in folgenden Kategorien:

  • Release
  • Preis
  • Design
  • Specs/Hardware
  • Dashboard und Features
  • Abwärtskompatibilität
  • Spiele
  • Name
  • Controller

PS5 und Xbox Series X/S Verfügbarkeit

Sowohl die PS5 als auch die Xbox Series X/S konnten in mehreren Wellen vorbestellt werden. Stand jetzt (Mitte November 2020) ist die Verfügbarkeit kaum bis gar nicht gegeben, wer auf der Suche nach einer Next Gen-Konsole ist, muss sich vermutlich selbst bei Vorbestellung bis ins Jahr 2021 gedulden müssen.

PS5 vs. Xbox Series X: Releases

PS5

Xbox Series X

Release

19. November 2020

10. November 2020

PS5 vs. Xbox Series X: Preise

PS5

Xbox Series X

Preis

499 Euro (Laufwerk-Edition)

399 Euro (Digital-Edition)

499 Euro

Alle Unterschiede zwischen der Laufwerk- und der Digital-Edition der PS5 führen wir hier für euch auf:

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Zusätzlich zur Xbox Series X ist mit der Xbox Series S außerdem ein günstigeres (299 Euro) Modell auf den Markt gekommen, dessen Hardware im direkten Vergleich mit der Series X allerdings deutlich abgespeckt daherkommt und auch weniger Speicherplatz bietet.

PS5 vs. Xbox Series X: Design

Microsoft machte im Dezember 2019 den ersten Schritt und enthüllte das Design der Xbox Series X. Denn beim offiziellen Reveal der Konsole auf den Game Awards 2019 wurde auch das Design der Series X präsentiert. Dieses zeigt sich ungewöhnlich im "Tower-Design", die genauen Abmessungen können bislang nur geschätzt werden.

Die Konsole lässt sich sowohl horizontal als auch vertikal aufstellen und eignet sich laut Phil Spencer perfekt für Special Edition-Designs.

So sieht die Xbox Series X aus. So sieht die Xbox Series X aus.

Ein knappes halbes Jahr später zeigte dann auch Sony das Design der PS5. Dieses wirkt im Vergleich zu dem der Series X deutlich kurviger und auch ein wenig futuristischer. Geschwungene weiße Flächen rahmen einen schwarzen "Mittelbereich" ein, die PS5 kann wie die Series X zudem sowohl horizontal als auch vertikal neben bzw. unter dem Fernseher platziert werden.

Es wird zudem zwei Modelle der PS5 geben. Eines mit Laufwerk und eine "Digital Edition" ohne Laufwerk. Bei letzterer Variante fehlt der seitliche "Hubbel", der das Laufwerk beinhaltet.

Die PS5-Variante mit Laufwerk (links) und die Version ohne (rechts). Die PS5-Variante mit Laufwerk (links) und die Version ohne (rechts).

PS5 vs. Xbox Series X Größenvergleich & Abmessungen

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PS5-Maße:

  • PS5 mit Laufwerk: 390mm x 104mm x 260mm (Breite x Höhe x Tiefe) (größter Überstand nicht eingenommen, ohne Standfuß)
  • PS5 Digital Edition: 390mm x 92mm x 260mm (Breite x Höhe x Tiefe) (größter Überstand nicht eingenommen, ohne Standfuß

Xbox Series X/S-Maße:

  • Die Xbox Series X: 301 mm x 151 mm x 151 mm
  • Xbox Series S: 275 mm x 151 mm x 63,5 mm

PS5 vs. Xbox Series X: Specs/Hardware

PS5

Xbox Series X

CPU

  • AMD Zen 2 mit 8 Kernen
  • maximal 3,5 GHz
  • variable Taktrate
  • AMD Zen 2 mit 8 Kernen
  • 3,8 GHz
  • fixe Taktrate

GPU

  • Bis zu 10,28 Teraflops (AMD RDNA2)
  • 2.304 Shader-Einheiten
  • 2.230 MHz
  • variable Taktrate
  • Bis zu 12,16 Teraflops (AMD RDNA2)
  • 3.328 Shader-Einheiten
  • 1.845 MHz
  • fixe Taktrate

RAM

  • 16 GB GDDR6
  • 448 GByte/s
  • 16 GB GDDR6 insgesamt davon
  • 10 GB mit 560 GByte/s
  • 6 GB mit 336 GB/s

Festplatte

  • SSD mit 825 GB
  • Datendurchsatz 5,5 GB/s
  • SSD mit 1000 GB
  • Datendurchsatz 2,4 GB/s

Optisches Laufwerk

Ja

Ja

Video-Features

4K, 8K-Unterstützung, Variable Refresh Rate, HDMI 2.1-Support, USB HDD Support, 4k UHD Blu Ray-Drive

Natives 4K, 8K-Unterstützung, 60 bis zu 120fp/s, Variable Rate Shading, Variable Refresh Rate, HDMI 2.1-Support, USB HDD Support UHD Blu Ray-Drive

Raytracing?

Ja (Hardware-beschleunigt)

Ja (Hardware-beschleunigt)

Überraschung: Die beiden Konsolen sind sich gar nicht so unähnlich. Zumindest, wenn es um die Chiparchitektur geht. Sony und Microsoft setzen sowohl bei CPU als auch GPU auf Modelle des Herstellers AMD. Es handelt sich dabei um Zen 2-Custom Chips, die speziell für die jeweiligen Konsolen gebaut werden. Die Series X hat im CPU-Bereich minimal die Nase vorne, da die Taktraten des Prozessors sowohl höher ausfallen, als auch fix und nicht variabel sind.

Unterschiedlicher Ansatz bei der GPU

Obwohl sich auch die GPUs der beiden Konsolen in ihrer Architektur ähneln (AMD RDNA2), setzen Microsoft und Sony hier auf einen unterschiedlichen Ansatz. Während Microsoft auf mehr Recheneinheiten bei einer niedrigeren, dafür aber fixen Taktrate setzt, hat die PS5-CPU weniger Recheneinheiten, die dafür aber höher und variabel getaktet sind. Welche Auswirkungen das in der Praxis hat, muss sich erst noch zeigen.

Die Grafikeinheiten machen bei beiden Systemen bislang dem PC vorbehaltene Features wie Raytracing möglich machen, also der besonders realistischen Darstellung von Licht, Schatten und Reflektionen.

Bei der PS5 und Series X gibt es für Raytracing eine Hardware-Beschleunigung geben. Das bedeutet, dass Spiele mit diesem Feature performanter laufen können, also z.B. keine Abstriche bei Framerate etc. machen müssen.

SSDs und Laufwerke für beide

Desweiteren verfügen beide Systeme über eine eingebaute SSD-Festplatte - Microsoft betont dabei, dass es sich um eine "Next Generation"-SSD handeln soll - mithilfe derer Ladezeiten drastisch verkürzt oder gar ganz eliminiert werden sollen, sowie optische Laufwerke für Discs.

Außerdem wird es möglich sein, mehrere Spiele gleichzeitig laufen zu lassen und zwischen ihnen hin- und herzuspringen. Bei der PS5 lassen sich zudem einzelne Teile der Spiele auf der SSD installieren und deinstallieren, also beispielsweise der Single- oder der Multiplayer.

Vorteil für Sony: Die SSD in der PS5 ist zwar ein bisschen kleiner als die in der Xbox Series X, allerdings ist der Datendurchsatz bei der Sony-Konsole mehr als doppelt so groß wie beim Microsoft-Pendant. Auf dem Papier hat die Sony-SSD damit Geschwindigkeitsvorteile, die allerdings von den Entwicklern erstmal ausgeschöpft werden müssen.

Wer noch tiefer in den Hardware-Vergleich eintauchen will, kann das im umfangreichen Artikel von unserem GameStar-Kollegen und Hardware-Experten Nils Raettig tun. Nils vergleicht die beiden Next Gen-Konsolen vergleicht, setzt dazu aber auch aktuelle Gaming-PCs ins Verhältnis.

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Erweiterbarer Speicher: Beide Systeme erlauben eine Speicherweiterung, die Ansätze sind allerdings unterschiedlich. Microsoft bietet in Zusammenarbeit mit Seagate ein proprietäres Speichermedium an, das in Form von kompakten Storage Cards daherkommt und dieselbe Geschwindigkeit bietet wie die intern verbaute SSD. Diese benötigt ihr dann auch, wenn ihr von extern für die Series X-optimierte Titel spielen wollt. Alternativ (und kostengünstiger) ist die Lösung über über USB angeschlossene externe Festplatten oder SSD, auch diese sind problemlos mit der Series X kompatibel.

Die Speichererweiterung der PlayStation erfordert etwas Bastelarbeit, denn dafür müsst ihr zunächst die Seitenflügel abnehmen und den Erweiterungsslot aufschrauben. Hier finden dann M2-NVME-SSDs Platz, Sony zertifiziert kompatible SSDs entsprechend. Zum Launch wird es aber noch nicht möglich sein, den Speicher auf diese Weise zu erweitern. Externe USB-Festplatten funktionieren aber ebenfalls, mit einer Einschränkung: Hierauf können nur PS4-Titel gespeichert werden, keine PS5-Spiele.

Dashboard und Features

Wenn ihr die PS5 einschaltet, erwartet euch ein vollkommen neu konzipiertes Dashboard, dass vom Aufbau zwar an das der PS4 erinnert, aber trotzdem einige neue Möglichkeiten bietet. So habt ihr bei unterstützten Titeln jetzt zum Beispiel die Möglichkeit, direkt an bestimmte Punkte zu springen. Außerdem wurde die Share-Funktion deutlich überarbeitet und auch der Look des Dashboards hat sich verändert. Alles weitere dazu lest ihr in unserem Übersichtsartikel:

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Auf der Series X zeigt sich dagegen ein gewohntes Bild - zumindest, wenn man vorher schon eine Xbox One besessen hat. Das Dashboard der neuen Xboxen ähnelt nämlich dem der älteren Generation fast wie ein Ei dem anderen, neu sind beispielsweise die dynamischen Hintergründe. Die Geschwindigkeit durch die SSD ist auch hier deutlich spürbar, alles funktioniert deutlich responsiver und flotter. Einen kompletten Eindruck der Xbox-UI lest ihr hier:

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Quick Resume nur auf der Xbox: Quick Resume beschreibt ein Feature, mit dem es möglich ist, zwischen mehreren Spielen hin- und herzuspringen. Auf der Xbox Series X ist ist mit etlichen Titeln möglich, wo ihr pausiert, steigt ihr später auch wieder ein. Obwohl die PS5 technisch dazu in der Lage wäre, gibt es dort eine solche Funktion aber nicht. Über den "Wechsler" habt ihr lediglich die Möglichkeit, in die letzte Aktivität zurückzuspringen.

PS5 vs. Xbox Series X: Abwärtskompatibilität

PS5

Xbox Series X

Abwärtskompatibilität

Ja (PS4, PSVR)

Ja (Xbox Original, Xbox 360, Xbox One)

Gute Nachricht für alle, die auch auf den kommenden Konsolensystemen ihre alten Spiele weiterzocken wollen: Sowohl auf Sonys PS5 als auch auf der Xbox Series X/S laufen Games älterer PS/Xbox-Generationen.

Sonys Systemarchitekt Mark Cerny sagte bereits bei der Vorstellung der Konsole, dass ein Teil der PS5-Architektur auf der PS4-Architektur basieren würde und dementsprechend auf jeden Fall PS4-Titel sowie PSVR-Titel abwärtskompatibel spielbar sind. 99 Prozent aller alten PS4-Games werden auf der PS5 laufen. Etliche davon profitieren dabei von flüssigeren Framerates. PS3-, PS2- und PS1-Games werden aber nicht unterstützt.

Bei der Xbox Series X fällt die Abwärtskompatibilität noch deutlich umfangreicher aus. Hier sind Spiele sämtlicher bisheriger Xbox-Generationen spielbar, wovon auf die Xbox One-Generation die meisten Titel entfallen. Auch hier profitieren nahezu alle abwärtskompatiblen Spiele von Boni wie schnelleren Ladezeiten und stabileren Framerates, außerdem fügt das System sogar automatisch HDR-Effekte hinzu.

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PS5 vs. Xbox Series X - Die Launch-Spiele

Spider-Man Miles Morales schwingt zum Launch auf die PS5. Spider-Man Miles Morales schwingt zum Launch auf die PS5.

Sony geht mit einem vergleichsweise starken Launch-Lineup an den Start: Neben Spider-Man Miles Morales können wir uns zur Markeinführung der PS5 auch auf Demon's Souls (Remake) freuen. Hier sind alle PS5-Launch-Games im Überblick:

The Ascent ist einer von mehreren Xbox Series X/S-Launch-Spielen. The Ascent ist einer von mehreren Xbox Series X/S-Launch-Spielen.

Die ganz großen Knaller bleiben zum Launch der Xbox Series X/S bislang aus. Halo: Infinite wurde ja bekanntlich verschoben. Nichtsdestotrotz bietet Microsoft zum Start des Xbox One-Nachfolgers eine Reihe vielversprechender Titel an:

Smart Delivery nur bei Xbox: Nur die Xbox Series X bietet für viele Titel die sogenannte Smart Delivery-Funktion. Das bedeutet, dass ihr einen Titel nur einmal auf einem System (Xbox One oder Series X/S) kaufen müsst, und ihn dann beim Upgrade auf das jeweils andere System in der jeweiligen Fassung kostenlos als Download zu bekommen. Ein derart einheitliches System bietet die PS5 nicht. Hier werden zwar auch einige Publisher kostenlose Next Gen-Updates für Cross-Gen-Titel veröffentlichen, die Regel ist dies allerdings nicht.

PS5 vs. Xbox Series X: Namen

Sony hingegen hat Anfang Oktober klare Fakten geschaffen und bekannt gegeben, dass die nächste PlayStation "PlayStation 5" (kurz PS5) heißen wird. Alles andere hätte uns nach der konstanten Benennungshistorie (PS1, PS2, PS3, PS4) allerdings auch schwer gewundert.

Bei Microsoft kursierte ein halbes Jahr lang der Codename "Project Scarlett", der beim Announcement während der Game Awards dem offiziellen Namen Xbox Series X wich. Daneben bringt Microsoft bekanntlich ja noch die abgespeckte und kleinere Xbox Series S heraus, alle Infos dazu findet ihr hier:

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PS5 vs. Xbox Series X: Controller

Dualsense (links), Xbox Series X-Controller (rechts) Dualsense (links), Xbox Series X-Controller (rechts)

Sony ändert in der nächsten Generation die Namensgebung seines Controllers. Statt "Dualshock 5" heißt das Eingabegerät "DualSense" heißen. Neben einem etwas fülligeren Design sticht insbesondere die ungewöhnliche Zweifarbgebung ins Auge. Aber auch bei den inneren Werten gibt es ungewöhnliches. So bietet der DualSense beispielweise haptisches Feedback bei Spielen, die Trigger bieten zudem anpassbare Widerstände.

Der Xbox Series X-Controller ähnelt dagegen dem Xbox One-Pad fast wie ein Ei dem anderen. Ein paar Anpassungen wurden allerdings gemacht, es gibt jetzt etwa eine Share-Taste sowie ein etwas anders designtes Steuerkreuz. Darüber hinaus setzt Microsoft beim Controller vor allem auf das Thema Geschwindigkeit. Durch Technologien wie Dynamic Latency Input (DLI) werden Latenzen und Eingabeverzögerungen noch weiter minimiert.

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Alle wichtigen Informationen zu den beiden großen Next Gen-Konsolen von Sony und Microsoft haben wir in unseren umfangreichen Testartikeln für euch aufbereitet.

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Welche der beiden Konsolen werdet ihr euch zulegen? Oder holt ihr euch vielleicht sogar beide ins Haus?

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